Für schönere ErinnerungenFotograf plädiert für Hochzeitszeremonie ohne Smartphones

Der Augenblick, wenn die Braut langsam auf den Altar zu schreitet, ist etwas ganz Besonderes. Blöd nur, wenn alle sie nur durch die Kameralinse ihres Smartphones sehen. Besser ist es, wenn alle Handys und Co. aus sind.

Eine Hochzeit ist ein einmaliges und sehr bewegens Ereignis: Natürlich soll jeder einzelne Moment festgehalten werden. In unserer Zeit, in der Smartphones allgegewärtig sind, ist es zu jeder Zeit möglich, Videos und Fotos aufzunehmen. Aber ist das wirklich notwendig?

Das Foto unten zeigt eine ganz normale Trauungszeremonie - allerdings einmal aus einer anderen Perspektive. Denn der Hochzeitsfotograf Thomas Stewart nutzt diese Aufnahme, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, das ihm sehr am Herzen liegt.

Anstatt nämlich ihre Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Zeremonie zu richten, die direkt vor ihren Augen stattfindet, betrachtet ein Großteil der Gäste das Geschehen lieber durch die Kamera ihres Smartphones. In ihrem Wahn, die Trauung festzuhalten, drängeln sich die zu sehenden Damen sogar so sehr auf dem Gang, dass sie dem Bräutigam die Sicht auf seine wunderschöne Braut rauben. Muss das wirklich sein?!

Thomas Stewart sagt: Nein.

Seine Bitte an Brautpaare lautet wie folgt: "Habt eine Trauung ohne Smartphones."

"Wenn ihr eine Hochzeit plant, denkt bitte über folgende Punkte nach:

1. Mit ihren Smartphones, iPads und Kameras kommen eure Gäste eurem Fotografen in die Quere. Sie wissen nicht, wie sie sich euch nicht im Weg stehen. Sie ruinieren damit viele eurer Hochzeitsfotos. Ihr bezahlt einem Fotografen eine gute Stange Geld. Das bedeutet, dass ihr schöne Fotos möchtet. Wir Fotografen können aber nicht unsere beste Arbeit abliefern, wenn uns ständig jemand im Weg herumsteht.

2. Dieselben Gäste werden EUCH im Weg stehen. Ihr werdet Momente eurer eigenen Hochzeit verpassen, weil sich euch auf einmal ein iPad in den Weg stellt. Ihr werdet zum Beispiel nicht das Gesicht eures Partners auf dem Weg zum Altar sehen können.

3. Die Fotos der Gäste sind meistens nicht gut. Es tut mir leid, aber es stimmt. Man kann keine guten Bilder mit einer Handykamera von einem sich bewegenden Objekt machen, wenn es um einen herum auch noch relativ dunkel ist. Damit haben sogar viele professionelle Fotografen ihre Probleme.

Und zu guter Letzt das Allerwichtigste:

4. Stellt euch vor, ihr befindet euch mitten in eurer Trauungszeremonie. Ihr seid überwältigt. In diesem Moment entscheidet ihr euch, einen kurzen Blick auf eure Gäste zu werfen, von denen ihr euch sicher seid, dass sie diesen atemberaubenden Augenblick mit euch teilen. Vielleicht fließt sogar die eine oder andere Träne. Doch alles, was ihr seht, sind Gesichter, die hinter Kameras und Smartphonebildschirmen verborgen sind! Ich bezweifle, dass ihr dieses Bild vor Augen haben möchtet, wenn ihr euch an eure Hochzeit erinnert."

Definitv ein guter Rat, den wir unterstützen. Es ist doch viel schöner, die Trauung mit eigenen Augen zu verfolgen. Als Erinnerung dienen die Bilder des professionellen Fotografen. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Wir machen viele Bilder mit unseren Smartphones und Digitalkameras, die wir uns nie wieder ansehen.

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