Furunkel: Ursache und Behandlung

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Ein Furunkel ist eine eitrige Entzündung des Haarfollikels
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Problematische Haut

Ein Furunkel ist eine eitrige Entzündung des Haarfollikels. Welche Ursachen die Eiterbeulen haben können und wie eine richtige Behandlung aussieht, lesen Sie hier.

Ursachen eines Furunkels

Auf der Haut siedeln verschiedene Keime, darunter auch Staphylokokken, die hauptsächlich Furunkel auslösen können. Wird die Haut minimal verletzt und ist das Immunsystem geschwächt, können diese Bakterien bis tief in die Haarwurzel vordringen und dort eine Infektion auslösen. Begünstigende Faktoren sind außerdem eine weiche und feuchte Haut, beispielsweise durch Schweiß oder nach dem Baden, oder enge Kleidung, die an der Haut reibt und sie aufscheuert. Auch eine unzureichende Desinfektion nach einer Rasur kann als Ursache die Bildung eines Furunkels begünstigen.

Furunkel erkennen

Furunkel haben einen Durchmesser von etwa ein bis zwei Zentimeter und kennzeichnen sich durch einen kleinen Eiterknoten. Die schmerzhaften Entzündungen der Haarfollikel kommen vor allem im Gesicht, im Nacken, in den Achselhöhlen, am Gesäß und im Schambereich vor. Liegen mehrere Furunkel nebeneinander, kann ein pflaumen- oder tischtennisballgroßer Entzündungsherd entstehen, den Mediziner auch Karbunkel nennen.

Richtige Behandlung eines Furunkels

Entdecken Sie an einer der erwähnten Körperstelle einen Furunkel, sollten Sie ihn auf gar keinen Fall ausdrücken. So können sich die Erreger nämlich weiter ausbreiten. Stattdessen sollten Sie im Frühstadium erste Maßnahmen gegen die kleinen Eiterbeulen ergreifen, indem Sie beispielsweise eine Zugsalbe auftragen. Sie bewirkt, dass der Furunkel seinen Eiter nach außen entleert.

Tritt keine Besserung ein oder entsteht ein Karbunkel, muss der Entzündungsherd von einem Arzt mit dem Skalpell geöffnet werden, um den Eiter abzulassen. Im Anschluss muss die Wunde regelmäßig desinfiziert werden und meist werden noch zusätzlich Antibiotika verschrieben. Findet hingegen keine fachgerechte Behandlung durch einen Arzt statt, besteht das Risiko, dass die Erreger auch den darunterliegenden Muskel oder das Fettgewebe befallen. Im schlimmsten Fall kann sich der Eiter nach innen entleeren und eine Blutvergiftung auslösen. Das kann gerade im Gesicht und insbesondere im Bereich der Nase gefährlich werden: Dort liegt nämlich eine Vene, die den Augenwinkel mit der Hirnbasis verbindet. Gelangen die Erreger auf diesem Wege in die Hirnbasis droht eine Hirnvenen-Thrombose.

Spätestens bei Furunkeln, die mit starken Schmerzen oder Fieber einhergehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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