Diese Zigaretten-Marken gibt es bald nicht mehr

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Mit diesen Zigaretten-Marken ist bald Schluss!
Foto: Istock

Endlich Schluss mit Rauchen - zumindest, wenn es um einige Marken geht. Denn aufgrund der neuen EU-Richtlinien für Tabak verschwinden einige Marken ganz vom Markt. Die Umstellung lohnt sich für sie nicht.

Ab Mai 2016 sollen die neuen Richtlinien in Kraft treten. Unter anderem gehört dazu, dass zukünftig 65 Prozent der Schachtel durch Warnhinweise bedeckt sein müssen. Noch krasser: Mentholaromen in Zigaretten werden in der ganzen EU verboten. Erstmals sollen auch Vorgaben für E-Zigaretten in Kraft treten.

Viele Nischenmarken können sich die Umstellung der Packungen und Inhaltsstoffe nicht leisten und stellen die Produktion gleich ganz ein. „Es gibt Nischenmarken, bei denen die Umstellung im Verhältnis zum Marktanteil einfach zu teuer sein wird“, erklärte Ralf Wittenberg, Vorstandsvorsitzender von British American Tobacco (BAT), gegenüber der „Welt“.

Dabei trifft es vor allem kleine Marken wie Golden American, Winfield, Peer 100, Lux oder Krone. Was mit anderen Marken wie Prince Denmark, HB oder Lord passiert, ist noch nicht klar. Auch die Marke Reyno verschwindet komplett aus dem Sortiment. Auch das zweitgrößte deutsche Tabakunternehmen Reemtsma stellt die Marken Route 66, Fairwind, Eckstein, Juno ohne Filter und Salem ein.

Wenig beeinflusst ist hingegen der Marktführer in Deutschland Phillip Morris: Zum Konzern gehören Marken wie Marlboro, L&M, Chesterfield, Philip Morris, Eve, Parliament. Diese wird es auch weiterhin auf dem Markt geben.

Kritik gibt es vor allem in der Tabakindustrie: Kleine Marken würden verdrängt, heißt es. Gesundheitlich betrachtet, ist das vielleicht ein Fortschritt und bringt mehr Menschen dazu die Zigarette vollkommen aufzugeben.

Jedes Jahr sterben rund 110.000 bis 140.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. Auch deshalb werden die EU-Richtlinien noch einmal verschärft. Besonders junge Menschen sollen vor schädlichem Tabak geschützt werden.

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