Fass mich an

fass mich an
Fass mich an
Foto: Thinkstock

Sinnliche Massagetricks

Der ganze Körper ist eine einzige erogene Zone – sogar die Fersenseite. In unserem Partnermassage-Guide erfahren Sie, wie Sie welche Stellen am besten stimulieren. Wetten, Sie werden die Finger nicht mehr voneinander lassen können”‰…

Sie denken bei Massage erst einmal an verspannte Schultern und den Physiotherapeuten? Von wegen! Der ganze Körper vom Kopf bis zu den Fußspitzen ist eine wunderbare Spielwiese für leidenschaftliche Streicheleinheiten. Denn unsere Haut ist mit Millionen Sinneszellen ausgestattet, die angenehme Wärme-, Druck- oder Tastreize sofort ans Gehirn senden und im Idealfall „Lust!“ vermelden.

Schon eine minimale streichelnde Berührung kann uns in Sekundenschnelle in sexuelle Erregung versetzen, wie eine Studie der britischen St. Andrews Uni­versity zeigte. Außerdem schütten wir durch innigen Hautkontakt weniger Stresshormone aus, fühlen uns entspannter und zufriedener. Die Hormone Oxytocin und Prolaktin beginnen zu sprudeln, was die Intimität fördert und das Vertrauen zum Partner stärkt.

Zärtlicher Körperkontakt

Schade eigentlich, dass in einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2011 jeder achte Deutsche über einen Mangel an zärtlichem Körperkontakt klagte. Höchste Zeit, was dagegen zu unternehmen – mit unserem Massage-Guide für Entdeckungsfreudige. Die richtige Vorbereitung: Machen Sie es sich in einem angenehm warmen Raum bequem, auf dem Boden, einem Sofa oder Bett, und breiten Sie ein weiches Baumwolllaken oder ein flauschiges Handtuch darüber.

Logisch, dass jetzt kein Handy- oder Türklingeln stören sollte. Am besten legen Sie sämtliche Hilfsmittel wie Massageöle, Bürsten oder Bälle in Reichweite (siehe auch Kasten Seite 83), sorgen für gedämpfte Beleuchtung und, falls Sie das mögen, für sinnliche Hintergrundmusik. Wenn Sie beide sich damit wohlfühlen, können Sie gleich zu Beginn alle Kleider ablegen. Oder Sie zelebrieren das Ausziehen nach und nach, je mehr Sie sich den richtig spannenden Regionen nähern.

Aufregendes Warmkneten

Tipps zum Verwöhnen für beide Partner.

Kreisende Moves am Kopf: Die Lust beginnt im Kopf, heißt es immer so schön. In diesem Fall beginnt sie mal außen, auf dem Kopf. Bitten Sie Ihren Partner, sich entspannt hinzusetzen, etwa im Schneidersitz auf den Boden. Dann knien Sie hinter ihm und starten eine ausgiebige Trockenmassage der Kopfhaut.

Dazu die Fingerspitzen beider Hände simultan in kreisenden Bewegungen rechts und links vom Scheitel von der Stirn bis zum Hinterkopf und wieder zurück bewegen. Die Stimulation der empfindlichen Kopfhaut sorgt für angenehme Gänsehaut, breitet sich über die Haarwurzeln in Richtung Nacken und Rückgrat bis in den Unterleib aus.

Widmen Sie danach den Ohren ein paar Streicheleinheiten. Hier laufen laut Traditioneller Chinesischer Medizin jede Menge Erregungspunkte zusammen, die man durch Fingerdruck aktivieren kann. Kneten Sie Ohrläppchen und Ohrmuschel zwischen Daumen und Zeigefinger, umkreisen Sie die äußere Ohrmuschel mit dem Zeigefinger oder der Zunge, pusten Sie sanft darauf.

