Fliegende Haare: Was tun gegen elektrische Haare?

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Passiert im Winter ständig: Kaum ist die Mütze vom Kopf, stehen die Haare in alle Richtungen ab. Statische Aufladung entsteht durch Reibung, trockene Heizungsluft und fehlende Feuchtigkeit.
Foto: Getty Images

Haare im Mützenstress

Schön verpackt ist alles bestens. Aber kaum nehmen wir die Mütze ab, ist die Mähne platt. Oder krisselig. Oder aufgeplustert wie nach einem Stromschlag. Ein paar Tricks zur Vorsorge und Versöhnung.

Wie entstehen fliegende Haare?

Als sei das trübe Winterwetter nicht schon schlimm genug, sehen unsere Haare nach einem Marsch mit Mütze meist aus wie die von einem Rockstar nach einer durchzechten Nacht. Grund: Die Haare sind trockener als im Sommer, werden daher nicht nur schnell platt, sondern auch stumpf, strohig und krisselig. Problem Nummer zwei: Nehmen wir die Mütze ab, entstehen fliegende Haare, als sammelten sie Meilen im Vielfliegerprogramm. Schuld daran ist fehlende Feuchtigkeit . Ohne die kann die natürliche elektrische Strahlung, die jeder von uns aufnimmt und wieder abgibt, nicht abfließen - unser Schopf kriegt also die volle Ladung ab.

Was kann man gegen fliegende Haare machen?

Im Winter gilt: Viel hilft viel. Also schon beim Waschen ein Shampoo benutzen, das viel Feuchtigkeit ins Haar schleust. Absolutes Muss - ob Sie nun Mütze tragen oder nicht - bitte nach jeder (!) Wäsche eine Spülung verwenden. Zusätzlich das Haar einmal in der Woche kuren. Merke: Bei Pflegeprodukten darf 's jetzt gern mal eine Stufe intensiver sein. Eine gute Investition ist auch ein so genannter Ionen-Föhn . Der gibt winzige negativ geladene Teilchen (Ionen) an das Haar ab, die Feuchtigkeitspartikel aus der Luft ziehen und ins Haar schleusen. Und noch ein Tipp: Öfter mal auf einem Seidenkissen schlafen. Das raut die Haare weniger auf.

Fliegende Haare: Das sollten Sie bei Ihrer Mützenwahl beachten

Bitte bedenken, bevor Sie zum Objekt der Begierde greifen: Wollmützen fördern die elektrische Aufladung der Haare. Wer feine Haare hat, sollte also lieber die Baumwollvariante wählen. Auch gut: eine Nummer größer kaufen, denn zu enge Kopfbedeckungen fördern Spliss. Und falls Ihr Haar zur Zeit öfter mal "Leise rieselt der Schnee" anstimmt, sollten Sie ein Kopfhautserum benutzen. Die Ursache für Winterschuppen ist nämlich meist zu trockene Kopfhaut und nicht der Pilz, der die "regulären" Schuppen verursacht. Und damit es später nicht angeklatscht aussieht, tragen wir vor dem Föhnen ein Ansatzspray auf (übrigens auch ein guter Kumpel für das kurze Mähnen-Make-up zwischendurch).

Die Haare fliegen trotzdem? Das hilft sofort

Womit wir beim Finale wären ... Wenn die Mütze runter ist, unbedingt zu einem Kamm mit Goldauflage greifen oder eine Bürste mit Naturborsten wählen - Metallstyler fördern elektrische Haare. SOS-Tipp gegen Krisselsträhnen: Anti-Frizz-Produkte (gibt es als Fluid zum Einmassieren oder als Spray). Ihr Geheimnis: Sie arbeiten meist mit Silikonen, die poröse Stellen sofort kitten. Und gegen Fliegeralarm auf dem Schopf helfen Anti-Statik-Sprays.

SOS-TIPPS gegen Mützen-Malheurs und fliegende Haare

Erste Möglichkeit: Vor dem Mützetragen keine Stylingprodukte auftragen, Haare danach in Form schütteln. Dann erst fixieren. Zweite Möglichkeit: Wenn die feine Mähne richtig platt liegt, über Kopf kämmen, wenn möglich kurz anföhnen. Haarspray darauf, auskühlen und in Form zupfen. Dritte Möglichkeit: ein Pferdeschwanz verzeiht jedes Häubchen!

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