Dirty Talk: Sag mir was Schmutziges!

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Dirty Talk macht unseren Sex verruchter.
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Inhalt
  1. So kann Dirty Talk unseren Sex besser machen
  2. „Ich will jetzt mit dir schlafen“
  3. Erotisch oder Dirty?
  4. Ton geht vor Inhalt
  5. Werden Sie persönlich
  6. Rauf und runter
  7. „Schlaf mit mir. Fessel mich. Leck mich!“
  8. Müssen und Wollen
  9. Fordern statt Fragen
  10. Mut zur Übertreibung
  11. Anschluss unter dieser Nummer: Telefonvorspiele
  12. Die Penisflüsterin
  13. Die Wort-Ampel

So kann Dirty Talk unseren Sex besser machen

Sündige Sex-Tipps: Sex-Päpstin Anne West verrät, wie Dirty Talk funktioniert und wie wir unseren Liebsten damit richtig heiß machen können.

So bringen Sie mit Worten die Hormone zum Brodeln ...

 

„Ich will jetzt mit dir schlafen“

Ein gerauntes „Ich will mit dir schlafen“ oder ein gestöhntes „Fick mich!“ kickt mehr an als alles andere. Der Grund ist eine Art „Grusel“-Effekt im Gehirn: Jeder besitzt einen anerzogenen Sprachzensor, der gewisse Wörter im Aktenordner Muttersprache als „verboten“ abgelegt hat.

Dazu gehören alle Begriffe der Sexualität sowie Mehrdeutiges wie Lecken oder Besteigen. Mit sinnlich vorgetragenen, „verbotenen“ Wörtern konfrontiert, beginnt das süße Gruseln des Zensors, die Impulse werden ins Sexzentrum des Hirns gefunkt, die Hormone brodeln.

 

Erotisch oder Dirty?

Sie fragen sich, was genau Dirty Talk ist? Das: „Ich will dich ficken, fick mich, besorg’s mir, lutsch meine Eier, bück dich, du Schlampe“ und so weiter und so fort. Dirty Talk sind pornotaugliche Reizworte tief unterhalb der Gürtellinie; der Begriff hat sich nur (leider) als Synonym für Verbalerotik durchgesetzt. Doch so dirty muss Wortsex gar nicht sein – für die Verführung ist Zweideutigkeit raffinierter als jede platte Eindeutigkeit.

 

Ton geht vor Inhalt

Wir achten in Gesprächen zu sieben Prozent auf den Inhalt, 54 Prozent auf den Tonfall, den Rest vermittelt die Körpersprache. Sie finden Ihre sexy Voice, indem Sie sich vorstellen, nah an einem Mikro zu sitzen. Flüstern oder raunen Sie halblaut hinein. Denken Sie tiefe Töne und lassen Sie den Bauch locker! Ausatmen, in ein Aufseufzen hineinsprechen: „Ich will mit dir schlafen.“ Das ist Ihre Bettstimme.

 

Werden Sie persönlich

„Ich habe Lust auf Sex – mit dir! Dein Schwanz ist so schön, du bist so aufregend, dein Blick macht mich an …“ Dir, dich, dein gibt ihm das Gefühl, dass er begehrt wird. Das ist immer noch das wirksamste Aphrodisiakum.

 

Rauf und runter

„Arbeiten“ Sie sich verbal an seinem Körper auf und ab, machen Sie jedem Körperteil Komplimente und flüstern Sie ihm, was Sie gerne alles damit anstellen.

 

„Schlaf mit mir. Fessel mich. Leck mich!“

Loben Sie immer, wenn Ihnen etwas gefällt. Ihre Worte wirken wie ein Verstärker Ihrer Handlungen! Ab und an ein Kommentar à la „ Du leckst so gut “ (sofern es der Wahrheit entspricht!) lässt ihn das, was Sie beide tun, umso intensiver wahrnehmen.

