Füllmaterial für Decken und Kissen

grafik daunen und federn
Das Federkleid von Enten und Gänse schützt vor Wärmeverlust
Foto: Wohnidee

Im Fachgeschäft kann man angesichts der Vielfalt von Schlafprodukten tüchtig zugreifen: Fassen sich Decken und Kissen weich, elastisch, füllig oder fest an? Ob mit synthetischen Fasern, Daunen, Wolle oder Naturhaar gefüllt - jedes Material hat seine Vorzüge. Vertrauen Sie Ihrem Empfinden! Das künftige Bettzeug sollte Ihnen schon sympathisch sein, schließlich werden Sie unzählige Nächte miteinander verbringen.

Füllmaterial: Daunen und FedernSo wie ihr Federkleid Enten und Gänse vor Wärmeverlust schützt, isoliert das klassische Füllmaterial auch unsere Betten. Daunen machen Bettzeug anschmiegsam und weich. Federn stützen (vor allem in Kopfkissen) dank ihrer elastischen Kiele. Je höher ihr Anteil, desto fester ist das Polster. Während der Nacht schwitzt und atmet der Körper einen viertel bis ganzen Liter Feuchtigkeit oder mehr aus. Wo bleibt dieser Dunst? Wird er nicht abtransportiert, entsteht Verdunstungskälte: Der Schläfer beginnt zu frieren und erwacht. Federn und Daunen sind hygroskopisch, das heiûßt, sie saugen Feuchte auf, leiten sie an die Zimmerluft ab und klimatisieren damit das Bett: Es ist weder zu feucht noch zu trocken und bleibt konstant warm.

Füllmaterial: Schurwolle und NaturhaarSchafwolle und Tierhaare wärmen bei Kälte und gleichen Hitze kühlend aus. Sie sind strapazierfähig und regulieren Feuchtigkeit. Wolle vermag 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchte zu schlucken, und fühlt sich dann nicht einmal feucht an. Dank ihrer Selbstreinigungskraft kann sie Säuren, Basen und diverse Chemikalien binden und neutralisieren.

Als komfortabel gelten mit geschmeidigem Kamelflaumhaar gefüllte Decken, die federleicht sind und sehr gut wärmen. Noch edler sind Produkte aus Kaschmir: Das Ziegenhaar wiegt quasi nichts und kostet viel, denn pro Jahr liefert eine Kaschmirziege nur rund 100 Gramm - ein ausgewachsenes Kamel immerhin 5 Kilo, ein Merinoschaf bis zu 10 Kilo Schurwolle. Wer zu starkem Frösteln neigt, wählt Bettwaren aus dem Haar mongolischer Yak-Rinder. Von allen Naturhaaren wärmt ihr dunkles, weiches Flaumhaar am besten.

Füllmaterial: Synthetische FasernBetten und Kissen mit flauschigen Hohl- oder Mikrofaser-Füllungen gibt es für jedes Portemonnaie. Ihre Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung kann die von Naturbetten zwar nicht ganz erreichen, doch keine Sorge: Solange eine Füllung sich locker und bauschig anfühlt, staut sich weder Wärme noch Feuchte.

Allein in den vergangenen 10 Jahren wurden mehrere innovative Füllungen eingeführt: zum Beispiel antimikrobielle Fasern, Antimilbenfasern, flammhemmende Hohlfüllfasern, Polyesterfasern mit modifizierter Struktur, die das Waschen bei 95 Grad erlaubt und temperaturregulierendes Material für Bettdecken. Immer mehr Verbraucher legen auch Wert auf ökologische Produkte. Advansa, Europas führender Polyester-Hersteller, bringt nun die

Füllfasern "Hollofil Eco" und "Comforel Eco" für Kissen und Steppbetten auf den Markt - die ersten Polyester-Füllmaterialien, die mit dem EU-Umweltzeichen ausgezeichnet sind.

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