Experten-Rat: Welche Cremes brauchen Sie wirklich?

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Nicht alle Cremes machen schön, manche schaden der haut sogar.
Foto: Istock

Schönheit kann richtig ins Geld gehen: Für strahlende Augen gibt es teure Gels, Fältchen an Hals und Dekolleté kann man mit speziellen Anti-Falten-Masken bekämpfen, reichhaltige Fluids machen beanspruchte Hände wieder schön. Aber braucht man so viele Mittel?

"Nein", sagt Dr. Dieter Haarhaus, Hautarzt und Buchautor ("Lexikon der Beauty-Irrtümer", Rowohlt Verlag). "Gesunde Haut braucht viel weniger Pflegeprodukte, als uns die Werbung weismachen möchte."

Einige Spezialcremes können der Haut sogar schaden, da sie sogenannte Filmbildner wie Paraffin, Cetearyl oder Triglyceride enthalten. Diese bilden einen künstlichen Film auf der Haut, lassen sie kurzfristig glatter und weicher erscheinen. Auf Dauer stören sie aber die natürlichen Hautfunktionen . "Die Folge ist eine stark spannende und brennende Haut", warnt der Dermatologe.

Und welche Cremes braucht man wirklich? Meist genügt eine Gesichtscreme und eine Körperlotion, die man jedoch an die Jahreszeit anpassen sollte. Im Frühling und Sommer sind fettarme Mittel mit vier Prozent Urea-Anteil ideal, im Herbst und Winter sollte man zu Cremes mit bis zu sieben Prozent Fett greifen.

Creme, Salbe, Gel und Co.: Was ist der Unterschied? Der liegt beim Anteil an Fett und Wasser - und damit den Pflegeeigenschaften. Am reichhaltigsten sind Salben. Es folgen Cremes, Lotionen und schließlich die fettfreien Gele.

Für diese Körperregionen sind spezielle Cremes empfehlenswert:

Augencreme Da sie keine reizenden Öle oder Parfüme enthält, ist sie für Kontaktlinsenträger und Menschen mit empfindlichen Augen besser geeignet als normale Gesichtscreme.

Lippenschutz Bei niedrigen Temperaturen ist es sinnvoll, die dünne Lippenhaut mit einem Fettstift zu schützen. Empfehlenswerte Wirkstoffe sind z. B. Urea oder Glycerin.

Dekolleté-Pflege Weil man bei Diäten besonders schnell an der Brust abnimmt, ist dann auch eine gezielte Pflege dieser Hautpartien sinnvoll, um sie straff zu halten.

Bauch-Öle Um bei einer Schwangerschaft das Einreißen der Bauchhaut zu vermeiden, sollte man diese täglich einölen.

Fuß-Salben Wer unter starker Hornhaut leidet, sollte diese mit hochprozentigen Harnstoffsalben aufweichen. Auf Hornhautraspeln jedoch besser verzichten, da die Bildung dadurch noch angeregt wird.

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