Faulenzer leben gesünder – und so geht’s!

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Lasst uns alle Faulenzer sein!
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Werden Sie professioneller Faulenzer - es ist gesünder als Sie ahnen

Faulenzer kriegen nichts auf die Reihe? Denkste! Untersuchungenbeweisen genau das Gegenteil: Wer das Nichtstun beherrscht, ist zu Hochleistungen fähig.

Heutzutage scheint alles zu rasen: die Autos werden flotter, das Internet schneller, die Zeit scheint sich zu verflüchtigen. Deswegen glauben wir, mit unserer Freizeit etwas Sinnvolles anstellen zu müssen - keiner will mehr ein Faulenzer sein.

Sport machen, Freunde treffen, Einkaufen gehen, eine Sprache lernen und die neuen Bestseller lesen. Dann ist ja noch der Kinofilm angelaufen, ein neues Theaterstück wird aufgeführt und eigentlich müsste man ja wieder die Familie besuchen. Mit anderen Worten: Der Freizeitstress beherrscht uns!

Unsere Lebenszeit ist begrenzt, schon klar, deswegen soll sie ja gut genutzt werden. Doch entspannend ist das alles summa summarum nicht, wenn wir ehrlich sind. Aber gerade das haben wir in der stressigen Zeit nötiger denn ja: Einfach mal Nichtstun!

Psychologen, Managementtrainer, Ärzte und Lebensberater haben eine alte chinesische Weisheit ausgegraben, die heute aktueller ist denn je: „Beim Nichtsmachen bleibt nichts ungemacht“ lautet sie.

Biologen können das nur bestätigen – und betonen sogar den gesundheitlichen Aspekt des Nichtstuns. Denn was mit unserem Körper dabei passiert, ist laut Untersuchungen eine ganze Menge:

- der Blutdruck wird gesenkt

- die Durchblutung gefördert

- der Energiehaushalt verbessert

- der Stress pegel reduziert

- das Immunsystem gestärkt

Alles in allem ergibt: Faulenzer leben tatsächlich gesünder! Ein Grund mehr, es ihnen nach zu machen. Wenn Sie jetzt glauben, es sei nichts einfacher als das: Weit gefehlt! Vor allem in den industrialisierten Ländern wie Deutschland wird das süße Nichtstun verspottet.

Nichtstun gleicht dem Faulenzen und wer will schon als faul betitelt werden? Das schlechte Gewissen schleicht sich ein, die Stimme im Hinterkopf macht uns Vorwürfe, warum wir nichts ‚sinnvolles‘ mit unserer Zeit anfangen.

Doch so sinnlos wie wir glauben, ist das Nichtstun gar nicht, sagt der Soziologe Frédéric Lenoir : "In diesen Zeitabschnitten, in denen ich Druck ablasse, tankt mein Geist neue Energie." Laut Lenoir ist man nach einer Phase des Nichtstuns effizienter bei der Arbeit, "etwa zehn Mal so hoch", sagt Lenoir, der mit seinem Bucht "Was ist ein geglücktes Leben?" einen Bestseller landete.

Die New Yorker Lifestyle-Reporterin und Autorin Karen Salmansohn geht noch weiter und behauptet: "Durch Innehalten und Nichtstun kommt man schneller vorwärts – und man kann dadurch klüger entscheiden.“ Der Grund: Wenn man einfach nichts tut und die Gedanken schweifen lässt, kommt man auf die verrücktesten Ideen – und vielleicht auch unbewusst zu Lösungen für Probleme. Folgt dagegen eine Aktivität auf die andere, bleibt für’s Gedankenschweifen keine Zeit.

Hier 7 Tipps, die Ihnen zum professionellen Faulenzer-Dasein verhelfen:

1. Lehnen Sie sich zurück und schließen Sie für fünf Minuten die Augen.

2. Denken Sie an eine Situation, in der Sie sich wohl gefühlt haben (z.B. an den letzten Urlaub).

3. Vielen Menschen hilft es, entspannende Musik zu hören – am besten nur Melodien, ohne Gesang.

4. Achten Sie auf Ihre Atmung , wie sie ein- und ausatmen.

5. Machen Sie diese 5-Minuten-Entspannung zu Ihrem Ritual (z.B. immer vor dem Schlafengehen oder jeden Morgen bevor sie in den Tag starten).

6. Irgendwann sind Sie so geübt darin, dass Sie lernen die Zeit zu vergessen und die Ruhezeit zu steigern auf zehn, zwanzig, dreißig Minuten.

7. Dabei kann ihnen auch ein Spaziergang durch die Natur helfen (am besten ohne dabei Musik zu hören – lauschen Sie den zwitschernden Vögeln, achten Sie mal auf Ihre Atmung, mal auf den Rhythmus Ihrer Schritte).

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