Empfindliche Haut: 8 Fakten über sensible Haut

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Nicht alles, was Sie denken über sensible Haut zu wissen, stimmt auch
Foto: Istock

Gehören Sie zu den über 50 Prozent aller Frauen, die empfindliche Haut haben? Dann wissen Sie, dass sie sanft behandelt werden will. Doch was braucht sie genau? Wie beruhigt sie sich? Wir verraten, welche Weisheiten wahr sind - und welche Sie vergessen können.

Empfindliche Haut überreagiert schlichtweg

WAHR: Tatsächlich können Temperaturschwankungen, Sonne, Stress, aber auch verschiedene Nahrungsmittel oder kosmetische Inhaltsstoffe zum Auslöser für Rötungen, Spannungsgefühle oder Trockenheit werden. Um die Haut nicht zu strapazieren, sollte die Gesichtspflege möglichst frei von Zusätzen sein. Süßholz oder Dexpanthenol beruhigen gestresste Haut und stärken ihre Schutzbarriere.

Sensible Haut ist immer trocken

FALSCH: Nicht zwangsläufig. Hinter empfindlicher Haut steckt oft eine beeinträchtigte Hautbarriere. Dieser hauteigene Schutz hält eigentlich die Feuchtigkeit in der Haut zurück. Ist er gestört, entstehen Spannungsgefühle und Rötungen. Mit der richtigen Pflege kann man die Hautbarriere jedoch stärken und aktiv für ein besseres Hautgefühl sorgen.

Zur Reinigung sollte man nur Wasser nehmen

FALSCH: Auch sensible Haut muss gründlich gereinigt werden. Wasser allein kann dekorative Kosmetik oder Fette nicht vollständig entfernen. Ideal: sanfte, parfüm- und alkoholfreie Reinigungsprodukte speziell für empfindliche Haut, die ohne Abwaschen oder Reiben auskommen und dazu noch pflegend wirken, z. B. mit sogenannterMizellen-Technologie.

Es handelt sich um einen Hauttyp

FALSCH: Streng genommen ist sensible Haut kein Hauttyp, sondern ein Hautzustand. Das heißt, dass die vier Typen - trockene, normale, Mischhaut und fettige Haut - allesamt auch empfindlich sein bzw. zeitweise sensibel reagieren können. Reife Haut ist übrigens ebenfalls ein Hautzustand, kein Hauttyp!

Zwischen einer empfindlichen Haut und einer empfindlichen Seele gibt es einen Zusammenhang

WAHR: Es gibt wirklich einen Zusammenhang zwischen Charakter und Hautbeschaffenheit. Der KosmetikkonzernNivea konnte in einer breit angelegten Online-Studie zeigen, dass eine sensible Haut und ein sensibles Gemüt oft gemeinsam auftreten. Zusätzlich gibt es Erkenntnisse, dass bei allen Menschen eine enge Verbindung zwischen Emotionen und dem Hautzustand besteht. Daher können sich auch Müdigkeit, Stress und andere seelische Reize auf der Haut zeigen.

Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation helfen, die Haut zu beruhigen

WAHR:Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder Meditation verhelfen zu mehr innerem Gleichgewicht und bessern dadurch auch Hautirritationen.Auch Yoga entspannt und tut damit unserer Haut gut. Auf Bikram-Yoga sollten Sie aufgrund der hohen Temperatur von 40 °C allerdings lieber verzichten.

Besser man cremt nur selten, um die Haut nicht zu reizen

FALSCH: Es ist richtig, dass sensible Haut mit Vorsicht zu behandeln ist und möglichst wenigen Reizen ausgesetzt werden sollte. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht gepflegt werden darf. Es ist sogar besonders wichtig, mit der passenden Pflege die Hautbarriere zu stärken und die Haut zu beruhigen. So haben Rötungen, Trockenheit und Spannungsgefühle keine Chance. Wichtig: Nicht ständig das Produkt wechseln, besser bei einer Pflegelinie bleiben.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

WAHR: Führen wir über das Essen genügend Nähr- und Mineralstoffe zu, wirkt sich das positiv auf die Regenerationsprozesse der Haut aus. Sie bleibt gesund und widerstandsfähig. Andersherum kann z. B. zu heißes oder sehr scharfes Essen zu ungewollten Hautrötungen führen.

Mehr über Hautpflege finden Sie hier.

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