Gallensteine: Symptome und Behandlung

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Übergewicht ist neben Veranlagung die häufigste Ursache für Gallensteine.
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Jeder Sechste ist betroffen - die meisten ohne es zu wissen: Gallensteine. Hierbei handelt es sich um Verklumpungen im Gallensaft - der Flüssigkeit also, die von der Leber produziert und in der Gallenblase verdickt wird. Im Anschluss wird sie in den Darm transportiert und hilft dort dabei, Fette zu verdauen. Solange die Steine in der Blase liegen bleiben, stören sie nicht. Dies geschieht in drei von vier Fällen. Geraten sie jedoch in den Gallengang und verstopfen ihn, kann das zu starken Schmerzen und gefährlichen Komplikationen führen. Doch warum entstehen die Steine überhaupt? Was sie die häufigsten Gallensteine Symptome und wie wird man sie los?

Gallensteine Symptome

Nur bei einem Viertel der Betroffenen treten überhaupt Beschwerden auf. Typische Anzeichen dafür, dass die Gallenblase nicht mehr richtig arbeitet, sind Völlegefühl, Übelkeit und starke Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen können. Blockiert ein Stein den Gallengang, entstehen starke wellenartige Schmerzen. Bei einer solchen Kolik ist rasches Handeln angesagt!

Ein Arzt sollte durch einen Ultraschall Lage und Größe der Gallensteine feststellen. Kleine Steine können durch Medikamente (Ursodeoxycholsäure) aufgelöst werden. Häufig jedoch kommen die Steine zurück oder sind größer - in solchen Fällen wird die Gallenblase operativ entfernt. Das klingt dramatisch - ist jedoch heute ein relativ kleiner Eingriff. Einziger Nachteil: Dadurch, dass das Speicherorgan für die Gallenflüssigkeit fehlt, gelangen nur noch kleine Mengen Galle aus der Leber zur Fettverdauung in den Darm. Um Beschwerden wie Völlegefühl oder Durchfall nach dem Essen zu vermeiden , sollten Betroffene insbesondere direkt nach dem Eingriff fettreiche Mahlzeiten meiden. In der Regel legen sich solche Beschwerden aber spätestens ein halbes Jahr nach der OP.

Gallensteine Risiko: weiblich, übergewichtig, 40+

Dreimal häufiger als Männer leiden Frauen an den lästigen Verklumpungen. Der Grund: Die weiblichen Geschlechtshormone begünstigen die Steinbildung. Studien zeigen, dass die meisten Betroffenen das 40. Lebensjahr überschritten haben und dass es auch eine genetische Vorbestimmung gibt. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel, eine Störung der Schilddrüsenfunktion und chronische Verstopfung. Durch eine gallenfreundliche Lebensweise kann das Risiko einer Steinbildung effektiv reduziert werden.

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