Bad MomsGelegentliches Versagen als Vorzeige-Mama ist ausgesprochen ok!

Sind wir nicht alle ein bisschen Bad Moms?!

"Der Wäschekorb quillt über, in der Küche stapelt sich das Geschirr, die Badewanne habe ich seit drei Tagen nicht mehr von der anderen Seite des Duschvorhanges gesehen, die Haare kleben (ohne Gel), Wollmäuse treiben ihr Unwesen in allen Ecken, statt Frischkost gibt es mal wieder ein Gläschen für den Nachwuchs, die Joghurtflecken von gestern verzieren Lélas Hose noch heute etc...Die Liste könnte ich ewig so weiterführen, denn ja, manchmal läuft es einfach nicht so rund!

Mama-Bloggerin Timea aus München schreibt für Wunderweib.de über ihr neues Leben als Mama einer 1-jährigen Tochter. Jede Woche lernt sie etwas Neues, sie wundert sich, lacht und weint. Diese Woche schreibt sie über ihr gelegentliches Versagen als Vorzeige-Mama und "Bad Moms" à la Mila Kunis, die absolut gefeiert werden sollten!

Mit Kind ist dein Leben Chaos!

"Als ich schwanger wurde, bekam ich leider keinen Chip eingepflanzt, der mich zu einer perfekten Hausfrau und Mutter umprogrammierte. Ich war schon immer ein chaotischer Mensch, der es innerhalb Minuten schaffte jedes Hotelzimmer in sein persönliches Minenfeld aus Klamottenbergen zu verwandeln. Gepaart mit einem unordentlichen Mann an meiner Seite sind wir der Albtraum aller Haushaltsperfektionisten. Unsere Putzfrau half uns regelmäßig aus der Patsche - alle zwei Wochen und vor Besuchen unserer Familien. Es war schon ok. Seit Léla mit uns lebt, ist das Chaos perfekt. Perfektes Chaos.

Die Putzfrau hilft da auch nicht mehr viel, denn einen Tag nach dem sie da war, sieht es aus wie vorher. Daher übernahm ich irgendwann freiwillig die ehrenvolle Aufgabe mich um den Haushalt zu kümmern. Und ich versage regelmäßig. Und was die Kindererziehung anbelangt? Da verlasse ich mich einfach auf mein Bauchgefühl, der ist seit der Schwangerschaft sowieso größer. Trotzdem mag er nicht immer mit mir reden.

Töchterchen Léla verbreitet Chaos.
Töchterchen Léla verbreitet Chaos.
Foto: Timea Sternkopf

Ich gestehe, manchmal verstehe ich einfach überhaupt nichts von kleinen Kindern. Manche Frauen sind geborene Mütter und Hausfrauen. Nach außen wirkt es so, als wäre alles perfekt. Die Betonung liegt auf “nach außen”. Denn wer ist schon wirklich perfekt?

Bad Moms gibt es nicht nur im Kino

Völlig übertrieben stilisiert der aktuelle Kinofilm “Bad Moms” die Probleme überforderter Mütter. Es wäre gelogen, wenn ich sagte, ich könnte mich mit Hauptdarstellerin Mila Kunis identifizieren. Die Schauspielerin schaut verlottert, mit Spaghettis in den Haaren, immer noch wie ein Topmodel aus. Das schaffe ich selbst ohne Spaghettis nicht. Doch ich habe mich trotz Klischees bestens amüsiert, denn die Kernaussage des Films kam wunderbar bei mir an:

Entspannt Euch mal, Ihr perfekten Mütter!

 

Bad Moms: Ein bisschen mehr Entspannung kann jeder Mutter helfen!
Bad Moms: Ein bisschen mehr Entspannung kann jeder Mutter helfen!
Foto: Tobis Film

Sicher habt ihr euch alle schon einmal sehnsüchtig den Abend herbeigewünscht - und das schon um 10 Uhr vormittags. Schlafenszeit beim Nachwuchs bedeutet, ihr könnt endlich die Füße hochlegen, Lieblingsserien gucken und dabei eine Flasche Wein leeren. Es gibt sie, diese Tage, wo wir einfach unser altes, unbeschwertes Leben zurückwünschen. Ohne Windeln, ohne Geschrei, ohne Essensreste am Boden und ohne Einschränkungen in unserem Gesellschaftskalender.

Wisst ihr was hilft? Geht einfach mal aus! Ein Babysitter in Form von Papa, Oma oder einer Freundin wird sich schon finden. Damit Baby glücklich ist, muss auch Mama glücklich sein.

Eines ist sicher: ich habe es nie bereut Mama zu werden. Léla ist das Beste, was mir je passiert ist und auch wenn sie nicht in einer perfekten Familie aufwächst: Chaos hindert mich nicht daran, sie unendlich zu lieben."

Geht doch einfach mal aus, die Welt geht nicht unter! Die Papas können auch mal auf den Nachwuchs aufpassen.:

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