Fermentation: Warum wir in Zukunft Essig-Cocktails bestellen

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In Amerikas Bars besonders beliebt: Apfelwein-Cocktails verfeinert mit Essig.
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Getränke

Caipirinha und Pina Colada waren einmal. Wir bestellen ab sofort einen fruchtigen Cocktail, verfeinert mit Essig. Warum? Fermentation heißt das Zauberwort.

Was einen guten Cocktail ausmacht? Er schmeckt angenehm süß und wohltuend sauer. Die Geheimzutat amerikanischer Barkeeper: Essig. Fermentation nennen es die einen, verrückt die anderen.

Gwyneth Paltrow tut es, Reese Witherspoon auch und Madonna erst recht: Essig trinken. Was sich im ersten Moment merkwürdig anhört, ist es im Zweiten überhaupt nicht. Schon ein bekannter Arzt der Antike, Hippokrates von Kos, schwor auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Essig. Essig gehört zu der Gruppe fermentierter Lebensmittel. Diesen sagt man eine darmreinigende und verdauungsfördernde Wirkung nach.

Was bedeutet Fermentation?

Fermentation bedeutet laut DUDEN nichts anderes als eine 'chemische Umwandlung von Stoffen durch Bakterien und Enzyme'. Zu deutsch: Lebensmittel, die einer Gärung unterlaufen sind.

Eine Fermentation findet bei allerhand Dingen statt: Traubensaft wird zu Wein fermentiert, Getreide zu Bier und Milch zu Joghurt. Selbst Brot wird aus Sauerteig hergestellt, der erst durch die Zugabe von Mehl heranreift.

Wir sind uns sicher: Echte Cocktail-Liebhaber wird der gesundheitliche Aspekt einer Fermentation weniger interessieren. Und trotzdem sind Essig-Mixgetränke aus keiner angesagten Bar Amerikas mehr wegzudenken. Von allen fermentierten Flüssigkeiten weißt Essig den größten Anteil gesundheitsfördernder Stoffe auf. Das Nützliche mit dem Angenehmen verbindet, könnte ihr Motto sein. Wann der Trend aus Hollywood zu uns herüber schwappt, bleibt abzuwarten. Bis dahin können Sie es mit einem Glas Apfelessig am Morgen versuchen. Dem fruchtigen Essig werden ganz besondere Heilkräfte nachgesagt.