 

Müssen und Wollen

„Ich muss mit dir schlafen!“ oder „Ich will dich lecken“: Die Wörter „muss“ und „will“ wirken auf ihn erregender als ein handzahmes „Ich möchte mit dir schlafen“ oder gar „Ich würde gern mit dir schlafen“.

Möchte, würde – viel zu viel Konjunktiv, deutlich zu wenig Überzeugung – und was knallt schließlich schöner als ein drängendes Versprechen, das auf seine Einlösung wartet?

 

Fordern statt Fragen

„Schlaf mit mir. Fessele mich. Leck mich“ – die erotische Kraft des Imperativs liegt in der Lust, die Sie mit dem Kommando vermitteln! Denn wo die Frage „Willst du mit mir schlafen?“ den Umweg über seinen Verstand nimmt, landet ein „Fick mich“ direkt im limbischen System, er reagiert sofort und ohne Nachdenken.

 

Mut zur Übertreibung

Was immer Sie sagen, schreiben oder stöhnen: Stapeln Sie hoch. Frei nach „Basic Instinct“: „Es war der Fick des Jahrhunderts, Revolverheld!“

 

Anschluss unter dieser Nummer: Telefonvorspiele

a | Die Traum-Variante

Erzählen Sie ihm einen (ausgedachten) erotischen Traum mit ihm in der Hauptrolle. So erschaffen Sie Bilderwelten, seine Fantasie dichtet den Rest dazu.

 

b | Die „Ich will …“-Variante

Sie beichten ihm mit flüsternder Stimme en detail, was Sie sich von ihm wünschen würden, wäre er doch nur endlich bei Ihnen: „Ich will, dass du mich langsam ausziehst … mir in die Stilettos hilfst und mir die Augen verbindest. Und dann …“ Sie müssen keine schmutzigen Wörter benutzen – beschreiben Sie nur ganz genau, was Sie vor Ihrem inneren Auge sehen.

Ist er ein guter Verbalerotiker? Dann sagen Sie ihm doch mal, dass Ihre Muschi ganz nass ist, und fragen Sie, was Sie nun damit anfangen sollen. Stellen Sie das Telefon auf Lautsprecher, falls Sie beide Hände benötigen, um seinen Anweisungen zu folgen.

 

c | Schnelle Nummer

Männer haben während der Arbeit wenig Sinn für Liebesgeplänkel – der Kollege könnte es ja hören! Halten Sie es kurz: Sie sagen nur so was wie „Ich will es heute Abend von hinten“ und legen sofort auf.

 

Die Penisflüsterin

Es gibt drei Empfänger an seinem Körper, die auf Ihre verbalen Avancen reagieren: bei der Verführung sein linkes Ohr, das mit der emotionalen Hälfte seines Gehirns verbunden ist. Beim Vorspiel seine Augen, in die Sie hineinraunen: „Ich muss dich jetzt lecken. Komm.“

Und kurz vor und während des Liebesspiels? Seine Erektion: Sehen Sie den Penis mit Ihrem Bettblick an, während Sie ihm all die Wünsche zuflüstern, die Sie Ihrem Geliebten nie ins Gesicht sagen würden, weil Sie zu schüchtern sind. Es wird behauptet, der Penis habe seinen eigenen Kopf – das stimmt, und er hört auch besser zu als ein Mann.

 

Die Wort-Ampel

Reden Sie darüber, wie Sie über Sex reden wollen – mit dem Rot-grün-Spiel. Der eine beginnt mit einem sexuellen Begriff („vögeln, miteinander schlafen, ficken“), der andere sagt „rot“ für „bloß nicht!“ oder „grün“ für „ja, gefällt mir“.

„Gelb“ bedeutet: knallt mich nicht so an, ist aber auch kein Downer. Sie können per Wort-Ampel sogar klären, welche Praktiken Sie testen wollen. Augenverbinden? Grün. Analverkehr? Rot. Es im Fahrstuhl tun? Och … gelb. Dabei schmutzige Wörter sagen? Grün, grün, grüüüün …

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