Beauty-ProblemEingewachsenes Haar im Intimbereich: Das kannst du tun

Ein eingewachsenes Haar im Intimbereich kann zum Problem werden
Ein eingewachsenes Haar im Intimbereich kann zum Problem werden
Foto: Istock

Ein eingewachsenes Haar im Intimbereich ist nicht nur nervig, sondern kann zu einem chronischen Problem werden. Das kannst du tun.

Besonders die Haut im Intimbereich ist empfindlich. Trotzdem wollen viele Frauen hier nicht auf die Rasur oder Waxing verzichten. Aber das führt leider oft zu eingewachsenen Haaren und Entzündungen im Intimbereich. Oft ist ein eingewachsenes Haar nur leicht entzündet. In der Rötung und dem Pickel siehst du das Haar bereits schon, das nicht durch die Haut gedrungen ist.

Im schlimmsten Fall entsteht eine Haarbalgentzündung mit Bildung eines Furunkels oder sogar Karbunkels. In diesem Fall wird das Haar erst gar nicht sichtbar. Bei einer Haarbalgentzündung bildet sich eine Entzündung im Haarbalg. Die kann sich auf zwei Arten entwickeln:

  • Furunkel: Eirtige Pustel im behaarten Bereich der äußeren Geschlechtsorgane. Rötung und Schmerzen der Haut. Es kann sich ein bis zu walnussgroßer Knoten unter der haut entwickeln, der entweder geöffnet werden muss oder sich im besten Fall selbst öffnet und so abfließt.
  • Karbunkel: Eine Verschmelzung mehrerer entzündeter Haarwurzeln. Es entstehen mehrere Knoten, die sich unter der Haut verbinden.

Haarbalgentzündungen entstehen durch den Eintritt von Bakterien  - in der Regel Staphylokokken - in bereits trockene oder geschädigte Haut. Durch Waschlotionen oder die Rasur kann die Haut bereits gereizt sein und kann den Bakterien nicht entgegen setzen. Wer das schon einmal hatte, weiß, dass das wirklich unangenehm und schmerzhaft ist und will es sicher verhindern. Das kannst du dagegen tun:

  • So selten wie möglich rasieren

Für viele Frauen ist das keine Option. Allerdings entstehen die meisten eingewachsenen Haare nur dadurch, dass man sich im Intimbereich rasiert. Die Haut wird gereizt oder verletzt. Dadurch wird der Haarwuchs irritiert. Wer sich also oft mit Entzündungen rumschlägt, der sollte möglichst selten rasieren. Stattdessen die Haare lieber kurz schneiden. Aber ebenfalls: Vorsicht mit der Schere!

  • Keine engen Hosen anziehen

Reibung ist Gift für gereizte und frisch rasierte Haut im Intimbereich. Denn durch harte Stoffe wie Jeans oder Nähte von Unterwäsche wird so viel Reibung aufgebaut, dass Haare noch schneller einwachsen. Wer sich rasiert, kann das abends tun und danach eine bequeme Hose anziehen. Wer sich morgens rasiert, sollte lieber zum Rock mit Strumpfhose greifen als zur Skinny Jeans.

  • Entferne das eingewachsene Haar

Wenn du ein eingewachsenes Haar entdeckst, das du dicht unter der Hautoberfläche siehst, dann löse es mit einer scharfen, desinfizierten Pinzette. Danach die Stelle mit einem Antiseptikum reinigen, damit keine Entzündung entsteht. Wichtig dabei: Sobald du Entzündungsanzeichen spürst, solltest du nicht selbst Hand anlegen.

  • Benutzte eine Zugsalbe

Leichte Entzündungen kannst du auch selbst mit einer leichten Zug- oder Zinksalbe behandeln. Diese reibst du auf das entzündete eingewachsene Haar und klebst es leicht mit einem Pflaster ab. In der Regel heilt die leichte Entzündung.

  • Warme Kompressen beschleunigen die Öffnung

Damit sich der Furunkel öffnet, können warme Kompressen helfen. Sie beschleunigen die Heilung und sorgen so dafür, dass der Furunkel sich öffnet und der Eiter schneller abfließen kann.

  • Wenn es wirklich wehtut, dann geh zum Arzt

Mit einem Furunkel und erst recht mit einem Karbunkel ist nicht zu spaßen. Wer sich unwohl fühlt, vielleicht sogar Fieber hat, der sollte schleunigst zum Arzt. Denn die Entzündung unter der Haut kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Bakterien in die Blutbahn gelangen. Das kann zu einer Blutvergiftung führen.

 

 

Kategorien: