Ein Foto des Nachbarhundes bringt sie ins Gefängnis

foto hund gefaengnis
Wegen dieses Fotos landete die Frau im Gefängnis.
Foto: Jessica Willey / Twitter

Ein Hundefoto mit Folgen

Sie fotografierte den Hund ihrer Nachbarn und stellte das Bild ins Internet. Dafür musste die Frau ins Gefängnis. Dabei wollte sie eigentlich nur Gutes tun.

Vierzehn qualvolle Stunden liegen hinter ihr, die sie an einem Ort verbrachte, den sie nie dachte betreten zu müssen. Amber Cammack war im Gefängnis. Der Grund für ihre Verhaftung ist nicht nur für sie selbst unbegreiflich.

Denn eigentlich wollte Amber nur Gutes tun. An ihrem Wohnort in Texas beobachtet sie immer wieder einen Hund, der einsam auf einem Balkon ausgesperrt wird. Das Tier trägt eine Windel, sein Mund ist fest zusammengebunden – für Amber ein klarer Fall von Tierquälerei. Als der Hund selbst bei Sturm und Regen noch auf dem Balkon ausgesperrt ist, beschließt sie zu handeln. Ihren Einsatz sollte sie bereuen.

Als sich bei der Behörde keiner für die Tierquälerei interessiert, postet die Frau ein Foto des Hundes auf Facebook. Sie erhofft auf diesem Wege Aufmerksamkeit zu erhaschen und das Tier retten zu können. Zunächst mit Erfolg: Unzählige Menschen teilen das Bild des Nachbarhundes. Als die Polizei auf das Foto aufmerksam wird, nimmt sie sich tatsächlich dem Fall an. Allerdings anders als erwartet: Statt der Hundebesitzer, wird Amber Cammack verhaftet.

14 Stunden verbringt die Frau im Gefängnis, weil sie sich für die Gesundheit eines Tieres einsetzte. Ihr wird vorgeworfen, sie hätte auch nach Ermahnungen nicht darauf reagiert, die persönlichen Informationen über Kontaktdaten und Wohnort der Hundebesitzer aus den sozialen Netzwerken zu entfernen. Tierärzte haben den Zustand des Hundes als ungefährlich erklärt.

(ww4)

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