Energiepunkte an den Händen Massieren

Vor allem Handinnenfläche, Fingerspitzen und Handgelenk sind dank unzähliger Tast- und Sinneszellen extrem empfänglich für Streicheleinheiten. Umfassen Sie eine Hand des Partners mit beiden Händen, seine Handfläche zeigt nach unten. Nun kreisen Sie mit beiden Daumen vom Handgelenk aus über den Handrücken bis zu den Fingern und zurück.

Streichen Sie anschließend jeden einzelnen Finger Ihres Partners vom Gelenk bis zur Fingerspitze sanft aus, indem Sie mit Daumen und Zeigefinger leicht daran ziehen und dabei Drehbewegungen machen. Der Punkt genau in der Mitte der Handfläche gilt in der Akupressur als Energiezentrum. Massieren Sie ihn mit dem Daumen etwa eine Minute lang, um Ihrem Liebsten Durchhaltevermögen für die komplette Massage-Session zu verleihen.

Sanfter Druck für die Füße

Hilfe, zu kitzelig? Keine Sorge, mit dem richtigen Druck empfinden die allermeisten eine Fußmassage als sehr angenehm. Denn unsere Sohlen sind übersät mit Akupressurpunkten, die bei Berührung sinnliche Signale in den ganzen Körper senden. Nehmen Sie einen Fuß Ihres Partners in Ihre eingeölten Hände, umfassen Sie den Spann und wandern Sie mit beiden Daumen gleichzeitig in kleinen Bewegungen über die Fußsohle von der Ferse bis zu den Zehenspitzen und zurück. Die seitliche Fersenregion steht nach der Reflexzonen-Philosophie für den Beckenbereich, durch ausgiebige Stimulation regen Sie die Durchblutung im Unterleib an. Variante: Sie können auch mit geballter Faust Ihre Fingerknöchel zart auf die Sohle pressen und drehende Bewegungen machen.

Über Rücken & Po Streichen

Nun darf der Partner es sich in Bauchlage bequem machen, während Sie mit gespreizten Beinen über seinem Po knien. Ziehen Sie die Fingernägel beider Hände parallel je rechts und links der Wirbelsäule vom Nacken aus in kleinen Kurven- oder Wellenbewegungen bis hinunter zum Poansatz, erst ganz zart, dann ruhig ein wenig fester – je nach Reaktion des Partners.

Auch ein Noppenball, den Sie in Kreisen über den gesamten Rücken rollen (Wirbelsäule aussparen), verursacht wohlige Schauer. Danach die Hände einölen und mit den Fingerknöcheln der geballten Fäuste auf den Pobacken von oben nach unten und zurück streichen. Auch mal ausprobieren: mit flachen Händen leicht über den Po trommeln. Eine Abreibung mit einer weichen Bürste ist an dieser nicht ganz so empfindlichen Körperstelle ebenfalls angenehm.

Die Beine gefühlvoll bearbeiten

Bitte wenden: Der Partner legt sich auf den Rücken. Sie knien zwischen seinen leicht geöffneten Beinen und kraulen mit Ihren Fingernägeln von den Leisten aus über die Innenseiten der Oberschenkel bis zu den Waden. Sie können auch abwechselnd einen Oberschenkel des Partners mit beiden Händen anheben und mit zupfenden Bewegungen der Fingerspitzen an der Hinterseite des Beins entlangwandern. Für nicht ganz so Kitzlige: Streichen Sie mit einer Feder innen an den Oberschenkeln entlang, berühren Sie spielerisch auch die Leisten und den Schoß damit.

Nur kein Orgasmus-Stress!

Kann passieren, muss aber nicht: Wer sich von Anfang an auf den Höhepunkt fixiert, verpasst es, im Hier und Jetzt zu bleiben und zu registrieren, welche ungeahnten Empfindungen die sonst weniger beachteten Körperregionen zu bieten haben. Ob mit „Happy End“ oder ohne – eine erotische Massage bringt die Partner einander in jedem Fall viel näher, ist ein Vertrauens- und Liebesbeweis in einem. Deshalb einfach nur jede Sekunde genießen!

