Ein perfektes Wochenende in Florenz

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Der Blick auf eines der Wahrzeichen von Florenz: Eine der vielen Brücken
Foto: APT Firenze

Die Hauptstadt der Toskana wird auch gerne das "italienische Athen genannt". Kunst wird in Florenz nämlich groß geschrieben.

Nach Italien wollte ich immer schon und dachte, Florenz wäre eine gute Wahl: Malerisch, übersichtlich, man kann alles zu Fuß machen, es gibt viel zu entdecken. Wie gut ich meine Wahl getroffen hatte, habe ich eigentlich erst in den Wintermonaten entdeckt. Als Florenz nicht mehr von abertausenden Touristen aus der ganzen Welt überschwemmt war und die ockerfarbenenen Paläste in ihrer Schönheit allein dastanden. Wenn ein leichter Nebel vom Arno hochzieht und die Stadt in Puderzucker kleidet, ist der große Glanz des Sommers weg – und man kann die wahre Schönheit von Florenz erkennen. Viele Städte werden im Winter kühl und grau, aber Florenz hat mit seinen Erdtönen immer noch etwas Warmes, Gemütliches. Auch wenn es draußen kalt ist, bleiben die Zypressen dunkelgrün, die Blätter der Olivenbäume silbern. Wenn dann das Frühjahr kommt, erwacht die Stadt wieder. Die Straßen werden voller, das Kulturleben lebendiger und in den Hinterhöfen blüht süß duftender Weißdorn. Dann kommen auch langsam die Touristen zurück in die Stadt.

Wer sich jedoch abseits der Hauptadern durch kleinere Gassen schlängelt, hat immer noch die Chance, das wahre Florenz zu entdecken. Bei einem toskanischen Aperitif am Ufer des Arno. Bei einem Jazzkonzert auf einem der unwiderstehlichen Plätze. In den lauten Markthallen. Oder hoch über der Stadt an der Kirche San Miniato al Monte, von der man einen Blick über die ganze Pracht der historischen Altstadt hat. Spätestens aber nachts, wenn man sich ungestört den Kulturschätzen nähern kann und sie im Mondlicht ihre ganze dramatische Wirkung entfalten, muss man sich einfach in Florenz verlieben!

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