Fisch zum Fest: Der große Einkaufs-Ratgeber

karpfen
In Osteuropa gibt es an Weihnachten traditionell "Karpfen blau".
Foto: RFF

Weihnachtskarpfen

Karpfen, Forelle und Saibling - mit diesen heimischen Sorten liegen Sie genau richtig. Vor allem der Karpfen hat an Weihnachten seinen großen Auftritt. Worauf Sie beim Fischkauf achten müssen und wie Sie ihn richtig zubereiten.

Forelle: Schillernder Hauptgang

So schmeckt sie: Dieser delikate Fisch hat ein feines, zart nussiges, eiweißhaltiges und relativ fettarmes Fleisch. In Deutschland wird vor allem die Regenbogenforelle gekauft und zu Weihnachten serviert.

Forelle zubereiten: Die Klassiker sind Räucherforelle, der gekochte Fisch als "Forelle blau" sowie die gebratene "Forelle Müllerin". Hierbei wird der ganze Fisch mit Haut in Mehl gewendet und zunächst in Butterschmalz knusprig gebraten und mit Butter abgerundet. Forellen im Ganzen grillen oder backen.

Gut zu wissen: Regenbogenforellen waren an den Küsten Nordamerikas beheimatet. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden sie bei uns als Speisefisch auch in Süßwasserteichen gezüchtet. Das Kilo kostet 10-13 Euro.

Saibling: In Butter ein Gedicht

So schmeckt er: Der Saibling ist der feinste aller Süßwasserfische. Sein Fleisch hat eine zartrosa Färbung, ist äußerst fettarm und besitzt eine feste Konsistenz. Im Geschmack ist er angenehm nussig.

Saibling zubereiten: Bei uns wird vor allem der Bachsaibling zum Zubereiten von Speisen verwendet. Diese Art hat ein sehr feines Aroma und lässt sich in Butter braten, dünsten und pochieren. Auch geräuchert ist er ein Genuss.

Gut zu wissen: Der Saibling gehört zur Familie der Lachsfische. Ursprünglich stammt er aus Küstengewässern und Zuflüssen des nördlichen Eismeeres. Wild gefangen ist er jedoch sehr teuer. Bei uns wird er daher meist in Aquakulturen gezüchtet - und dann zu einem Kilopreis von ca. 18 Euro angeboten. Achten Sie wie bei allen Fischen auf klare und helle Augen und leuchtend rote Kiemen - dann ist er frisch.

Karpfen: Leckere Tradition

So schmeckt er: Der ursprünglich aus Asien stammende Süßwasserfisch ist ein beliebtes Festtagsgericht. Er hat ein sehr nahrhaftes und deftiges Fleisch, dafür ist es sehr fettarm. Weit verbreitet ist der Spiegelkarpfen.

Karpfen zubereiten: In Osteuropa gibt es an Weihnachten traditionell "Karpfen blau". Aber auch hierzulande kocht man dieses Gericht. Dafür sollte man den Karpfen vorsichtig auseinandernehmen und nicht entschuppen. So wird die Schleimschicht darauf nicht zerstört, die für die blaue Farbe sorgt. Beim Fischhändler sollten Sie Tiere unter zwei Kilogramm wählen.

Gut zu wissen: Da Karpfen in Aquakulturen aufgezogen werden, gehören sie nicht zu den bedrohten Fischarten und können mit gutem Gewissen verzehrt werden. Zur kalten Jahreszeit schmecken Karpfen am besten - daher wohl auch die Tradition zu Weihnachten. Der Preis liegt bei ca. 12 Euro pro Kilo.

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