ANZEIGE

Bootcamp Fitness im Bootcamp: Was bringt das wirklich?

Sport im Bootcamp: ja oder nein?
Sport im Bootcamp: ja oder nein?
Foto: Redaktion

Es ist Dienstagmorgen um 06:30 Uhr. Ich befinde mich in Sportklamotten in einer Parkanlage in Hamburg. Irgendetwas ist hier falsch. Oder doch nicht? Nein! Es hat alles seine Richtigkeit, denn ich habe mich selbst dafür entschieden, mich für dieses Bootcamp anzumelden. Jetzt stehe ich hier, freue mich auf das, was mich erwartet und bin bereit in den nächsten 60 Minuten alles zu geben.

Ich mache regelmäßig Sport. Genauer heißt das, ich drehe mindestens einmal die Woche eine Joggingrunde um die Alster, mache HIIT Training im Fitnessstudio und besuche ab und zu einen Spinning-Kurs. Mit anderen Worten: Ich bin ziemlich fit und ich habe ein gesundes, sportliches Selbstbewusstsein. Sport macht mir Spaß und am glücklichsten bin ich, wenn ich mir nach einer erfolgreichen Trainingseinheit auf die Schulter klopfen kann.

Nasse Füße inklusive: Beim Bootcamp gibt es deshalb kein Gemecker
Nasse Füße inklusive: Beim Bootcamp gibt es deshalb kein Gemecker
Foto: Redaktion

In letzter Zeit war ich auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung. Es sollte etwas mit Teamcharakter sein. Zwei Freundinnen hatten mir immer wieder mit großer Begeisterung von ihrem Original Bootcamp erzählt. Und die positiven Effekte des Trainings konnte ich ihnen deutlich ansehen. Irgendwann dachte ich mir dann: Das ist es und habe mich direkt für mein erstes Bootcamp angemeldet. Warum? Weil mir der Gedanke gefiel, als Team zweimal pro Woche über acht Wochen innerhalb von 60 Minuten ein effektives Training zu absolvieren, das schnell zu sichtbaren Erfolgen führt. Außerdem hieß es auf der Homepage vom Original Bootcamp: "Eat. Train. Laugh."  In meinen Ohren klang das vor allen Dingen sehr sympathisch und nach ganz viel Vergnügen. 

 

Bootcamp: Was genau heißt das eigentlich?

In fast jeder deutschen Großstadt gibt es inzwischen sogenannte Bootcamps. Und die Nachfrage steigt. Kein Wunder: Schließlich wollen wir doch alle fit sein und Sport möglichst einfach in unseren Alltag integrieren. Und da hilft ein Outdoor Training, das ohne Halle und fast ohne Geräte auskommt, natürlich sehr. Zur gewählten Zeit findet man sich in einem Park in der Nähe des Zuhauses ein. Es folgt eine Stunde intensives Training. Danach geht es ab nach Hause unter die Dusche und anschließend bleibt noch genügend Zeit für die Aufgaben des Tages.

Das Schöne an diesem Sport ist, dass man nicht alleine trainieren muss. Das motiviert unheimlich! Gerade auch an den Tagen, an denen man sich normalerweise noch einmal im Bett umgedreht hätte oder auf dem Sofa versackt, wäre. Die Gruppen bestehen aus bis zu 14 Personen. In meinem Fall gab es neben mir noch sieben andere "Booties". Der Ablauf eines Bootcamps sieht vor, dass man mit ein paar Aufwärmübungen beginnt. Darauf folgt ein knackiges High-Intense-Training (HIT). Das heißt, in kurzen Zeitintervallen werden so viele Übungen wie möglich gemacht. Kraft und Ausdauer werden gleichermaßen trainiert. Das ist nicht nur ziemlich anstrengend, sondern hat auch einen hohen Nachbrenneffekt. Abschließend gibt es noch ein paar Dehnübungen.

 

Intensives Training, maximaler Muskelkater: ein gutes Gefühl!

Ich merke recht schnell, dass das Training ganz schön intensiv ist, und erreiche das erste Mal meine Belastungsgrenze. Trotzdem kann ich gut mithalten und stelle fest, dass ich mir im Fitnessstudio ruhig etwas mehr hätte zutrauen können. Die Stunde vergeht wie im Flug. Dann heißt es auf "Wiedersehen und bis Donnerstag!" Auf dem Heimweg fühle ich mich voll und ganz ausgepowert. Dieses Gefühl gefällt mir sehr und hat für mein Empfinden tatsächlich ein bisschen Suchtfaktor.

Am nächsten Morgen kann ich das Bootcamp überall spüren. Ich habe tierischen Muskelkater. Das tut zwar weh, aber ich bin auch ziemlich stolz auf mich. Denn schließlich ist der Muskelkater ein Indiz für neue Muskelwachstumsreize. Und unter anderem ist das einer der Gründe, der mich zur Teilnahme motiviert hat.

Unser Trainer Jan hat den Plan
Unser Trainer Jan hat den Plan
Foto: Redaktion
 

"Du gehst ins Bootcamp? Ist das nicht voll hart?"

Meine Freunde haben mich genau das ziemlich oft gefragt. Und meine Antwort lautete jedes Mal: "Klar ist das hart, aber das ist es mir allemal wert und außerdem kann man die Intensität selber variieren!" Schon nach zwei Wochen habe ich die ersten Erfolge gesehen. Mein Körper fühlt sich insgesamt straffer an und ich habe mehr Kraft. Außerdem bedeutet Bootcamp tatsächlich nicht das, was sich viele Leute vorstellen: Der Trainer steht nicht in einer Armyuniform vor einem und brüllt die Gruppe an. Er ist da, passt auf, dass wir alles richtig machen und motiviert, gibt Tipps.

 

Und ich werde es wieder tun!

Die acht Wochen sind schnell vergangen und am Ende stand die Frage im Raum: Will ich weitermachen? Ja, das wollte ich unbedingt! Schließlich will ich zukünftig 20 anstatt der aktuellen zehn Liegestütz schaffen. Und nicht nur das: Ich fühle mich deutlich fitter! Das fühlt sich richtig gut an. Und so habe ich mich direkt für das nächste Camp angemeldet. Und das wieder um 6.30 Uhr! Natürlich kann jeder die Uhrzeit für sich selber bestimmen, denn Original Bootcamp bietet auch Zeiten am Abend an. Mir hat es aber gefallen, so früh am Morgen Sport zu machen und zu wissen, dass ich meine Abende anderweitig nutzen kann. Außerdem konnte ich das Bootcamp am Morgen ganz wunderbar mit meinem Job, der um 09:00 Uhr beginnt, vereinbaren.

 

Vor- und Nachteile des Bootcamps auf einen Blick

Vorteile

  • Sport an der frischen Luft anstatt im stickigen Fitnessstudio
  • Kleine Gruppen, in denen Motivation und Teamgeist großgeschrieben werden
  • Vielseitiges Training mit regelmäßig variierenden Übungen
  • Gut ausgebildete Trainer, die darauf achten, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden
  • Krankenkassen übernehmen teilweise zumindest anteilig die Kosten
  • Schneller, sichtbarer Erfolg

Nachteile

  • Trainiert wird bei jedem Wetter draußen (auch bei Regen und Schnee!)
  • Zeitlich gebunden
  • 8 Wochen x 2 Trainingeinheiten kosten 175 Euro

Kategorien: