Ebola: Müssen wir uns in Deutschland Sorgen machen?

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Ebola ist eine der gefährlichsten Krankheiten weltweit.
Foto: corbisIMAGES

Tödlicher Virus

Es ist eine der gefährlichsten Krankheiten weltweit: Ebola. Ein besonders aggressiver Virus, der in den meisten Fällen tödlich verläuft. 9 von 10 Infizierten sterben. Experten machen sich Sorgen: Noch nie war der tödliche Virus so weit verbreitet wie heute.

Was ist Ebola? Ebola ist ein besonders aggressiver Virusstamm, der in den meisten Fällen tödlich verläuft. Weltweit am meisten verbreitet ist der sogenannte ‚Zaire-Stamm‘, der aggressivste und tödlichste Erreger. Das große Problem: Früher trat der Virus nur vereinzelt auf. Heute ist er weltweit verbreitet, das Ausmaß häufig unbekannt.

Wie äußert sich die Krankheit? Die Inkubationszeit von Ebola beträgt drei Wochen. Das bedeutet, dass der Infizierte erst drei Wochen nach der Infektion die ersten Symptome zeigt. Zu Beginn verhält sich der Virus wie eine ganz normale Erkältung . Schnell folgen Durchfall, Erbrechen und Fieber mit inneren und äußeren Blutungen (hämorrhagisches Fieber). Ebola ist hochansteckend und wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen.

Was kann man dagegen tun? Es gibt weder eine Therapie, noch eine Impfung gegen den Virus. Es scheint als sei die Medizin machtlos. Ärzte können die auftretenden Symptome lindern, den Virus aber nicht in seinem Keim ersticken. Das einzige, was sie ihren Patienten verabreichen können sind Medikamente gegen Fieber und Schmerzen oder eine Infusion gegen Dehydration. Verlieren die Infizierten erst einmal das Bewusstsein, gibt es kaum eine Chance des Überlebens. In den meisten Fällen tritt der Tod nach 10-14 Tagen nach Auftreten der ersten Symptome ein. Die behandelnden Ärzte dürfen nur durch Anzüge und Brillen geschützt, mit den Infizierten in Kontakt treten.

Wieso kann den Betroffenen Niemand helfen? Vor knapp 40 Jahren wurde der Ebola-Virus zum ersten Mal entdeckt. Seit dem sind bereits 1500 Menschen an dem aggressiven Virusstamm gestorben, die meisten in den ärmeren Regionen Afrikas. Um in eine angemessene Forschung investieren zu können, trat der Virus weltweit noch nicht oft genug auf. Experten sind sich einig: Durch eine grundlegende Änderung der Hygienevorschriften in Afrika könnte der Virus bereits eingebremst werden. Für mehr fehlt einfach das Geld.

Müssen wir uns in Deutschland Sorgen machen? Die Angst vor einer Ebola-Epidemie in Deutschland wächst. Experten zufolge ist diese aber völlig unbegründet. Selbst wenn Reisende den tödlichen Virus mit nach Deutschland bringen würden, wären unsere Krankenhäuser darauf vorbereitet. Neun, über das gesamte Bundesgebiet verteilte Isolierstationen, sollen durch speziell geschultes Personal binnen weniger Stunden zu Quarantänestationen umgebildet werden. Einer möglichen Ansteckung wird so vorgebeugt und eine schnelle Versorgung gesichert.

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