Facebook passt Klarnamenpflicht nach Protesten von Drag Queens an

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Foto: THOMAS HODEL/Reuters/Corbis

Zukünftig sind auch Künstlernamen gültig

Um bei Facebook Spammern und falschen Accounts keine Chance zu geben, ist es Pflicht, seinen offiziellen Namen zu verwenden. Bisher schloss diese Regel auch Personen mit Pseudonymen ein - allen voran Drag Queens.

Aus der Drag-Szene gab es einige Proteste gegen Facebooks Klarnamenpflicht, da man mit Pseudonymen und Künstlernamen kurzen Prozess gemacht hatte: Die betreffenden Accounts wurden vom sozialen Netzwerk einfach gelöscht.

Das ließen sich die Drag-Queens Lil Miss Hot Mess und Sister Roma nicht gefallen und stiegen erbost auf den neuen Facebook-Konkurrenten Ello um. In einer offiziellen Erklärung entschuldigte sich Facebook-Manager Chris Cox gestern für den Umgang mit den Künstlern und versicherte, dass sie ihre Accounts zukünftig wieder normal nutzen könnten: "Wir wollen, dass alle bei Facebook den Namen benutzen, den sie auch im echten Leben verwenden. Für Sister Roma ist das Sister Roma und für Lil Miss Hot Mess ist das Lil Miss Hot Mess."

Zuvor hatte eine unbekannte Person hunderte ähnliche Accounts als falsch gemeldet und so für deren temporäre Löschung gesorgt. Laut Chris Cox sei es schwierig für Facebook-Mitarbeiter zu unterscheiden, welche Accounts echt und welche gefälscht seien, obwohl wöchentlich hunderte davon kontrollieren werden würden.

Sister Roma und Lil Miss Hot Mess freuten sich jedenfalls über die Facebook-Entschuldigung und wandelten ihre geplante Protestveranstaltung kurzerhand in eine Siegesfeier um.

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