Gefährlicher Teegenuss: Schadstoffe in schwarzem Tee!

schwarzer tee

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Stiftung Warentest

Im Winter eine Tasse Tee. Vorsicht! Stiftung Warentest hat in 21 der 27 getesteten schwarzen Tees krebserregende und erbgutverändernde Schadstoffe entdeckt.

Was den Briten die Teatime, ist uns der Nachmittagskaffee. Umso Verwunderlicher, dass wir immer häufiger zur Teetasse greifen. Besonders im Winter erfreuen wir uns an der wohligen Wärme von Pfefferminz-, Kamille-, und schwarzem Tee. Schwarzer Tee steht in der Kritik.

Deutschlands bekannteste Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat den Test gemacht und 27 verschiedene Sorten schwarzer Tee auf seine Verträglichkeit getestet. Das Ergebnis: erschreckend! In 21 der 27 getesteten Tees konnten Forscher gefährliche Schadstoffe nachweisen.

Schwarzer Tee: Die Schadstoffe

Anthrachinon

18 der 19 getesteten Darjeeling-Tees wiesen erhöhte Werte auf. Das Anthrachinon ist für die dunkle Farbe des schwarzen Tees verantwortlich, wirkt abführend und krebserregend. Eine Höchstmenge von 20 mg täglich sollte nicht überschritten werden. Stiftung Warentest fand in einigen der getesteten Tees eine knapp vierfach erhöhte Menge des Schadstoffes.

PAK

12 der 27 getesteten schwarzen Tees wiesen einen erhöhten PAK-Wert auf. PAK gilt als krebserregend und wird bereits in unüberschaubaren Mengen über die Nahrung aufgenommen. Hier ist Vorsicht geboten!

Mineralölrückstände

In 15 Tees konnte Stiftung Warentest unerklärbare Mineralölrückstände. Diese stehen in der Kritik krebserregend zu sein.

Pyrrolizidinalkaloide

Pyrrolizidinalkaloide sind erbgutverändernde und krebserregende Schadstoffe. In hoher Dosis können diese die Leber schädigen. Die empfohlene Tageshöchstmenge liegt bei 0,4 mg. Der K-Classic Schwarzer Tee Ceylon Assam von Kaufland wies einen Wert von 0,9 mg auf.

Wie die Schadstoffe in den Tee gelangen? Die Forscher sind sich nicht ganz einig. Die krebserregenden Stoffe können sich über das Verpackungsmaterial, während der Teetrocknung und durch die Ernte in den Tees einnisten.

Positiver Nebeneffekt: Sowohl der Geruch wie auch der Geschmack konnten in fast allen Fällen überzeugen. Alle 19 getesteten Darjeeling Tees stammen aus der Anbauregionen Darjeeling.

Schwarzer Tee: Das Ergebnis

Die Testsieger

Nicht die teuersten, sondern die günstigsten Sorten erklimmen das Treppchen der getesteten Schwarztees. Die Ceylon-Assam-Mischungen von Norma/Cornwall, Rewe/ja! und Real/Tip schnitten am besten ab.

Die Testverlierer

Die höchsten Anthrachinon- und PAK-Werte fand Stiftung Warentest im Goldmännchen-Tee Ceylon-Assam. Der K-Classic Schwarzer Tee Ceylon Assam von Kaufland schnitt aufgrund seiner extrem erhöhten Pyrrolizidinalkaloiden-Werte am schlechtesten ab. Dieser Tee wurde mittlerweile aus dem Handel genommen. Der Darjeeling-Blatt-Tee von Alnatura fiel durch seine große Menge an Anthrachinonwerten negativ auf.

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