Franziskas dritter Post

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Ballettratte Franziska
Foto: Franziska Maier

Franziskas Ernährungstagebuch

Vom „sterbenden Schwan“ zur Ballettratte der anderen Art ...

Vom „sterbenden Schwan“ zur Ballettratte der anderen Art ...

Meinen heutigen Blog-Beitrag möchte ich ganz dem „Ballett“ widmen, doch keine Sorge, es werden keine Aufführungen rezensiert. Nein, im Gegenteil, seit Jahren habe ich eher ein etwas zwiespältiges Verhältnis zum Ballett, da ich als kleines Mädchen doch eher ungern die Ballettstunden besuchte ...

Als meine vier Jahre ältere Schwester regelmäßig ins Ballett ging, wollten meine Eltern natürlich, dass die „Kleine“ der „Großen“ in nichts nachsteht. Also wurde ich auch bei unserer Lehrerin, mit dem Namen Frau Kirsche, angemeldet. Frau Kirsche war eine typische Ballettlehrerin: schlank, nicht mehr die Jüngste, mit grauem Dutt und hin und wieder einem Stab in der Hand, den man auch mal auf den Beinen zu spüren bekam, wenn man diese nicht richtig durchstreckte.

Die ersten Ballett-Schritte

Als ich also 5 Jahre alt war, bekam ich mein erstes Ballettröckchen und war schlichtweg begeistert davon. Außer Dehnübungen und einem unkoordiniertem Herumgehüpfe konnte man bei der Gruppe noch kein Ballett erkennen. Dennoch wurden wir bei der jährlich stattfindenden Weihnachtsfeier integriert und sollten Küken spielen – mit gelbem Tutu und gelber Haube boten wir einen doch liebreizenden Anblick. Jedoch sollten wir für unseren rund fünfminütigen Auftritt noch Spagatsprünge präsentieren, die allerdings eher an den Sprung eines Frosches erinnerten als an graziles Ballett.

Jedenfalls ließ an diesem Abend meine Begeisterung noch mehr nach, nachdem ich von Frau Kirsche extrem gerügt wurde, da ich es wagte, durch den geschlossenen Vorhang zu linsen, um meine Familie zu suchen. Einer Diva gleich beschloss ich, dass ich nicht auftreten werde! Und Frau Kirsche musste mich erstmal überreden, dass ich dann doch als Küken mein Ballettdebut gab! Bei diesem Auftritt sollte es dann jedoch bleiben, da ich einfach keine Lust mehr auf das Tanzen hatte und schon gar nicht den Drill, den man beim Ballett zu spüren bekam.Eigenartigerweise wollte es der Zufall jedoch, dass ich durch meine Piloxing-DVD wieder auf den Geschmack kam ... hierbei wurden ein paar Ballettübungen integriert, die doch sehr effektiv für die Beine und den ganzen Körper waren und meine Neugier war wieder einmal geweckt worden!

Die Suche nach dem perfekten Workout

Wie immer durchforstete ich das Internet nach Ballett-Workout-DVDs und sah vor lauter Erstaunen, dass es immens viele davon gibt! Da gab es einerseits Richardo Giorlas „Cardio Barre“, das die Herzfrequenz permanent oben hält und somit die Fettverbrennung mit straffenden Ballettübungen kombiniert. Oder „Ballet Beautiful“ von Mary Helen Bowers, die auch Natalie Portman für den Film „The Black Swan“ coachte. Leah Saragos „Ballet Body“-DVD-Trilogie mit verschiedenen Schwerpunkten für Ober-, Unterkörper und Core oder meine erste Ballett-DVD „Xtend Barre“ von und mit Andrea Rogers. Die DVD enthält ein rund 60-minütiges Workout, das unterteilt ist in ein Warm-up, einem Teil für die Arme, die Beine, dem Core sowie einem Cool-down.

Ich habe bisher wohl kaum so extrem geschwitzt bei einer DVD. Mir war die permanente Körperspannung völlig neu. Außerdem wurden Muskeln angesprochen, die bisher bei meinem Körper noch in einer Art Winterschlaf waren. Doch nachdem sie geweckt worden waren, veränderte sich meine gesamte Beinmuskulatur zum extrem Positiven. Mit meinen Pump Kursen hatte ich nur die großen Muskeln angesprochen, doch hier wurde in der Tiefe gearbeitet und ich spürte anfangs den Muskelkater meines Lebens. Der Ehrgeiz hatte mich gepackt und vergessen war Frau Kirsche und der Drill. Denn bei den DVDs konnte ich ja selbst bestimmen, wie oft und wie lange ich trainiere!

