Fortbildung: Für wen sich was lohnt

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Für`s Leben lernen
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Fit für den Traumjob: Frauke Wille, Expertin der Bundesagentur für Arbeit, sagt, für wen sich welches Angebot lohnt.

ELTERNZEIT

Andere Computerprogramme oder Maschinen − in den meisten Branchen gibt es schnell Neues. Wiedereinsteigerinnen müssen immer dazulernen.

Das lohnt sich: Agentur für Arbeit und Industrie− und Handelskammer (IHK, Telefon: 01 80/ 1 00 28 62) bieten "Wiedereinsteigerinnen-Kurse" in Vollzeit (ganztägig) und Teilzeit (stundenweise) an, zum Beispiel MS-Office und Wirtschafts-Englisch. Sprachkenntnisse kann man gut mit E-Learning (Internetkurse) oder im Fernunterricht aufbessern.

Tipp: Mit Kollegen in Kontakt bleiben, damit man erfährt, was neu oder anders ist.

So wird es finanziert: Die Agentur für Arbeit fördert viele Trainings, Seminare und Kurse, die bis zu zwölf Wochen dauern, zahlt Lehrgangsgebühren, Fahrtkosten, Lernmaterialien. Übrigens: Kinderbetreuungs-Kosten werden mit 130 Euro pro Monat bezuschusst!

ARBEITSLOS

Wer im erlernten Beruf in der näheren Umgebung keine Stelle findet, kann eine Umschulung machen oder in Kursen und Seminaren Neues dazulernen.

Das lohnt sich: Im Bereich Wellness/Gesundheit gibt es für Frauen viele interessante Berufsfelder: Wellnesstrainerin (arbeitet beispielsweise in Sporthotels, stellt Wellness-Pakete zusammen) oder Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen (zum Beispiel in Krankenhäusern, koordiniert Gesundheitsprogramme). Umschulungs-Anbieter: IHK oder IST-Studieninstitut GmbH (Telefon: 0800 - 478 08 00).

Weiterbildungen im gelernten Beruf lohnen sich im handwerklichen Bereich − zur Fachkauffrau der Handwerkswirtschaft oder Industriemeisterin. Beratung und Kurse bieten der Zentralverband des Deutschen Handwerks (Telefon: 030 - 20 61 90) oder Initiativen wie die rheinland-pfälzische Aktion www.morgen-meister.de .

So wird es finanziert: Von der Agentur für Arbeit gibt es Bildungsgutscheine, damit kann man Kursgebühren, Fahrtkosten, Lernmaterialien bezahlen. Vorher checken: Wie gefragt ist der Beruf, für den ich mich umschulen lasse? Von der Arbeitsmarktsituation (gibt es freie Stellen?) hängt es ab, ob man gefördert wird.

LANGEWEILE

Wer sich im Job unterfordert fühlt, kann sich neben der Arbeit weiterqualifizieren.

Das lohnt sich: Schulabschlüsse (mittlere Reife, Abitur) an Abendschulen oder per Externenprüfungen nachholen. Anbieter: Volkshochschulen , private Bildungsträger wie die Studiengemeinschaft Darmstadt (Telelon: 06157-80 60). Viele Unternehmen bieten Fortbildungen nach Dienstschluss an, zum Beispiel Englisch-, EDV-Kurse, Online-Schulungen. In der Personal-Abteilung nachfragen.

So wird es finanziert: Einige Betriebe übernehmen beziehungsweise beteiligen sich an Kosten. Besonders wenn die neuen Kenntnisse direkt im Job angewendet werden können (an neuer Software, Maschinen). Staatliche Förderungs-Möglichkeiten: BAföG und Ausbildungskredite (Infos: Bildungsverwaltungsamt, Telefon: 0221-75 80) Außerdem kann man Kursgebühren als "Werbungskosten" von der Steuer absetzen. (Infos: Lohnsteuerhilfevereine , Telefon: 06321-490 10 oder das zuständige Finanzamt).

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