Gefahr Zeckenbiss: 5 Irrtümer über Zecken

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Wenn Sie informiert sind, schützen Sie sich gut vor einem Zeckenbiss.
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Zecken fallen nicht vom Baum

Im Gras gibt es keine Zecken? Falsch! Zecken sitzen auch in Wiesen. Die wichtigsten Mythen rund um die Zecke. Nur so schützen Sie sich vor einem Zeckenbiss.

1. Zecken lauern auf den Bäumen

FALSCH Die Spinnentierchen klettern weder auf Bäume noch lassen sie sich auf ihr Ziel fallen. Natürliche Wirte der Zecken sind z. B. Mäuse, Ratten, Kaninchen. Deshalb sitzen die Blutsauger bodennah im Gras und Unterholz, lassen sich dort von Tieren oder Menschen abstreifen - nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen, in Parks, Gärten und Vorgärten.

2. Hautspray wehrt Zecken sicher ab

FALSCH Einige Abwehrsprays (Repellents) schrecken zwar nicht nur Mücken ab, sondern auch Zecken - aber es ist kein 100-prozentiger Schutz vor einem Zeckenbiss. Der Abwehr-Effekt ist oft schon nach zwei bis vier Stunden völlig verpufft. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte deshalb geschlossene Schuhe und lange Hosen tragen, die Hosenbeine in die Strümpfe stecken. Wichtig: Auch die Kleidung einsprühen und zu Hause gründlich den Körper absuchen.

3. Öl ist gut zum Entfernen

FALSCH Beträufelt man eine festgesaugte Zecke mit Öl (oder Klebstoff), erstickt sie. Das Gefährliche: Im Todeskampf geben Zecken meist noch mehr Speichel ab. Dieser gelangt zusätzlich in die Haut - schlecht, wenn er Erreger enthält. Zecken entfernt man am besten mit einer feinen Metallpinzette: Möglichst dicht über der Haut ansetzen, die Zecke dann gerade herausziehen - langsam, bis sie loslässt, und ohne Drehen.

4. Einen Zeckenbiss merkt man

FALSCH Zecken suchen sich für ihren Zeckenbiss meistens eine Stelle mit weicher Haut: Kniekehlen, Intimbereich, Bauchnabel, Achseln, hinter den Ohren. Wenn sie mit ihrem winzigen Rüssel in die Haut stechen, spritzen sie Speichel in die Wunde. Der enthält schmerzstillende und Blut verdünnende Stoffe. Deshalb bleibt ein Zeckenbiss meistens unbemerkt. Der Speichel kann auch Bakterien oder Viren enthalten.

5. Impfen schützt vor den Infektionen

Zecken übertragen hauptsächlich zwei Krankheiten: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, eine Hirnhautentzündung) und Borreliose mit grippeähnlichen Symptomen: Schwäche, oft Nervenstörungen. FSME wird durch Viren ausgelöst. Dagegen kann man impfen. Die ersten beiden von drei Spritzen vom Hausarzt bieten bereits Schutz. Das kann sich noch lohnen - Zecken sind oft bis Dezember aktiv. Gegen Borreliose gibt es keine Immunisierung.

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