Für den Slenderman: Mädchen wollten Freundin ermorden

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Jetzt stehen die Mädchen wegen versuchten Mordes vor Gericht.
Foto: Screenshot Mail Online

Sie wollten ihre Freundin für den Slenderman ermorden

Zwei 13-jährige Mädchen stehen wegen vorsätzlichen Mordes vor Gericht. Sie wollten ihre Freundin umbringen- um dem Slenderman zu gefallen.

Während andere Mädchen mit Puppen spielen, die ersten Shoppingtouren beginnen und sich für Mode, Stars und Sternchen begeistern, hatten Morgan Geyser und Anissa Weier bereits ganz andere Dinge im Kopf. Zwar spielten sie auch mit Barbies. Allerdings nutzten sie diese nur, um die Ermordung ihrer gemeinsamen Freundin zu planen.

Heute, ein Jahr später, sind die mittlerweile 13-Jährigen des versuchten, vorsätzlichen Mordes angeklagt. Sie werden nach dem Erwachsenenrecht behandelt. 2014 veranstalteten Morgan und Anissa eine Pyjamaparty mit ihrer Freundin Payton Leutner. Diese endete für letztere mit 19 Messerstichen. Die Mädchen lockten Payton ins Gebüsch, wo sie sie mit einem Messer attackierten und versuchten zu töten. Doch das Mädchen hatte Glück im Unglück: Payton überlebt.

Nach dem Angriff erklärten die Mädchen den Ermittlern, sie würden dem Slenderman gefallen wollen. Dabei handelt es sich um eine fiktionale Person aus dem Internet, die in Computerspielen als dünne, mimiklose Horrorfigur auftritt, die Menschen im Wald erschreckt und jagt. Der Mord an ihrer Freundin sollte den Slenderman laut Aussage der Mädchen beglücken.

Zuvor hatten Polizisten die damals 12-Jährigen im Dickicht gefunden. Laut ihren Aussagen war ihr Plan, über 400 Kilometer tief in den Wald zu laufen, um dort von nun an als Diener des Slendermans in dessen Haus zu leben. In ihren privaten Sachen wurden verstörende Zeichnungen gefunden. Den Mord an ihrer Freundin hatten die Mädchen bereits über lange Zeit geplant, Notizen wurden angefertigt und eine Puppe als Opfer umgestaltet.

Zum Zeitpunkt der versuchten Ermordung waren die Mädchen und ihre Freundin 12 Jahre alt. Kinder, die ab dem 10. Lebensjahr wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt sind, werden unter dem Gesetz von Wisconsin als Erwachsene behandelt. Sollte auch der Slenderman-Prozess unter dem Erwachsenenrecht verhandelt werden, drohen den Mädchen bis zu 56 Jahre Haft. Das Jugendrecht hingegen sähe eine Art Rehabilitation statt Strafe vor.

Richter Michael Bohren spricht sich jetzt deutlich für eine Verhandlung unter dem Erwachsenenrecht aus. Er fürchtet, die Angeklagten würden andernfalls mit 18 ohne Aufsicht und weitere psychische Behandlung in die Gesellschaft entlassen werden. Damit würden sie eine Gefahr für die Menschheit darstellen.

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