Für mehr Nachhaltigkeit: Mit diesen Beauty-Produkte tust du etwas Gutes

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Foto: Lush

Ein leises Zischen und Blubbern und schon erstrahlt das Wasser im Becken in den schönsten Farben und riecht herrlich nach allem, was die Natur so zu bieten hat. Bathbomb (auf Deutsch: Badebombe) so heißt eine der ersten Erfindungen des britischen Beauty-Labels Lush, dass mit der Eröffnung eines dreistöckigen Ladens in der Londoner Oxford Street in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert.

Nicht nur die Badebomben haben eine riesige Fangemeinde. Das gesamte Sortiment hat passionierte Abnehmer. Und auch ich bin nach meiner zweitägigen Reise zum Ursprung von Lush ins englische Poole ganz begeistert von der Vielfalt der Produkte und der Ideologie des Unternehmens. Aber was macht das Label so einzigartig?

 

Mehr als nur Seife

 

Als ich erzählt habe, dass ich zur Eröffnung des Flagshipstores von Lush fahre, fiel immer der gleiche Satz "Ach, das sind doch die, die die bunten Seifen machen?" "Ja, genau", hab ich geantwortet und gar nicht gemerkt, dass das so natürlich nicht stimmt. Zwar sieht in den Lush Stores alles ein wenig aus, als wäre es eine Seife. Aber auch Shampoos, Conditioner und viele andere Produkte werden in gepresster Form und am Stück verkauft. Das ist nicht nur typisch für das Kosmetikunternehmen, sondern auch ergiebig und praktisch beim Fliegen mit Handgepäck. Ganz wichtig: So wird möglichst wenig Verpackungsmüll produziert.

Badebomben, Massage-Bars, Bodylotions: Bei Lush gibt es nichts, was es nicht gibt. Die bunten Shops sind wie kleine Kaufmannsläden. Seifen, Shampoos und alles andere werden wie Obst, Käse und Gemüse im Tante-Emma-Laden aufgebaut. "Es hat mich schon immer begeistert, wie Früchte und Gemüse in den Supermärkten präsentiert werden", erklärt Lush Gründungsmitglied Mark Constantine. Und das sieht man den Lush-Filialen - inzwischen ist das Unternehmen bis nach Brasilien expandiert - auch an.

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Seife in allen möglichen Formen und Farben

 

Produktion mit Verantwortung

 

Als sich die Lush-Gründungsmitglieder vor 20 Jahren zusammengetan haben, hatten sie bereits Erfahrung in der Kosmetikindustrie. Und eins war ihnen deshalb besonders wichtig: Kosmetik zu machen, die ohne tierische Produkte und vor allem ohne Tierversuche auskommt. Herausgekommen sind die handgemachten und extrem natürlichen Produkte, die wir heute bei Lush im Laden finden.

Bei der Produktion hält sich Lush an ein Prinzip: Je einfacher und natürlicher, desto besser. Und das merkt man nicht nur an den Produkten. Als ich das erste Mal eine der Lush-Fabriken betreten habe, war ich mehr als überrascht. Nach Labor oder weißen Kitteln sucht man hier vergebens. Musik in den Hallen und Mitarbeiter mit eigenem Stil machen die Herstellung von Lush einzigartig. Aber noch viel wichtiger: Die Produkte werden aus frischen Inhaltsstoffen hergestellt. Steht also die Produktion von Avocado-Badebomben an, müssen erstmal kistenweise Avocados geschält werden. Frischer geht's nicht.

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Die Badebomben von Lush sind der Klassiker des Kosmetikunternehmens

Aber nur natürlich zu produzieren, reicht dem Unternehmen noch nicht. Ethische Verantwortung steht ganz groß auf der Fahne der Lush-Gründer. Und dazu gehört auch der faire Einkauf. Das Unternehmen investiert zum Beispiel in Initiativen von Frauen in Afrika, die Aloe Vera für die Produktion herstellen. Es werden Brunnen gebaut und Hilfen zur Selbsthilfe gestellt. "Insgesamt zwei Prozent unserer Ausgaben für Rohstoffe und Verpackung investieren wir in den SLush Fund, mit dem nachhaltige Landwirtschaft und Gemeinschaftsprojekte gefördert werden", erklärt Lush in einer Pressemitteilung.

Aber auch wir Kunden können bei Lush Gutes tun. Das Unternehmen setzt sich stark für Müllvermeidung ein. Verpackungen können wiederverwendet werden. Shampoo-Stücke oder Gesichtsmasken werden in Nachfüllpackungen oder kleinen Blechdosen verkauft. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass allein mit dem festen Shampoo rund 6 Millionen Plastikflaschen eingespart wurden.

 

 

Das gibt es sonst noch so auf dem Markt

 

Nachhaltige Kosmetik ist ja längst kein neuer Trend. Der Markt boomt. In den 90ern macht vor allem The Body Shop auf sich aufmerksam. Der totale Verzicht auf Tierversuche ist hier nicht nur Verkaufsargument, sondern auch Ideologie. Neuere Onlineshops wie Najoba verkaufen ausschließlich vegetarische und vegane Naturkosmetik.

 

Nachhaltigkeit kostet

 

Dass der Einkauf bei Lush natürlich nicht mit den Preisen der Drogerie-Discounter mithalten kann, sollte klar sein. Aber genau darum geht es auch: Für einen Shampoo-Bar zahlt man 8,95 Euro. Der ist aber mindestens so ergiebig wie eine Flasche Shampoo, verzichtet aber auf die Plastikflasche und alle unnötigen Zusatzstoffe.

Wer sich noch nicht durchringen kann den einen oder anderen Euro mehr zu zahlen und dafür etwas für die eigene Umwelt zu tun, für den breche ich hier eine Lanze für Unternehmen wie Lush oder The Body Shop. Wer Kosmetik ohne schlechtes Gewissen kaufen will, ist bei hier genau richtig.

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