Ernährung bei Gicht: Niedriger Harnsäurewert verringert Beschwerden

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Die richtige Ernährung kann Gicht lindern.
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Wichtige Tipps

Da die falschen Lebensmittel zu einem erhöhten Harnsäurewert führen und damit Anfälle auslösen können, spielt die richtige Ernährung bei Gicht eine wichtige Rolle. Mithilfe einer Ernährungsumstellung können die Beschwerden sogar gelindert werden.

Purine fördern Gichtanfälle

Betroffene sollten darauf achten, dass ihr Harnsäurewert im Blut möglichst dauerhaft unter sechs Milligramm pro Deziliter liegt. Ansonsten kann die Harnsäure leicht auskristallisieren und sich in den Gelenken ablagern. Die Folge sind nicht nur Beschwerden wie Schmerzen und Schwellungen, sondern auch wiederkehrende Gichtanfälle.

Auch Spätfolgen wie chronische Arthritis oder Nierensteine sind möglich. Um ihren Harnsäurewert zu senken und Gichtanfälle zu vermeiden, sollten Betroffene deshalb generell auf ihre Ernährung achten. Meiden Sie purinreiche Lebensmittel wie beispielsweise Erbsen, rohen Schinken und weiße Bohnen, denn aus dem zugeführten Purin wird im Körper zusätzliche Harnsäure gebildet.

Harnsäurewert durch Ernährungsumstellung senken

Die richtige Ernährung bei Gicht wird zusammen mit dem behandelnden Arzt bestimmt. So muss der Patient bei einem akuten Gichtanfall noch strengere Diät halten als im Normalfall. Grundsätzlich sollten Betroffene jedoch nicht mehr als 500 Milligramm Harnsäure pro Tag und 3000 Milligramm pro Woche zu sich nehmen. Am besten essen Sie wenig Fleisch, Hülsenfrüchte und bestimmte Fischsorten wie Heringe, Ölsardinen oder Sardellen. Meiden Sie außerdem Hefe und versuchen Sie, auf Innereien ganz zu verzichten, denn sie enthalten sehr viel Purin.

Mit Obst und Gemüse können Sie nicht viel falsch machen, doch etwas Vorsicht sollten Sie auch hier walten lassen: Während etwa Salat und Kartoffeln zur richtigen Ernährung bei Gicht gehören, sollten Sie sich bei Spinat und Rosenkohl zurückhalten, denn diese sind ebenfalls eher purinreich. Besonders geeignet sind hingegen Eier, Milch und Milchprodukte, da das enthaltene Eiweiß die Harnsäureausscheidung über die Niere fördert. Erzielt eine Ernährungsumstellung allein jedoch keine Erfolge, müssen bei der Therapie zusätzlich Medikamente eingesetzt werden.

Weitere Tipps zur Ernährung bei Gicht

Sofern aus ärztlicher Sicht keine Einwände bestehen, sollten Patienten zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag trinken. Erlaubt sind Leitungs- oder Mineralwasser sowie Tee und Kaffee. Gesüßte Limonaden oder Softdrinks sind eher ungeeignet. Alkoholhaltige Getränke gilt es zu meiden, da sie zum Anstieg des Harnsäurespiegels im Blut beitragen und somit die Beschwerden verschlimmern. Besonders von Bier ist abzuraten, da es obendrein auch noch reich an Purin ist. Im Zuge einer angemessenen Ernährung bei Gicht sollten Betroffene zudem Extremfälle wie Fasten, Durstphasen oder zu üppige Mahlzeiten vermeiden, da dies ebenfalls zu Gichtanfällen führen kann.

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