ExperiDance: "Sissi" ganz ohne Franz

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Foto: ExperiDance

Wer Sissi einmal ganz anders erleben möchte, ist hier richtig

Im Oktober kommt die Tanzshow "Sissi" von ExperiDance nach Deutschland. Wir durften uns die Show vorweg in Budapest ansehen.

Sissi-Fans aufgepasst: Wenn Sie nicht genug von Sissi bekommen, aber die Geschichte der österreichischen Kaiserin mal aus einer anderen Sicht sehen möchten, dann besuchen Sie doch einmal die Tanzshow "Sissi" von ExperiDance. Aber eine kleine Vorwarnung: Für Fans der Liebesgeschichte zwischen Sissi und Franz à la Romy Schneider-Filme könnte die Handlung etwas verwirrend sein.

Im Vordergrund dieser Show steht nämlich nicht die Liebesgeschichte zwischen Sissi und Franz - nein, Franz kommt nicht einmal in der Show vor! Es geht um die Zeit, die Sissi in den 1860ern allein in Ungarn verbracht hat.

In dieser Zeit soll Sissi eine Affäre mit dem ungarischen Grafen Gyula Andrássy gehabt haben. "Diese Affäre wurde zwar nie bewiesen. Doch ob wahr oder nicht, die Geschichte erzählt man sich hier, sie ist sehr berühmt", erklärt uns Regisseur Zsolt Mesko.

Franz galt als sehr steif, festgefahren und streng. Sissi war dagegen schon immer ziemlich freiheitsliebend, interessiert an Menschen und offen. Das Leben am Wiener Hof war ihr ein Graus, sie fühlte sich wie in einem goldenen Käfig. Darum genoss die Kaiserin das Leben in Ungarn - und gerüchteweise eben auch die Nähe zu diesem ungarischen Grafen Andrássy.

"Sissi war romantisch, sie liebte Pferde und tanzen und vor allem liebte sie es, mit den Menschen zu sprechen. Der ungarische Graf Andrássy war ähnlich. Er war gesellig, charmant, ging gerne aus. Er besuchte mit Sissi Pferdeshows", so Mesko weiter.

In der Sissi-Tanzshow geht es um Sissis Sehnsucht nach Freiheit und Liebe: "Es ist keine reine Hollywood-Liebesgeschichte. Sie hat wahre Hintergründe, es geht darum, wie man um seine Liebe kämpft, wie man lernt, seinen Feind zu lieben und seine Freiheit."

Gleichzeitig spielt ein Zigeunermädchen, das an Sissis Seite steht und ihren Freiheitswunsch symbolisieren könnte, eine große Rolle.

"Die Zuschauer können sich auf bekannte Musik freuen, zum Beispiel von Richard Strauß oder Franz Liszt – doch sie alle werden mit ungarischen Klängen vermischt", erklärt uns Nandor Farkas, der Orchesterleiter des Budapester Zigeuner Symphonieorchersters. 40 seiner Musiker spielen live auf der Bühne.

Spieltermine in Deutschland:

Hamburg: Mehr! Theater am Großmarkt
09.10.2015 19:00 Uhr
10.10.2015 15:00 und 19:00 Uhr
11.10.2015 19:00 Uhr

Berlin: Admiralspalast
15.10.2015 19.00 Uhr
16.10.2015 19.00 Uhr
17.10.2015 15:00 und 19:00 Uhr

Fazit:

Wenn man sich darauf einlässt, dann ist die Show wirklich gut und unterhaltend! Allerdings ist es zwischendurch schwierig der (für uns ja doch etwas ungewohnten) Handlung zu folgen. Das tut der Faszination der Show allerdings keinen großen Abbruch.

Bekommen Sie mit dem Video selbst einen Eindruck von der Show:

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