Barre-Workouts für jeden Geschmack

Eine absolute Ikone des Ballett-Workouts ist Tracey Mallett, eine hübsche, zierliche Blondine, die mit ihren DVDs „The Booty Barre“ neue Maßstäbe setzte. Es gibt inzwischen mehrere „The Booty Barre“ DVDs, die von 30 Minuten bis zu 80 oder sogar 90 Minuten rangieren. Der Aufbau ist beinahe deckungsgleich mit der „Xtend Barre“- DVD: Nach einem Warm-up, das bereits in tänzerischer Form abläuft, werden die Arme mit Hanteln gestrafft und gestärkt. Das eigentliche Workout der Beine wird dann mit Hilfe eines Stuhles, der die Ballettstange ersetzt, absolviert und nimmt circa 30 Minuten in Anspruch. Ob Pliés, Tendus oder sogar Kicks, alles ist vertreten und die Beinmuskulatur brennt im Anschluss ganz schön. Der Core wird dann noch speziell trainiert und am Ende folgt der Cool-down, inklusive Stretching.

Probiert zu Beginn erst einmal die „The Booty Barre for Beginners & Beyond“ aus, diese DVD ist wesentlich kürzer als „The Booty Barre“ oder „The Booty Barre plus Arms & Abs“, dies ist wohl die längste DVD. Ein besonderer Tipp wäre noch Tracey Malletts „Booty Barre Ballet“, auf dieser DVD sind vier abgeschlossene 20-minütige Workouts enthalten. Man kann sie einzeln oder alle hintereinander durchführen. Jedes Workout umfasst andere Körperteile, so Beine und Arme, Po und Schenkel, Bauch und Beine im Stehen oder Bauch im Liegen und Stretching.

Fitness-Trend Barre Concept

Nach all diesen DVDs wollte ich doch selbst auch einmal live ein Ballett-Workout in einem Fitness oder Tanzstudio mitmachen ... leider fand ich keines, das nach den Prinzipien der DVDs arbeitete. Es gab definitiv nichts, das diesen gerecht wurde! Und Ballett tanzen – no way! Dazu bin ich einfach nicht anmutig genug! Vor allem boxe ich lieber oder powere mich aus – wäre ich zurück in die Ballettschule, hätte mich wohl nicht mehr Frau Kirsche, sondern eine gestrenge Frau Birne oder so empfangen und das wäre nicht meins gewesen!

Wenn also das Ballett-Workout nicht angeboten wurde, musste ich dafür sorgen, dass es angeboten werden kann. So absolvierte ich im August dieses Jahres meinen nächsten Trainerschein im „Barre Concept“, einem gut durchdachten Ballett-Workout, das ebenso die Arme sowie die komplette Bein-, Bauch- und Pomuskulatur strafft. In Amerika ist „Barre Concept“ schon ein Renner in den großen Studios und die Kurse sind brechend voll. Es erinnert auch an die DVD Reihe „Physique 57“, diese umfasst mehrere Ballett-DVDs für den ganzen Körper oder gezielt für Arme, Beine und Bauch. Es gehören hier auch Halteübungen, wie Planken oder der „Thigh Dance“ dazu.

Ein neues Körperfefühl

„Barre Concept“ regt auch die Fettverbrennung an, indem es Cardio-Intervalle integriert hat, außerdem wird nach jedem Krafttraining-Block ein Stretching durchgeführt, so dass lange, schlanke und starke Muskeln entstehen. Kennt ihr schon die „Brezel“? Nicht die zum Essen, sondern die Übung, um den Po und die Beine zu trainieren! Wenn nicht, dann solltet ihr einfach mal einen „Barre Concept“-Kurs besuchen!Meine ersten Kurse waren bisher jedenfalls sofort ausgebucht – da sieht man, dass es nicht immer ein High-Intensity-Training sein muss, um die Menschen anzusprechen.

Ballett inspiriertes Training ist hier das Zauberwort und es wirkt! Probiert es doch mal selbst aus und vielleicht geht es euch wie mir und ihr findet Gefallen daran! Was habt ihr zu verlieren? Ihr könnt jedenfalls einen schlanken und straffen Körper formen und fühlt euch dabei noch anmutig und graziös wie eine Tänzerin. „Barre Concept“ hat mein ganzes Körpergefühl verändert, ich gehe seither auch aufrechter und hänge nicht mehr die Schultern nach vorne! Frau Kirsche hätte sicherlich ihre wahre Freude an mir, der kleinen Diva, die erst im Alter zur Ballettratte wurde!

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