Gebärmutterhalskrebs: So können Sie der Krankheit vorbeugen

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Vorsorge ist das beste Mittel gegen Gebärmutterhalskrebs.
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Vorsorge

Bei Gebärmutterhalskrebs bestehen die besten Heilungschancen, wenn die Krankheit im Frühstadium diagnostiziert wird. Deshalb sind vor allem regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen eine wichtige Maßnahme, um dem Krebs vorbeugen zu können. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, Vorsorge zu treffen.

Impfung gegen humane Papillomaviren

Da Gebärmutterhalskrebs durch humane Papillomaviren ausgelöst wird, kann eine Impfung gegen die Krankheitserreger eine erste Vorsorgemaßnahme sein. Sie wird vor allem Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen. Wird die Impfung in diesem Lebensabschnitt vorgenommen, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Aber auch für Frauen jenseits dieser Altersbegrenzung kann die Impfung sinnvoll sein: Solange noch kein Sexualkontakt mit einem infizierten Partner stattgefunden hat, liefert der gespritzte Stoff auch hier den nötigen Immunschutz. Zur Immunisierung sind drei Spritzen innerhalb eines Jahres nötig.

Vorsorgeuntersuchung und HPV-Test

Um der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs vorbeugen zu können, sollten Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Jede Frau kann vom 20. Lebensjahr an einmal im Jahr einen Abstrich vom Gebärmutterhals machen lassen. Mit diesem sogenannten Pap-Test können auffällige Zellveränderungen entdeckt werden. Die Abstrichuntersuchung wird auch bereits geimpften Frauen empfohlen, da eine Impfung gegen humane Papillomaviren nicht vor allen Typen der Krankheitserreger schützen kann. Die Kosten für den Test übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Auch der HPV-Test kann als Vorsorgemaßnahme zum Einsatz kommen. Anders als beim Pap-Abstrich erkennt dieser bereits Infektionen, bei denen noch keine Zellveränderungen aufgetreten sind. Studien belegen: Der HPV-Test übersieht weniger Krebsvorstufen oder Tumore im Gebärmutterhals. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zur Pap-Methode muss der HPV-Test nur alle fünf Jahre durchgeführt werden. Erst bei einem positiven Ergebnis folgen genauere Kontrollen, zunächst mit einem Pap-Abstrich. In Deutschland wurde der HPV-Test allerdings bislang noch nicht in das Krebsfrüherkennungsprogramm aufgenommen und er wird auch von den Krankenkassen nicht bezahlt. Der Grund: HPV-Infektionen kommen häufig vor und viele, vom Test erkannte Ansteckungen verschwinden wieder. Daher beunruhige der HPV-Test Frauen nur unnötig, wie einige Experten meinen.

Safer Sex ist wichtig

Die humanen Papillomaviren werden größtenteils beim Geschlechtsverkehr übertragen. Deshalb können Kondome das Infektionsrisiko senken und Gebärmutterhalskrebs vorbeugen. Eine mögliche Ansteckung können sie aber nicht ganz verhindern, denn die Krankheitserreger können sich auch in Bereichen aufhalten, die nicht vom Präservativ bedeckt sind.

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