Die passenden Hilfsmittel

Besorgen Sie ein Massageöl, das auch die sensiblen Zonen nicht reizt, am besten Babyöl ohne Konservierungs- und Duftstoffe. Bei den Accessoires dürfen Sie sich kreativ ausleben und gemeinsam mit dem Partner experimentieren. Für unempfindlichere Regionen wie Nacken, Rücken und Po eignen sich Noppenbälle (z. B. in Sportgeschäften), Massagehandschuhe, Schwämme oder weiche Bürsten. Ganz zarte Hautpartien lassen sich toll mit feinen Materialien wie einem Seidenschal, einem Pinsel oder einer Feder reizen. Tipp: eine Perlenkette als Utensil, das für überraschende Empfindungen sorgt.

Der Bauch wird zum Mittelpunkt

Langsam geht’s ans Eingemachte … Bei dieser Technik knien Sie über dem Kopf Ihres Partners, der auf dem Rücken liegt, um ihn „von oben“ zu massieren. Das bietet ihm eine spannende Perspektive, wenn Sie nackt sind. Ölen Sie Ihre Hände gut ein, legen Sie die Handflächen flach auf den Brustkorb und gleiten Sie mit sanftem Druck und vollem Körpereinsatz nach unten bis zu den Leisten und wieder zurück. Streichen Sie dann ein paar Mal abwechselnd mit beiden Handflächen rund um den Bauchnabel.

Die beste Technik

Wie fest, wie lange auf einer Stelle, mit Fingernägeln oder ohne? Ist alles Geschmackssache. Deshalb unbedingt vorher abklären, was dem anderen gefällt, was kitzelt oder sogar schmerzt. Beim Kneten unempfindlicher Zonen dürfen Sie sich ruhig einen Pizzateig vorstellen und ordentlich zulangen. Kraulen erfordert den Einsatz der Fingernägel. Beim Streichen und Gleiten setzen Sie nur die flache Hand ein. Klopfen kann man gut mit Fäusten und den Fingerknöcheln, einzelne Partien zupfen funktioniert am besten mit Daumen und Zeigefinger. Für Fortgeschrittene bietet sich noch die Frottage an, das komplette Aneinanderreiben beider Körper, am besten von Kopf bis Fuß eingeölt.

Buchtipp

„Partnermassage heiß & erotisch“, Nicole Bailey, Goldmann, um neun Euro

Massagetechniken für sie

Männer aufgepasst: Das macht Frauen besonders heiß!

Zartes Spiel mit den Brüsten

Willkommen bei der ersten klassischen erogenen Zone! Hier befinden sich unzählige Nervenenden, die bei Berührung alle Sinne auf Erregung schalten. Das zeigt sich auch äußerlich: Die Brustwarze richtet sich auf und vergrößert sich. Manche Frauen kommen sogar allein durch Streicheln der Brust zum Orgasmus. Aber: Nicht jede mag festen Druck an den Brüsten. Tasten Sie sich langsam – mit gut eingeölten Händen – heran und fragen Sie, wenn Sie unsicher sind.

Probieren Sie zum Beispiel kreisende Bewegungen mit der flachen Hand um die Brustwarze herum. Oder kneten Sie die Nippel sanft zwischen Daumen und Zeigefinger und ziepen Sie spielerisch daran. Viele Frauen stehen drauf, wenn man ihre Brüste mit beiden Händen komplett umschließt und knetet. Auch sexy: mit dem Zeigefinger eine Acht um beide Brüste malen und die Richtung wechseln.

Verführerisches für die Vagina

Lassen Sie, am eigentlichen Hotspot angekommen, ruhig Ihre Fantasie spielen. Eine Möglichkeit ist es, Finger und Hände mal ganz aus dem Spiel zu lassen – und stattdessen andere Körperteile zum Einsatz zu bringen. Streichen Sie zum Beispiel mit Ihrem eingeölten Unterarm vom Handgelenk bis zum Ellbogen über Venushügel und Schamlippen, immer hin und zurück. Durch die breitere Oberfläche ergibt sich eine ungewohnte Stimulation.

