Leben & AlltagEinbrüche: Wie du dich wirklich schützen kannst

Mythen über Einbrecher
Einbrecher gehen nur nachts auf Beutezug? Von wegen!
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Inhalt
  1. Wann wird eingebrochen?
  2. Wie wird eingebrochen?
  3. Wo wird eingebrochen?
  4. 5 TIPPS wie du dich effektiv gegen Einbruch schützt
  5. Wie kann ich mich vor Einbrechern schützen?

Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, warnt die Polizei mehr vor Einbrechern denn je. Wir verraten dir, woher die Gefahr kommt und wie du dich am besten schützen kannst.

Wann wird eingebrochen?

Im Durchschnitt wird in Deutschland alle vier Minuten eingebrochen.

Dass Einbrecher vorwiegend nachts kommen, ist dabei ein Mythos. Die meisten Diebe kommen tagsüber - was ja auch Sinn macht, denn dann sind die Menschen arbeiten, einkaufen oder anderswo unterwegs. Während der Einbrecher in der Nacht jede Sekunde damit rechnen müsste, dass er den Schlafenden weckt, hat er tagsüber Stunden Zeit, um sich in Ruhe in der Wohnung umzusehen und alles zu durchwühlen.

Auch die Wochenenden sind beliebte Einbruchszeiten - denn dann sind die Bewohner meist unterwegs, gehen ihren Hobbys nach, machen den Wocheneinkauf oder sind bei Familien und Freunden zu Besuch.

Wer glaubt, dass die meisten Einbrüche in den Ferien, z.B. zur Sommerzeit gemeldet werden, irrt. Diebe nutzen gerne die Dunkelheit von Herbst und Winter, die schon hereinbricht, während die Bewohner noch bei der Arbeit sind.

Wie wird eingebrochen?

Entweder, indem man die Wohnungstür knackt oder über das Fenster. Heruntergelassene Rollläden helfen dabei nur wenig. Sind sie tagsüber unten, wissen die Einbrecher erst recht, dass niemand zu Hause ist.

In vielen Fällen beobachten Einbrecher zunächst das Haus, in das sie einbrechen wollen, um heraus zu finden, wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Gehören sie zu einer Einbrecherbande, verständigen sie sich mitunter durch sogenannte Gaunerzinken, die sie an die Türen oder Wände malen.

Ein kleiner Trost: Die meisten Einbrecher, versuchen mit gewöhnlichen Werkzeugen einzubrechen: Schraubenzieher, Dietrich oder Brechzangen gehören eher zu ihrem Repertoire, als Sägen oder Bohrer. Deswegen können schon kleine einbruchshemmende Veränderungen (s. unten) Diebe verschrecken.

Der Durchschnittseinbrecher versucht nur etwa zwei bis drei Minuten, in eine Wohnung einzubrechen. Knacken sie das Schloß nicht in dieser Zeit oder werden erwischt, geben sie auf - und versuchen es woanders.

Es gibt übrigens kein Versteck, dass ein Einbrecher nicht entlarven könnte. Schrankverkleidungen, Zierleisten, Dosen, Spülkästen und Co. werden von Dieben meist schon regulär durchsucht.

Wo wird eingebrochen?

Eingebrochen wird nur in noblen Gegenden mit Villen und teuren Autos vor der Tür? Ganz und gar nicht! Einbrecher sind nicht auf das große Geld aus, sondern auf viel Kleines. Ob Schmuck, etwas Bargeld, eine Spardose oder ein Laptop - kleine Wertgegenstände finden sich in nahezu jeder Wohnung.

Auch handliche Dinge, die über einen Sammler- oder Sachwert verfügen, sind bei Einbrechern beliebt. Dazu zählen auch Porzellanfiguren, Briefmarkensammlungen, Kreditkarten, Autoschlüssel oder ein kleines Gemälde, dass sich noch für ein paar Euro möglichst schnell verkaufen lässt.

5 TIPPS wie du dich effektiv gegen Einbruch schützt

Deswegen gilt: Mietshäuser sind fast schon lukrativer für die Einbrecher, als gut bewachte Villen. Irgendwo klingeln, sich als Pizza- oder Postbote ausgeben und schon ist man im Mietshaus drin und kann in die Wohnung seiner Wahl einbrechen - über die Wohnungstür.

Kein Wunder also, dass die meisten Einbrecher vor allem in Großstädten unterwegs sind. Hier gibt es viele Verstecke, viel Gewusel und vor allem: sehr viele Mietshäuser mit zahlreichen Wohnungen.

Wie kann ich mich vor Einbrechern schützen?

Eine Versicherung gegen Diebstahl und Einbruch kann den Sachwert der gestohlenen Güter ersetzen. Allerdings nicht den Erinnerungswert der Gegenstände. Auch die Angst, die nach einem Einbruch in einem aufkocht, wird durch eine Versicherung nicht gelindert: Einbruchopfer fühlen sich in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher, haben oft Schlafprobleme, machen sich Sorgen, dass so etwas erneut passieren könnte.

Besser ist es also, präventiv die Wohnung zu schützen, damit ein Einbruch gar nicht erst passiert. Inzwischen gibt es einbruchhemmende Türen und Tore, Fenster und Fassaden, Rollläden und Gitter sowie einbruchhemmende Nachrüstprodukte. Dazu zählen etwa Querriegelschlösser, Fenstersicherungen (z.B. verriegelbare Fenstergriffe), Schutzbeschläge und -rosetten und Mehrfachverriegelungen.

 

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