Fertigpulver Soylent: Amerikaner setzt dem Essen ein Ende!

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Soylent als Nahrungsmittel? Es soll ganze Mahlzeiten ersetzen.
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Mixgetränk

Essen als lebenserhaltende Maßnahme? So oder so ähnlich sieht Rob Rhinehart seine täglichen Mahlzeiten. So will er dem Essen mit dem Fertigpulver Soylent ein Ende setzen.

Was esse ich heute? Wenn Sie auch von dem ständigen Gedanken darüber, was es heute zu Essen gibt, genervt sind, haben wir genau das richtige für Sie: Soylent. Ein Fertigpulver, das mit Wasser angerührt wird und ganze Mahlzeiten ersetzen soll.

Soylent ist nicht irgendein Pulver. Soylent ist ein von der amerikanischen Lebensmittelbehörde „Food and Drug Administration“ anerkanntes Nahrungsmittel, das satt macht und alle notwendigen Nährstoffe für eine gesunde Ernährung liefert - erfunden von Rob Rhinehart, einem 25-jährigen Elektro-Ingenieur. Treffen wir uns in Zukunft also nur noch auf einen Soylent, statt auf eine Currywurst Pommes? Nicht ganz. Die Idee: eine andere.

Rhinehart möchte nicht die Mahlzeiten, die wir während unserer Freizeit zu uns nehmen, ausschalten, sondern die Mahlzeiten, die uns von der Arbeit abhalten. Genauer gesagt: Das Frühstück, Mittag- und Abendessen, Montag bis Freitag, fünf Tage die Woche.

Einen Becher Soylent vor dem PC oder zwischen zwei Konferenzen - die Idee des 25-jährigen US-Amerikaners hört sich befremdlich an. Sein Ideal: Sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren, um sich dann früher in den Feierabend und das Wochenende zu verabschieden. Gewöhnungsbedürftig - ähnlich wie der Geschmack. Nicht der Genuss, sondern die Funktion stehen bei Soylent im Vordergrund.

Biologin Professor Susanne Klaus verrät dem Nachrichtenmagazin EXPRESS: "Ein Pulver als ideales Nahrungsmittel anzupreisen, halte ich für fragwürdig". Wer hin und wieder zu dem faden Pulver greife, habe aber nichts zu befürchten.

Was es mit dem Namen auf sich hat? Die Idee dahinter ist mindestens genauso verrückt wie das Produkt selbst. Soylent sei eine Essens-Ressource des Harry Harrisons Science-Fiction-Roman „Make Room! Make Room!“ gewesen sein. Eine Ressource, die aus Menschenfleisch hergestellt wurde und damit eine Parallele, die sich nicht gerade rühmt.

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