Geschenke umtauschen – auf die nette Art

geschenke umtauschen
Ja, da guckt man doof ... Schon wieder ist's nicht das richtige Geschenk!
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Wo kann ich das umtauschen?

Alle Jahre wieder ... packt man ein Geschenk aus, das gar nicht geht. Wie kommt's zu solchen Fehlkäufen? Und was dann? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund ums heikle Thema Geschenke umtauschen.

 

Wieso bekommen wir von Menschen, die uns nahestehen, so oft das Falsche?

 

Ursprünglich ging es beim Schenken ja darum, etwas von sich zu geben - somit auch vom eigenen Geschmack. daher schenken wir oft dinge, die eigentlich uns selbst gefallen. Und treffen damit nicht immer ins Schwarze. Das Ritual des Schenkens dient vor allem dazu, Liebe zu zeigen, Aggressionen einzudämmen und Beziehungen zu stabilisieren - aber auch, sich einen guten Ruf zu verschaffen.

Man unterscheidet drei Geschenketypen: Typ eins gibt etwas von sich, aus seinem Besitz oder Selbstgefertigtes. Heute ahmen wir das beim Basteln nach. Typ zwei ist ein Überbleibsel des alten Adels: Der ließ in seinen Manufakturen extra Dinge anfertigen für jemanden. Typ drei will durch das Geschenk die Beziehung zum anderen stärken und verschleiert dabei seinen Egoismus nicht: Er schenkt einen gemeinsamen Restaurant- oder Theaterbesuch.

 

Wenn mein Partner mir etwas schenkt, das ich furchtbar finde, heißt das also nicht, bei uns stimmt was nicht?

 

Passiert hier das Geschenke umtauschen laufend, drängt sich natürlich die Frage auf, ob das Problem je angesprochen wurde. Oder wie gut generell kommuniziert wird.

 

Gute Miene beim zehnten Nippes-Schwan, muss das sein?

 

Kommt darauf an, wer schenkt. Überreicht mir ein Geschäftspartner einen Rotwein, würde ich mich nicht beschweren. Im privaten Bereich ist das anders; keiner will, dass ein Geschenk nur herumliegt. Kritik ist also erlaubt - wenn sie wertschätzend erfolgt. Um die Emotionen des Schenkenden nicht zu verletzen: unbedingt immer die Geste würdigen. Undankbarkeit führt schnell dazu, dass der Familiensegen zu Weihnachten schiefhängt . Habe ich mir schicke Weingläser gewünscht, bekomme aber kitschige Kristall-Exemplare, könnte ich sagen: "Ich freue mich, dass du mir zugehört hast, Weingläser kann ich tatsächlich gut gebrauchen. Jedoch würde ein schlichteres Set besser zu unserem Geschirr passen." So würdigt man trotz Kritik die Idee und kann das Geschenk getrost umtauschen.

 

Den Kassenbon mitschenken - ein absoluter Fauxpas?

 

Auf jeden Fall. Bin ich nicht sicher, ob der andere ein Buch schon hat oder die Farbe des Pullovers mag, lieber das Geschenk mit einem ehrlichen Angebot des Umtauschs überreichen - und am Ende nicht enttäuscht sein, wenn es auch angenommen wird.

 

Was wird nach Weihnachten am häufigsten zurückgegeben?

 

Vor allem Beauty-Artikel wie Düfte, daneben DVDs, CDs und Computerspiele. Renner unter den Rückgaben sind allerdings Spielwaren.

 

Und wer tauscht am meisten um?

 

Alle Altersgruppen, etwas häufiger Frauen als Männer. Warum? Da können wir nur mutmaßen: Frauen sind womöglich als Shopping-Spezialistinnen anspruchsvoller in der Auswahl der Geschenke und landen somit bessere Treffer. Männer machen sich vielleicht weniger Mühe - ihre Frauen stehen dann bei uns in der Schlange.

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