Geburt mit Kaiserschnitt: Wie läuft das ab?

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Geburt mit Kaiserschnitt
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Geburt mit Kaiserschnitt

Jedes dritte deutsche Kind kommt mit Kaiserschnitt zur Welt, dabei erachten Experten diese Methode nur bei jeder achten Geburt für sinnvoll.

Ein Kaiserschnitt ist unangenehm, denn er ist eine Operation, nach der es acht Monate bis zur vollständigen Schmerzfreiheit dauern kann. Trotzdem sind 27% der Geburten in Deutschland Kaiserschnittgeburten. Für Kliniken sind diese Geburten planbarer, weniger zeitaufwendig und viel lukrativer: Krankenkassen zahlen oft mehr als das doppelte als bei einer natürlichen Geburt. Ein weiterer Grund für die hohe Kaiserschnittrate in Deutschland ist die hohe Anzahl der Risikogeburten: Hohes Alter der Mutter, Übergewicht oder Mehrlingsgeburten durch künstliche Befruchtung sind Faktoren, die eine Schwangerschaft riskant machen und so zu einem potentiellen Kaiserschnittfall werden. Dabei ist es viel unkomplizierter natürlich zu entbinden.

Gründe für einen Kaiserschnitt

Wenn das Baby in Steißlage oder quer liegt kann es nur schwer durch den Geburtskanal rutschen, sodass oft ein Kaiserschnitt in Betracht gezogen wird. Auch bei Abnormitäten oder drei und mehr Babys kommt die Schwangere kaum um die Operation rum. Wenn die werdende Mutter an Herpes Genitalis leidet wird das Baby per Kaiserschnitt geboren, damit es sich nicht ansteckt. Manchmal kommt es vor, dass die Plazenta so tief in der Gebärmutter liegt, dass sie den Ausgang für das Baby versperrt, auch dann wird ein Kaiserschnitt durchgeführt. Außerdem bei Frauen, die in der Vergangenheit schon mehrere Kaiserschnitte hatten.

Einige Kaiserschnitte werden aufgrund eines Notfalls ausgeführt. Hierzu können auffällige Herztöne des Babys führen oder wenn es sich die Nabelschnur um den Hals gewickelt hat, sodass es bei der Geburt stranguliert werden könnte. Ein vorzeitiges Ablösen der Plazenta ist ebenfalls ein Grund für einen Notkaiserschnitt.

Wie läuft ein Kaiserschnitt ab?

Der Arzt macht einen Einschnitt in Bauch und Gebärmutter der Frau, aus dem dann das Baby entnommen wird. Oft wird der Eingriff mit PDA durchgeführt, sodass die Frau bei Geburt des Babys wach bleiben kann und das Baby nach der Geburt direkt sehen kann. Das Baby wird dann direkt vom Arzt untersucht und wenn alles okay ist, darf es gleich zur Mutter oder zum Partner. So ein Eingriff dauert etwa 30 Minuten. Danach wird die Hebamme dabei helfen das Baby zu stillen, da viele Positionen sehr unbequem sein werden.

Wie kann ich einem Kaiserschnitt vorbeugen?

Sport , Schwangerschaftsgymnastik und viel Ruhe hält den Körper während der Schwangerschaft fit, sodass die werdende Mutter in der besten Form ist ihr Baby auf natürlichem Wege zu bekommen. Häufig ist ein Vergleich der Kaiserschnittraten der umliegenden Krankenhäuser hilfreich für die Auswahl des Geburtsortes. Während der Wehen eine aufrechte Position zu halten begünstigt die natürliche Geburt. Außerdem ist regelmäßiges Essen und Trinken während der Wehen gut um ein hohes Energielevel behalten, das für die Geburt benötigt wird.

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