Endlich: Facebook erlaubt Stillfotos

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Solche Bilder waren auf Facebook lange nicht erlaubt.
Foto: iStock

#FreeTheNipple: Eine Social-Media-Kampagne geht um die Welt

Endlich dürfen wir auf Facebook Stillfotos zeigen. Nach vielen Jahren des Protests lenkt das Netzwerk jetzt ein.

Über Jahre ging Facebook hart gegen die Nutzer vor: Wer Fotos von stillenden Müttern postete, wurde verwarnt, Accounts wurden gesperrt, mindestens mussten die Fotos gelöscht werden. Obszön, so wurden die Bilder von einer der natürlichsten Sachen der Welt eingestuft. Jetzt lenkt Facebook endlich ein: Ab sofort sind Stillfotos auf Facebook erlaubt!

„Wir sind auch der Meinung, dass Stillen etwas Natürliches und Schönes ist, und freuen uns, dass es den Müttern wichtig ist, diese Erfahrung mit anderen auf Facebook zu teilen.“ Mit dieser Erklärung lenkte Facebook in dem Streit ein, der über Jahre hinweg für viele Diskussionen im Netz gesorgt hat.

Scout Willis ging oben ohne shoppen

Der Protest gipfelte in der Kampagne #FreeTheNipple. Auf dem Kurznachrichten-Dienst Twitter posteten Frauen aus der ganzen Welt Bilder von ihren entblößten Brüsten. Für Furore sorgte dabei eine Aktion von Scout Willis, der Tochter von Demi Moore und Bruce Willis. Sie ging oben ohne in New York shoppen und postete das Bild zusammen mit dem Hastag #FreeTheNipple auf Twitter und Instagram.

Von jetzt an werden wir auf Facebook also Bilder sehen, auf denen Mütter ihre Babys stillen. Selbst wenn die Brüste dabei komplett nackt zu sehen sind, will Facebook nicht dagegen vorgehen. Es ist ein erster wertvoller Schritt hin zu mehr Toleranz. Denn was online endlich möglich ist, wird hoffentlich auch im realen Leben wirken.

Noch immer wird es in vielen Ländern nicht gerne gesehen, wenn Frauen in der Öffentlichkeit, etwa in einem Café, ihr Baby stillen. Was oft dazu führt, dass die Mütter ihre Babys im Toilettenbereich füttern, einem Ort also, an dem wir selbst nie essen wollen würden. Eine Plakat-Kampagne aus den USA macht genau dieses Problem zum Thema.

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