Oder Sie stützen sich mit den Händen rechts und links neben der Taille Ihrer Partnerin ab, als wollten Sie Liegestütze machen, und pressen rhythmisch Ihren Oberkörper auf die Vagina. Wer mehr wagen möchte, versucht sich in der G-Punkt-Massage: mit dem gut eingeölten Zeigefinger im Inneren der Vagina nach einer erbsengroßen, rauen Erhebung an der vorderen Scheidenwand tasten, diese Stelle kreisförmig massieren.

Stimulation an der Klitoris

Rund 8.000 Nervenenden versammeln sich auf diesem winzigen Lustzentrum und warten nur darauf, wachgekitzelt zu werden. Spreizen Sie die Schamlippen mit Daumen und Zeigefinger einer Hand, malen Sie mit einem weichen Pinsel Kreise um die Klitoris. Trommeln Sie mit Zeige- und Mittelfinger einer Hand vorsichtig über diese hoch erregbare Zone, wenn es Ihrer Liebsten angenehm ist. Falls sie es etwas fester mag: Pressen Sie Ihren Handballen sanft und rhythmisch darauf, als würden Sie etwas nach oben schieben.

Massagetechniken für ihn

Ladys, das bringt ihn um den Verstand.

Das Perineum entdecken

Diese geheimnisvolle Vokabel entführt Sie in ein oft vernachlässigtes Reich: die Zone zwischen Anus und Hoden, auch Damm genannt. Viele Männer wissen selbst nicht, wie viel Erregungspotenzial in dieser von Nervensträngen durchzogenen Region sitzt. Streichen Sie zum Aufwärmen mit einem Seidenschal darüber oder ziehen Sie eine Perlenkette am Damm entlang. Viele Männer stehen darauf, wenn man mit eingeöltem Zeigefinger den Damm in beide Richtungen streichelt oder mit dem Daumen darauf drückt oder klopft. Übrigens: Leichter Druck auf das Perineum kann eine bestehende Erektion noch verstärken.

Die Hoden zum Hotspot machen

Achtung, höchste Vorsicht ist geboten: Hier kann jeder falsche Griff schmerzhaft sein, da die Nervenfasern der umhüllenden Haut extrem berührungsempfindlich sind. Also erst mal soft beginnen und die Intensität eventuell steigern. Zum Beispiel, indem Sie mit einer Hand eine Kuhle bilden und die Hoden damit umschließen.

Ziehen und zupfen Sie sie sanft und rhythmisch nach unten. Oder Sie nehmen den Hodensack zwischen Ihre beiden eingeölten Handflächen und verschieben die Hände gegeneinander, um einen gleitenden und reibenden Effekt zu erzeugen. Falls Ihr Liebster es angenehm findet, können Sie beide Daumen je rechts und links außen an die Hoden anlegen und sie streicheln.

Prickel-Finale mit dem Penis

Und noch ein Fremdwort, das Sie unbedingt kennen sollten: Schenken Sie einmal seinem Frenulum besondere Aufmerksamkeit, dem Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel. Diese supererregbare Stelle em-pfiehlt sich, mit der eingeölten Handfläche oder dem Zeigefinger in langsamen Bewegungen auf- und abwärts zu reizen.

Umschließen Sie nach diesem Auftakt sein bestes Stück mit einer Hand und lassen Sie Ihren Daumen in wechselnder Richtung verführerisch um die Eichel kreisen. Zum krönenden Abschluss können Sie ihm noch eine schlüpfrige Dreh-Massage bieten, die ihm ziemlich sicher den Atem rauben wird: Nehmen Sie seinen Penis in Ihre eingeölten Hände, eine Faust liegt dabei über der anderen. Nun drehen Sie die linke Faust ganz langsam und mit leichtem Druck in Richtung Uhrzeigersinn und wieder zurück, mit der rechten Faust machen Sie die Gegenbewegung.

Mehr Tipps für viel Spaß im Bett finden Sie hier >>

Kategorien: