Dieter Pfaff: So starb er wirklich

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Dieter Pfaff, gut gelaunt wie wir ihn kennen und lieben.
Foto: Imago / Rainer Unkel

Jetzt spricht sein Arzt

Er hat so hart gekämpft – und konnte den Krebs nicht besiegen…

Als er die Augen für immer schloss, war seine geliebte Familie bei ihm. Das hatte sich Dieter Pfaff (†65) so gewünscht.

Sein Tod hat viele Menschen so erschüttert, als hätten sie einen guten Freund verloren. Vor allem, weil der große Schauspieler noch im Februar verkündet hatte: „Der Krebs ist weg. Ich werde wieder drehen…“

Doch der verdammte Lungenkrebs war stärker: „Papa ist morgens um 8 Uhr friedlich eingeschlafen“, erzählt uns Tochter Johanna (33). Ihre Stimme klingt traurig, aber gefasst.

Wir sprachen auch mit Professor Dr. Klaus Rabe, Chefarzt der Lungen Clinic Großhansdorf (Schleswig-Holstein). Er diagnostizierte den Krebs bei Dieter Pfaff, war sein behandelnder Arzt. „Ich bin sehr betroffen und traurig über seinen Tod“, so Professor Rabe. „Er war ein beeindruckender, warmherziger und großherziger Mann.“

Aber ist es denn möglich, dass Krebs, der angeblich verschwunden war, doch plötzlich zum Tod führen kann? Wie starb Dieter Pfaff wirklich?

Professor Dr. Rabe verweist auf die Behandlungsmöglichkeiten in seiner Klinik: „Wir sind ein Lungenkrebszentrum, in dem alles unternommen wird, um Patienten zu helfen. Dank umfangreicher Diagnostik finden wir heraus, welche Behandlung individuell für welchen Patienten geeignet ist. So kann man viele Menschen sogar heilen. Wenn sie rechtzeitig kommen! Leider suchen Patienten uns oft erst sehr spät auf, sodass der Tumor gestreut hat. Dann ist die Prognose sehr schlecht.“

Dieter Pfaff nahm den Kampf gegen den Krebs im vergangenen Jahr mit Chemotherapie und Bestrahlungen tapfer auf.

Er wollte unbedingt zurück vor die Kamera – und vor allem wollte er das wunderbare Leben mit Ehefrau Eva Maria (64), seinen Zwillingen Johanna und Maximilian (33) und dem kleinen Enkel so gern weiter genießen.

Die Familie war sein Ein und Alles. Zusammen lebten alle in einem Mehrgenerationenhaus in Hamburg.

Hier hielt wenige Tage vor seinem Tod der Krankenwagen, der Dieter Pfaff in die Klinik brachte. Es ging ihm sehr schlecht, aber er wollte nicht dort bleiben, sondern unbedingt zurück nach Hause.

Zurück zu seinen Lieben, um ihnen so lange wie möglich ganz nah zu sein. Die ganze Familie war bis zum letzten Atemzug bei ihm und versichert, dass er friedlich eingeschlafen sei.

Professor Rabe erklärt: „Geht es wirklich zu Ende, bieten wir unseren Patienten ein ganzheitliches Konzept zwischen Pflege und Palliativmedizin, sodass sie würdevoll und menschlich gehen können – und sie werden dabei von uns begleitet.“

Palliativmediziner sind speziell ausgebildete Fachärzte, die auch ins Haus kommen. Sie helfen Todkranken mit Behandlungen und Medikamenten, jede Phase des Sterbens schmerzfrei durchlaufen zu können.

Dieter Pfaff hat in seiner Todesnacht nicht leiden müssen. Seine Frau Eva Maria, Tochter Johanna und Sohn Maximilian saßen Stunde um Stunde an seinem Bett und hielten seine Hände. Ihre Schmerzen in der Seele konnte in dieser Nacht niemand lindern, denn sie mussten von einem über alles geliebten Menschen Abschied nehmen – für immer…

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