SchwangerschaftFeindiagnostik: Baby-Untersuchung mit Überraschung

So manche Feindiagnostik-Untersuchung in der Schwangerschaft endet mit überraschendem Ergebnis in Sachen Geschlecht.
So manche Feindiagnostik-Untersuchung in der Schwangerschaft endet mit überraschendem Ergebnis in Sachen Geschlecht.
Foto: iStock

Von der Feindiagnostik-Untersuchung ihres Babys und einem sehr überraschenden Ergebnis schreibt hier Nina Kämpf, werdende Mama und Schreiberin des Mama-Blogs  „mamaaempf.com".

Eine volle Hose ist nicht immer eine volle Hose

„Und nun liege ich hier. Morgens um 6 Uhr mit ganz müden Augen, einem warmen Kakao in der Hand und einem trampelnden Baby im Bauch. Dieser Satz ist eigentlich ziemlich irrelevant für die kommende Geschichte, aber ich wollte unbedingt das trampelnde Baby erwähnen. Also gut, spulen wir zwei Tage zurück...

Komischerweise war ich vor der Feindiagnostik-Untersuchung meines Babys nicht besonders aufgeregt. Ich habe die letzten Tage ja mehr als genug von unserer Sonne mitbekommen. Versteht mich nicht falsch, kein Tritt ist „genug“, aber ich weiß, dass es unserem Kind gut gehen muss. Ich weiß es einfach.

Es war Montag, der erste Tag nach unserem Urlaub und der zweite große Ultraschall stand an. Vielleicht könnt ihr euch noch an die Nackenfaltenuntersuchung erinnern? Das war die erste große Untersuchung.

Bauch wächst! Nina Kämpf alias mama-aempf zeigt ihren süßen Babybauch.
Bauch wächst! Nina Kämpf alias "mama_aempf" zeigt ihren süßen Babybauch.
Foto: Sebastian Fuchs

In einer Schwangerschaft werden zusätzlich zu den herkömmlichen Frauenarztterminen drei Untersuchungen empfohlen. Die zweite Untersuchung hatten wir also heute – die Feindiagnostik. Hier wird festgestellt, ob alles dran ist, das Herz richtig schlägt, das Gehirn gut aussieht. Der Rücken geschlossen und die Oberlippe ohne Spalte zu erkennen ist. Es werden die Knochen und das Fruchtwasser ausgemessen. Die Position und Bewegung des Kindes untersucht. Und natürlich wird auch geguckt, ob das Baby nun einen Schniedel hat oder nicht.

Erstmal zu den wichtigen Dingen: Unserem Baby geht es hervorragend. Alle Werte liegen im totalen Normalbereich und es ist für die 22. Schwangerschaftswoche ausreichend entwickelt. Das Fruchtwasser sieht gut aus. Meine Luke ist dicht und es fällt nicht unten raus. Die Herztöne sehen einwandfrei aus. Puh. Auch wenn man davon ausgeht, dass alles gut verläuft, ist es doch trotzdem eine Erleichterung, es bestätigt zu bekommen.

Jetzt konnte mich nichts mehr aus der Bahn werfen, dachte ich. Wo wir doch bis jetzt von drei Ärzten gehört haben, dass unsere Sonne wahrscheinlich ein Junge sein wird. Zwar wollte es uns keiner zu 100 Prozent bestätigen, aber es sah immer wieder danach aus (wir haben sogar selber so etwas wie einen Hoden gesucht und gefunden). Seit zehn Wochen bereiten wir uns auf einen kleinen Jungen vor. Sein Name stand schon von Anfang an fest: unser kleiner #littleB. Auch wenn es mein Vorsatz war, nur beige, weiße und graue Babyklamotten zu kaufen, ist ziemlich viel blau eingezogen und die Vorstellungen von klischeehaften was-werde-ich-mit-einem-Jungen-für-ein-Leben-führen-Gedanken wurden komplett ausgelebt.

 

Der Ultraschall offenbart die große Überraschung

Ihr könnt euch sicher denken, was jetzt kommt. Da liege ich vor der großen Leinwand. Der Arzt setzt das Ultraschallgerät auf, ich erzähle noch, dass wir so wie es aussieht einen männlichen Nachkommen erwarten. Unser Arzt lächelt müde, macht ein Standbild von dem Bereich zwischen den Beinen des Babys und tippt in großen grünen Buchstaben „Mädchen“ daneben.

Und da soll mal einer sagen, mich sieht man nie sprachlos. Der Papa strahlte von links nach rechts, ich musste ihn dreimal fragen, ob das ein Scherz sei, und habe mich sofort bei unserer Sonne für die doch sehr männliche Namenswahl entschuldigt, mit der wir SIE natürlich die letzten Wochen angesprochen haben. Hoffentlich wird #littleB nicht ihr Spitzname!

Hörby (für alle die verwirrt sind, der eigentliche Name meines Freundes und Papa des Kindes ist Dennis, aber jeder nennt in Hörby – also werde ich das ab jetzt auch hier so machen), hat sich unglaublich gefreut, dass wir nun Eltern einer Tochter sind. Denn in seiner Familie gibt es bis jetzt nur Männer. Und mit nur, meine ich nur.

Es wird ein Mädchen! Das Baby von Nina und ihrem Freund Hörby im Ultraschall.
Es wird ein Mädchen! Das Baby von Nina und ihrem Freund Hörby im Ultraschall.
Foto: mamaaempf.com

Wahnsinn, wir brechen den Fluch! Die Großeltern sind komplett ausgeflippt, als wäre ein Mädchen noch toller als ein Junge. Versteh ich nicht. Den Gedanken ab nun an einen kleinen Hörby an meiner Seite zu haben, hat mir gefallen. Der Gedanke, dass aus klein Hörby jetzt klein Nina geworden ist, macht mir noch ein wenig Angst – da Hörby auf jeden Fall der Vernünftigere von uns beiden ist. Man wird immer mit seinen eigenen Waffen geschlagen, heißt es doch oder? Ab nun an werde ich alles wiederbekommen, was ich als kleines Kind bis hin zur pubertierende Oberzicke angestellt habe. Ich freu mich drauf!

 

Wie sollen wir unsere Tochter bloß nennen?

Die Namenswahl ist leider echt superschwierig. Wie oben erwähnt, waren wir uns bei einem Jungen ziemlich schnell einig. Ein Mädchen ist da um einiges schwieriger - und dass alle immer mitreden wollen, macht die Sache auch nicht besser. Kennt ihr das auch? Ich bin schon so genervt, dass wir es vielleicht bis zur Geburt komplett für uns behalten werden – also wenn wir uns dann mal entschieden haben.

Bis dahin tippe ich weiter drauf los und berichte euch von unserem schwanger-sein-Leben. Wenn ich könnte, würde ich jetzt gerne mit euch auf alle Frauen dieser Welt anstoßen. Wir bekommen eine dazu! Team Rosa - olé!

Video: Für alle, die auch noch einen Babynamen suchen - Unisex-Babynamen!

 

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