Verbreiteter IrrglaubenDurchfall: Ernährung mit Cola und Salzstangen hilft nicht

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Cola oder Salzstangen sind keine Lösung bei Durchfall.
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Inhalt
  1. Warum Cola und Salzstangen bei Durchfall ungeeignet sind
  2. Tipps bei leichtem Durchfall
  3. Starker Durchfall: Arzt aufsuchen

Eine Ernährung mit Cola und Salzstangen gilt als weitverbreiteter Tipp, um Durchfall zu bekämpfen. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Irrtum, wie Ernährungsexperten betonen.

 

Warum Cola und Salzstangen bei Durchfall ungeeignet sind

Cola und Salzstangen wurde lange Zeit nachgesagt, dem Körper bei Durchfall verlorene Flüssigkeit und Mineralstoffe zurückzugeben. Doch dies ist ein Mythos und kein hilfreicher Gesundheitstipp, so die Experten. Gerade die Theorie, nach der Salzstangen den Salzverlust des Körpers ausgleichen sollen, geht nicht auf:

Wichtige Salze wie Kalium und Citrate fehlen. Außerdem nehmen Sie durch das süße Getränk und die Salzstangen unkontrolliert viel Salz und Zucker zu sich – was kontraproduktiv wirken kann. Die Folge: Der Durchfall verstärkt sich.

 

Tipps bei leichtem Durchfall

Sollten Sie an leichtem Durchfall leiden, können Sie diesem besser mit einer leicht verdaulichen Ernährung entgegenwirken. Beispielsweise indem Sie Kräutertee mit etwas Zucker oder eine heiße Brühe zu sich nehmen. So können Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt sowie Ihren Mineralstoffhaushalt Stück für Stück wieder ins Lot bringen. Alternativ können Sie auch auf eine Elektrolytlösung aus der Apotheke zurückgreifen.

Bei Durchfall können Sie sich außerdem mit einem weiteren Hausmittel behelfen: Nehmen Sie hierzu einen Liter abgekochtes Wasser oder stilles Mineralwasser und fügen Sie dem ein Viertel Teelöffel Kochsalz hinzu. Dazu kommt dieselbe Menge Backpulver und zwei Esslöffel Zucker oder Honig. Abgerundet wird der Trunk mit einer halben Tasse Orangensaft, der Ernährungsexperten zufolge Kalium enthält.

 

Starker Durchfall: Arzt aufsuchen

Dauert der Durchfall länger als drei Tage an und ist sehr stark, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da Austrocknungsgefahr besteht. Der Mediziner wird ihnen in diesem Fall wahrscheinlich eine orale Rehydrationslösung verschreiben.

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