„Ein kleiner Eingriff schützte mich vor einer Knieprothese“

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Eine Knieprothese muss nicht zwangsläufig notwendig sein.
Foto: Juice Images - Corbis

Eine Leserin berichtet

Mit dem Hund Gassi gehen? Den Müll nach unten bringen? Jahre lang war das für Michaela Rieker eine einzige Qual. Grund: Die Lüneburgerin litt unter starken Schmerzen im Kniegelenk .

„Irgendwann war es so schlimm, dass ich kaum noch meine Wohnung verließ“, erinnert sich die 62-Jährige. Auch die Besuche bei diversen Orthopäden machten der gelernten Verwaltungsangestellten wenig Mut: Immer wieder wurde Michaelas Knie punktiert, doch eine Besserung wollte sich einfach nicht einstellen.

„Die Ärzte meinten, dass man gegen die Schmerzen nicht viel tun könne – es seien halt normale Alterserscheinungen.“ Die einzige Alternative, die man ihr anbot, war ein künstliches Kniegelenk. „Ich fand den Gedanken daran zwar schrecklich, aber fast war ich so weit, mich auf die Knieprothese einzulassen“, so Michaele Rieker. „Hauptsache, die Schmerzen wären endlich weg gewesen.“

Heute ist sie heilfroh, dass sie sich damals doch noch eine weitere Meinung eingeholt hat. Auf Empfehlung einer Bekannten suchte Michaela Rieker den Kniespezialisten Dr. Dierk im Orthopädie-Zentrum Hamburg auf. Schnell fand der Arzt die Ursache für ihre Schmerzen: leichte O-Beine, die Michaelas gesamte Statik beeinflussten.

Mit einer Umstellungs-OP wurde die Patientin von ihren Qualen erlöst. Bei einem solchen Eingriff sägt der Operateur zunächst einige Zentimeter in die Innenseite des Schienbeinkopfes. Dann wird der Knochen so weit aufgebogen, bis er die Fehlstellung ausgleicht. Eine Metallplatte und mehreren Schrauben fixieren anschließend das Gelenk.

„Durch die Fehlstellung der Beine war die Innenseite des Kniegelenks überlastet“, erklärt Dr. Dierk. „Der Knorpel hatte sich aufgelöst, sodass Knochen auf Knochen rieb und so die schlimmen Schmerzen entstanden. Eine Begradigung der Beine befreite Frau Rieker von der Überlastung“, so der Knie-Spezialist.

Michaela ist mit dem Ergebnis glücklich: „Jetzt kann ich noch lange mit meinem echten Gelenk leben. Eine Knieprothese brauche ich zum Glück nicht!“ Heute macht sie wieder regelmäßig Sport und ist jeden Tag viel zu Fuß unterwegs.

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