Gesund bleiben mit Klostermedizin

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Mit überliefertem Wissen aus dem Kloster können wir unser Immunsystem stärken.
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Natürliche Heilkunde

Mit überliefertem Wissen aus dem Kloster können wir unser Immunsystem stärken. Seit Jahrhunderten wird dort natürliche Heilkunde praktiziert.

Wer bei Medizin im Mittelalter nur an Scharlatane und Aderlass denkt, liegt falsch. Bereits seit dem 11. Jahrhundert war Pflanzenheilkunde weit verbreitet. Praktiziert wurde sie von Nonnen und Mönchen, die die Heilkräuter in ihren Klostergärten selbst anbauten und damit beachtliche Erfolge erzielten. Moderne wissenschaftliche Methoden haben die Wirksamkeit bestätigt. Und auch vom Kloster-Alltag selbst können wir uns einiges für unsere Gesundheit abschauen.

Zur Ruhe kommen

Klöster sind stille Orte, in manchen herrscht gar ein Schweigegelübde. Finden Sie immer wieder zur Ruhe, planen Sie Erholungspausen ein. Stress begünstigt Krankheiten. Schalten Sie z. B. Radio und Fernseher aus, konzentrieren Sie sich für 15 Minuten auf die Stille, atmen Sie tief und regelmäßig.

Die Natur erleben

Zu jeder Klosteranlage gehört ein Garten: ein Ort, der alle Sinne anspricht. Gehen Sie in den nächsten Park, genießen Sie einen Waldspaziergang. Und holen Sie sich die Natur auch nach Hause: mit einem Blumenstrauß, mit Kräutertöpfen oder Balkonpflanzen.

Rhythmen folgen

Der Tagesablauf im Kloster ist streng geregelt. Das Mittagessen teilt den Arbeitstag, das frühe Abendbrot belastet den Körper weniger im Schlaf. Versuchen auch Sie, regelmäßig zu essen und ausreichend zu schlafen. Das sorgt für Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit.

Naturbelassen genießen

Der Speiseplan im Kloster richtete sich nach dem eigenen Anbau. Viel Getreide, Fisch statt Fleisch, Kräuter zum Würzen, alles frisch zubereitet: Mit ihrer einfachen und saisonalen Kost waren die Mönche Vorreiter in Sachen gesunder Ernährung.

Die Kraft des Wassers

Schon der heilige Thomas von Aquin (1225-1275) empfahl betrübten Menschen, ein entspannendes warmes Bad zu nehmen. Auch regelmäßige Wechselduschen mit kaltem und warmem Wasser wecken die Lebensgeister - und stärken die Abwehr.

Eine Schröpfkur machen

Viele Heilpraktiker bieten Schröpfkuren nach mittelalterlichem Vorbild an. Erhitzte Gläser werden auf die Haut gesetzt und saugen sich fest. Das fördert die Durchblutung und das Ausleiten von Schadstoffen - und dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Adressen unter www.heilpraktiker.org.

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