Folge 1: Yoga

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Yoga tut gut
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Wellness-Serie

Die große Wellness-Serie aus der Fernsehwoche:

FOLGE 1 Yoga

FOLGE 2 Zeit für mich

FOLGE 3 Qi Gong

FOLGE 4 Autogenes Training

FOLGE 5 Muskelentspannung

FOLGE 1: YOGA

In Indien weiß man seit Jahrtausenden um seine Heilkraft. Auch bei uns ist Yoga im Kommen. Kein Wunder: Die sanften Übungen halten fit und harmonisieren. Und der Einstieg ist kinderleicht

Es wirkt auf den gesamten Körper, fördert seine Selbstheilungskräfte, kommt fast ohne Hilfsmittel aus und wirkt effektiv gegen viele Krankheiten, unter denen Stressgeplagte leiden: Immer mehr Menschen entscheiden sich für Yoga - schon vier Millionen Bundesbürger praktizieren es. "Ziel von Yoga ist es, die eigenen phyischen und mentalen Kräfte voll ausschöpfen zu können", sagt Anna Trökes, Yogaexpertin aus Berlin.

Die drei großen Bereiche des Yoga

In Deutschland wird vor allem das sogenannte Hatha-Yoga praktiziert. Dazu zählen Körperübungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayamas) und Medititationstechniken (Dharayanas).

Die Asanas lösen Verspannungen, indem sie verkürzte Sehnen und Muskeln wieder in den Ausgangszustand zurück bringen. Jede Stellung wird einige Minuten konzentriert beibehalten.

Die Pranayamas wirken positiv auf die seelische Verfassung, sollen einen Zustand der Harmonie herstellen. Die wichtigste Atemtechnik ist die tiefe Bauchatmung.

Bei den Dharayanas, die oft im klassischen Lotossitz (Anfänger starten im Schneidersitz) durchgeführt werden, lenkt man die Konzentration auf Atmung und Körper. Die Hinwendung nach innen, zu Ruhe und Konzentration, vollzieht man durch geistige Bilder, wie z. B.: "Ich ruhe in meiner Mitte", oder "Energie durchströmt meinen Körper."

Die heilende Kraft

Seine vielen positiven Effekte auf den Körper wurden in mittlerweile 22 klinisch kontrollierten Studien bestätigt. Yoga hilft bei Asthma, Arthrose, chronischer Bronchitis, Herz-Kreislaufstörungen, Neurodermitis und Nackenverspannungen. Regelmäßig praktiziert kann es sogar den Spiegel des schädlichen LDL-Cholesterins senken. Und 80 Prozent aller Herzpatienten könnten eine Bypass-Operation vermeiden - durch Yoga. Ganz nebenbei stärkt es das Immunsystem und schützt vor Erkältungsviren.

Die Voraussetzungen

Bei all den guten Nachrichten überrascht es beinahe, dass die Bewegungsmethode nicht ganz ohne Risiken ist. Passieren kann aber nur etwas, wenn man sich falsch bewegt oder der Halteapparat und die Bänder noch nicht gefestigt sind. Bluthochdruckpatienten sollten nicht allzu lange auf dem Kopf stehen, ein Bandscheibengeplagter kann ebenfalls nicht jede Übung ausführen.

Schwangere sollten unbedingt ihren Arzt fragen, Menschen mit Wirbel- und Muskelschäden dürfen gar kein Yoga ausüben - oder ebenfalls nur nach Rücksprache mit ihrem Facharzt. Einige Aktive fallen nach ein paar Monaten in ein leichtes Stimmungstief. Das ist ganz normal, es gehört zum Selbstreinigungsprozess des Körpers.

Die ersten Schritte zur inneren Harmonie

Starten Sie mit dem Sonnengruß, einer vitalisierenden Abfolge von fünf Übungen in den Tag. Sie brauchen: eine weiche Yogamatte (am besten aus Schafswolle), eine rutschfeste Matte, eine Sitzhilfe (z. B. ein zusammengerolltes Handtuch) - und 30 Minuten absolute Ruhe.

Als Ort suchen Sie sich am besten einen ungestörten, etwa drei Quadratmeter großen Bereich. Auf vollen Magen übt es sich schwer: Die letzte Mahlzeit sollte mindestens zwei Stunden zurückliegen. Da Yoga fit und wach macht, ist der Morgen ein idealer Zeitpunkt.

Bei allen Yoga-Übungen sollte man stets auf eine gute Körperhaltung achten, gleichmäßig in den Bauch atmen und den Körper keinesfalls überfordern. Die Muskeln dürfen ziehen, aber nicht schmerzen. "Wer nach dem Yoga Muskelkater bekommt, hat etwas falsch gemacht", so Yoga-Expertin Anna Trökes. "Man sollte immer auf den Körper hören und bei Schmerzen sofort innehalten oder die Probleme mit einem Yogalehrer besprechen." Am besten besuchen Sie einen Kurs.

Adressen und Infos gibt's beim Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (Tel.: 0551/797 74 40).

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