Haut-Tests
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- Reibe-Test
Das Allergen wird mit einem Mulltupfer auf die Armunterseite gerieben. Bei einer positiven Reaktion treten nach 20 Minuten Rötungen und Quaddeln auf.
Gut zu wissen: Der Reibetest ist der verträglichste Haut-Test und wird auch von Kindern gut toleriert. Er ist allerdings nicht sehr empfindlich und daher wenig aussagekräftig.
- Prick-Test
Testlösungen werden auf den Unterarm oder den Rücken getropft. Die Hautstelle darunter wird mit einer Prick-Nadel angepikst. Nach maximal 30 Minuten zeigt sich, ob die Hautstellen reagieren.
Gut zu wissen: Weil's schnell geht und nicht weh tut, ist der Prick-Test der am häufigsten eingesetzte Allergietest. Aber er reagiert oft nur bei starken Allergien und meist werden nur standardisierte Testsubstanzen benutzt.
- Scratch-Test
Die Haut am Unterarm oder Rücken wird angeritzt. Auf die Areale von einigen Millimetern Größe kommen die Allergenlösungen. Oft sind es nicht-standardisierte, so dass gut nach individuellen Allergenen geforscht werden kann. Nach etwa 20 Minuten lassen sich die Hautstellen beurteilen.
Gut zu wissen: Hier kann's weh tun oder stark jucken. Auch Kreislaufschwäche ist möglich. Bei Kindern wird der Test selten gemacht.
- Intrakutan-Test
Eine kleine Dosis des Allergens wird injiziert. Meist in den Rücken. Das Ergebnis ist nach 20 Minuten sichtbar.
Gut zu wissen: Es ist der empfindlichste Hauttest und wird oft ergänzend zum Prick- Test eingesetzt, wenn der keine Ergebnisse gebracht hat. Damit können auch schwächere Allergene ermittelt werden.
- Epikutan-Test
Die verdächtigen Substanzen werden mit Pflastern auf die gereinigte Haut von Rücken oder Unterarm geklebt. Dort bleiben sie zwei bis drei Tage, bis der Arzt die Stellen auf Rötungen untersucht.
Gut zu wissen: Dieser Test wird nicht eingesetzt, um Allergien des Soforttyps wie Heuschnupfen zu entdecken. Sein Einsatzgebiet ist der Verdacht auf Kontaktallergien, die erst nach längerer Zeit eine Reaktion hervorrufen (z. B. Nickelallergie).
- Provokations-Test
Die vermutlich allergieauslösenden Substanzen werden direkt dort aufgebracht, wo die Reaktion stattfindet. Bei Verdacht auf Heuschnupfen etwa wird die Nasenschleimhaut besprüht. Oder es werden die Augen beträufelt. Eine Inhalation kann die Auswirkung auf die Bronchien testen.
Gut zu wissen: Der Provokations-Test wird meist benutzt, wenn vorherige Haut-Tests keine Ergebnisse geliefert haben. Da er heftige Reaktionen auslösen kann, wird er immer unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt.
Blut-Tests
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- Rist-Test
Eine Blutprobe wird auf die Gesamtmenge an bestimmten Antikörpern (IgE-Antikörper) untersucht. Erhöhte Werte weisen auf mögliche Allergien hin.
Gut zu wissen: Der RIST-Test (Radio-Immuno-Sorbens-Test) ist sinnvoll, wenn bisherige Untersuchungen keine klaren Diagnosen ergaben. Erhöhte Werte sind zwar kein endgültiger Beweis für eine Allergie, aber sie zeigen, dass es einen Erstkontakt zwischen dem Allergen und dem Immunsystem gegeben hat.
- Rast-Test
Eine Blutprobe wird mit Filterpapieren untersucht, die mit Allergenen beschichtet sind. Enthält sie Antikörper gegen die verwendeten Allergene, binden diese sich an die Substanzen im Filterpapier.
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Gut zu wissen: Der RAST-Test (Radio-Allergo-Sorbens-Test) zeigt, ob und wie stark ein Patient auf einen bestimmten Stoff reagiert. Er ist also genauer als der RIST-Test. Um aber wirklich sicherzugehen, dass nicht nur eine Sensibilisierung, sondern eine tatsächliche Allergie vorliegt, müssen weitere Tests durchgeführt werden (zum Beispiel Provokations-Test, Auslassdiät).
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