Eisenmangel: So wichtig ist Eisen in der Schwangerschaft

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Der Eisenbedarf einer Schwangeren verdoppelt sich auf 60 mg täglich.
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Eisenhaltige Lebensmittel

Obst und Gemüse. Molkereiprodukte. Und proteinreiche Lebensmittel. Wer schwanger ist, weiß, wie wichtig die richtige Ernährung, insbesondere der Bedarf an eisenhaltigen Lebensmitteln ist. Welche große Bedeutung Eisen tatsächlich zukommt, wird den wenigsten vor Augen geführt. Eine schwangere Frau benötigt in den folgenden neun Monaten doppelt so viel Eisen wie zuvor.

Warum braucht der Körper Eisen?

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Es ist vor allem für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin bedeutend. Dieser sichert den Sauerstofftransport und garantiert so einen funktionierenden Blutkreislauf. Während der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen um fast 50 Prozent. Daher verdoppelt sich auch der Eisenbedarf und wächst auf 30 ml täglich an. Wichtig: 40 Prozent der Frauen weisen bereits vor der Schwangerschaft erschöpfte Werte. Daher ist es umso wichtiger, über den eigenen Eisenwert Bescheid zu wissen und einem möglichen Eisenmangel in der Schwangerschaft entgegen zu steuern.

Woher weiß ich, ob ich bereits von Eisenmangel betroffen bin?

Die meisten Schwangeren merken oft nicht, wenn sie an Eisenmangel leiden. Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schlappheit sind typische Symptome einer Schwangerschaft und können bei jeder schwangeren Frau auftreten. In der Regel stellt der behandelnde Arzt bereits bei der ersten Vorsorgeuntersuchung fest, ob die Hämoglobin-Werte im Normbereich liegen. Ein leichter Abfall des Wertes ist ganz normal. Sackt der Wert zu weit ab, ist es möglich, diesem mit Eisentabletten zu stabilisieren.

Kann ich einem Eisenmangel vorbeugen?

Wer auf eine eisenhaltige Ernährung achtet, muss sich in der Regel keine Sorgen um seine Werte machen. Es gibt ausreichend eisenhaltige Lebensmittel, die einem bei der Stabilisierung des Eisenwertes helfen können. Durch Beigabe von Vitamin C wird das Eisen in der Nahrung besser aufgenommen. Daher empfiehlt es sich, ausreichend Obst und Gemüse zu essen und zu jeder Mahlzeit ein Glas Orangensaft zu trinken. Vermeiden sollte man den Konsum von Tee und Kaffee. Diese beiden Genussmittel erschweren die Eisenaufnahme im Körper.

Wie wird eine Anämie behandelt?

Wer bereits unter Anämie leidet, dem werden in den meisten Fällen eisenhaltige Tabletten verschrieben. Da sich diese negativ auf den Magen-Darm-Trakt auswirken können, sollten sie immer zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Wichtig ist, dass sie in diesem Fall auf ihren Körper hören. Wer kleinste Anzeichen von Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfungen bemerkt, sollte sofort mit seinem Arzt sprechen.

Welche Frauen sind besonders gefährdet?

Zusammengefasst sind all die Frauen gefährdet, die zu wenig Eisen zu sich nehmen. Aufpassen sollte auch, wer vor der Schwangerschaft unter einer verstärkten Regelblutung litt oder mit mehr als einem Baby schwanger ist. Frauen, die von einer schwangerschaftsbedingten Übelkeit betroffen sind oder sich in einer dicht aufeinanderfolgenden Schwangerschaft befinden, müssen ebenfalls vorsichtig sein.

Wie gefährlich ist Eisenmangel während der Schwangerschaft?

Wer sich an einer eiweißreichen Ernährung orientiert und an die Anweisungen des behandelten Arztes erhält, muss sich weder Sorgen um die eigene Gesundheit noch um die Gesundheit des Babys machen. Erschreckend ist, dass jede fünfte Schwangere an Anämie erkrankt. In einigen Fällen führt Anämie zu Frühgeburt und zu einem niederen Geburtsgewicht des Babys.

Muss ich auch während der Stillzeit auf meinen Eisenwert achten?

Grundsätzlich gilt: Achten sie immer auf eine ausreichend eisenhaltige Ernährung. Wer sein Kind stillt, der sollte besonders vorsichtig sein. Eine eisenverarmte Mutter kann über die Muttermilch kein Eisen an sein Baby abgeben. Selbst wenn der Eisenspeicher des Kindes nach der Geburt gefüllt ist, passiert es nicht selten, dass dieser sich innerhalb weniger Monate leert. In diesem Fall kann es schnell zu einer Anämie des Kindes kommen.

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