Diese Mutter hat ihr Baby mit Keuchhusten angesteckt

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Cormit Avital hat ihr Baby mit Keuchhusten angesteckt.
Foto: YouTube / GoldCoastHealth

"Ich wünschte, ich hätte mich impfen lassen!"

Es wäre nur ein kleiner Pieks gewesen, doch Cormit Avital hielt sich für unverwundbar. "Ich habe die ganze Welt bereist und war praktisch nie krank. Doch jetzt wünsche ich mir inständig, ich hätte mich impfen lassen, denn die vergangen Wochen waren ein Albtraum."

Die junge Mutter hatte eine Impfung gegen Keuchhusten verweigert und ihr neugeborenes Baby Eva damit angesteckt. "Für mich war es nur etwas Husten, das war unangenehm, aber nicht weiter tragisch. Doch für Eva ist es der Horror. Seit drei Wochen sind wir jetzt im Krankenhaus. Die ganze Zeit hustet sie und ringt um Atem, sie läuft blau an, dann wieder rot, manchmal sogar schwarz und ich kann nichts tun, außer ihr immer wieder die Atemmaske auf ihr kleines Gesicht zu drücken."

"Es ist so hart, dieses kleine Wesen zu sehen, dass du so sehr liebst, wie es sich so sehr quält. Ich wünschte so sehr ich hätte die Impfung nicht abgelehnt", berichtet Cormit Avital in dem Video, das die australische Gesundheitsorganisation Gold Coast Health auf YouTube veröffentlicht hat. Es soll andere Eltern davor warnen, vermeintliche Kinderkrankheiten als harmlos zu betrachten.

In Deutschland gibt es eine erbitterte Diskussion zwischen Impf-Befürworten und Impf-Gegnern. Auch die Impf-Gegner haben gute Argumente, doch die vielen Berichte von Babys und Kleinkindern, die sehr unter vermeidbaren Kinderkrankheiten wie Keuchhusten leiden und manchmal sogar daran sterben, machen deutlich, dass Impfungen aus guten Gründen durchgeführt werden und eine Entscheidung pro oder contra Impfung mit viel Bedachtsamkeit getroffen werden sollte.

Schwangere Frauen können übrigens selbst in der Schwangerschaft noch gegen Keuchhusten geimpft werden. Über die Plazenta werden die Anti-Körper dann auch auf das Baby übertragen. So sind die Neugeborenen schon unmittelbar nach der Geburt für etwa sechs Monate vor einer Ansteckung geschützt, erklärt eine Sprecherin von Gold Coast Health.

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