Falten vorbeugen: Diese Jungbrunnen helfen

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Anti-Aging Wirkstoffe

Retinol, Peptide, Q10 - solche Mittel sollen Falten vorbeugen. Aber was leisten diese "Altersbremsen" denn nun wirklich?

A Antioxidantien

Antioxidantien sind so etwas wie Bodyguards. Sie bremsen die Hautfeinde Nr. 1 aus, die freien Radikale. Das sind aggressive Moleküle, die sich bei Stress und durch UV-Strahlen bilden und die Haut altern lassen. Antioxidantien wie Vitamin C und E machen die freien Radikale für die Zellen unschädlich. Darum stecken sie besonders häufig in Anti-Aging-Cremes .

B Botox

Sein vollständiger Name lautet Botulinumtoxin A - ein echtes Nervengift, das von Bakterien gebildet wird. Fachärzte injizieren es in die Haut, das Gift lähmt jene Muskeln, die für Mimikfalten verantwortlich sind - wie z. B. die Zornesfalte auf der Stirn. Die Haut wirkt straffer, jedoch kann die Ausdrucksfähigkeit des Gesichts verloren gehen, wie man es bei Schauspielerin Nicole Kidman sehen konnte. Der Effekt hält bis zu vier Monate an. Dann muss die Wirkung aufgefrischt werden.

C Ceramide

Diese hauteigenen Lipide (Fette) kommen als Bestandteile in der Hornschicht vor - also in der obersten Hautschicht. Sie schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und machen sie schön geschmeidig. Fehlen sie, wird die Haut trockener und anfälliger für Fältchen. Leider nimmt die Anzahl der Ceramide im Laufe der Zeit automatisch ab. Viele Cremes enthalten darum zum Ausgleich pflanzliche Ceramide, die Falten vorbeugen.

H Hyaluronsäure

Das Gel ist ein natürlicher Baustein des Bindegewebes und wirkt wie ein Blitzlifting, da es Wasser wie ein Schwamm speichert. Dadurch wird die Haut im Nu praller, sieht schöner aus. Da Hyaluron mit zunehmendem Alter abnimmt, wird es im Labor nachgebildet und der Haut mittels Unterspritzung oder mit Cremes wieder zugeführt (z. B. "Hyaluron-Filler Tag", Eucerin, ab ca. 16 Euro, Apotheke).

K Kollagen

Dabei handelt es sich um eine Stützsubstanz aus Eiweißen, die rund 30 Prozent unseres Bindegewebes ausmacht. Im Alter verliert das Kollagen seine Fähigkeit, die Zellen miteinander zu verbinden. Folge: Die Haut wird nach und nach schlaffer. Cremes mit pflanzlichen Kollagenen sollen ihr helfen, neue Fasern zu bilden. Zudem bringen sie die Regeneration der alten Fasern in Schwung (z. B. in "Wohltuender Festigkeitsbalsam" von Sanoflore, ab ca. 15 Euro, Apotheke).

R Retinol

Auch bekannt unter dem Namen Vitamin A, ist es der am längsten eingesetzte und besterforschte Anti-Aging-Wirkstoff . Produkte mit Retinol bewirken, dass weniger Bindegewebe abgebaut wird, und sie regen die Produktion neuer Hautzellen an. Außerdem sorgt Retinol für einen Großputz in der Haut: Es hellt Pigmentflecke auf, verfeinert das Hautbild und repariert kleine Schäden, die durch die UV-Strahlung entstanden sind.

V Vitamin C

Eines der bekanntesten Beauty-Vitamine. Es verzögert den Abbau von Kollagen, kurbelt den Stoffwechsel an und schützt die Zellen, indem es freie Radikale neutralisiert. Ein weiterer Effekt: Hoch dosiert strafft Vitamin C auch das Bindegewebe und sorgt so für ein frischeres Aussehen. Deshalb wird es auch gern für eine kurzfristige Kur von 1 bis 4 Wochen eingesetzt (z. B. "Balea Vital Pflege-Konzentrat", 7 Stück ca. 1,90 Euro).

P Peptide

Sie gelten als die neuen Superstars des Anti-Agings. Peptide sind körpereigene Eiweißbausteine, die die natürliche Regeneration der Hautzellen ankurbeln. Für Cremes werden sie entweder künstlich nachgebaut oder natürlich z. B. aus Soja gewonnen. Als Boten eingesetzt, schaffen sie es, dass die Zellerneuerung an der Hautoberfläche mit doppelter Geschwindigkeit abläuft. Dadurch sorgen sie für straffere Konturen.

Q Q10

Das sogenannte Co-Enzym ist Teil unserer Körperzellen und schützt sie vor aggressiven Sauerstoffmolekülen und damit vor einer vorzeitigen Alterung. Nach und nach oder als Folge von Stress nimmt die Konzentration von Q10 in den Zellen aber ab. Für neuen Antrieb sorgen z. B. Q10-Tabletten (Apotheke). Und auch in Cremes entfaltet der Wirkstoff seine zellschützende und zellerneuernde Wirkung.

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