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Krankheitsbilder: Fußprobleme

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Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf

Der menschliche Fuß ist ein Wunderwerk der Konstruktion. Bei einem Weitspringer zum Beispiel wirken beim Absprung Kräfte bis zu 1.000 Kilogramm auf den Körper ein. Eigentlich müssten die kleinen Fußwurzelknochen bersten, aber der Athlet landet sicher. Das Geheimnis liegt in der ausgeklügelten Gewölbekonstruktion des Fußes. Sie war von Natur aus auf die Bedürfnisse unserer Vorfahren abgestimmt, die den ganzen Tag auf den Beinen waren. Aber im Laufe der Zeit entwickelte sich der Mensch vom laufenden zum überwiegend sitzendenWesen - und damit begannen die Probleme. Denn gesunde Füße brauchen Bewegung.

Je weniger sie trainiert werden, desto anfälliger sind sie bei Fehlbelastungen. Das bekommen viele schmerzhaft zu spüren. Die meisten Fußprobleme verursachen die Großzehe, beziehungsweise der Großzehenballen, im Volksmund Überbein genannt. Der Mediziner versteht unter einem Großzehenballen (medizinisch: Hallux Valgus) eine Abweichung der Großzehe im Grundgelenk zum kleinen Zeh hin. Diese Fehlbelastung des Fußes führt dazu, dass sich die beiden ersten Mittelfußknochen spreizen und dadurch das Mittelfußköpfchen heraustritt. Diese Verformung wird irrtümlich als Überbein bezeichnet. Aber der seitliche "Ballen" entsteht nicht durch eine Knochenverdickung, sondern wird von dem ausgetretenen Mittelfußköpfchen gebildet.

Der Hallux Valgus, beziehungsweise die Verbreiterung des Vorderfußes, verursacht den Spreizfuß. Wird Hallux Valgus nicht behandelt, wandert die Großzehe weiter zur Kleinzehe und schiebt sich unter die zweite Zehe. Orthopäden sprechen dann von einer Hammerzehe. 90 Prozent der Hallux-Valgus-Patienten sind Frauen. Aber entgegen der weitläufigen Meinung sind zu enge Schuhe nicht daran schuld. Es liegt an den Genen. Natürlich kann ein Hallux Valgus bei entsprechender Veranlagung durch spitze Schuhe gefördert werden. Aber: Breites Schuhwerk schützt nicht vor Fehlstellung, das beweisen Studien.

Behandlung

Welche Therapien eingesetzt wird, hängt von der Ausprägung der Fehlstellung und vom Alter ab. Bei einer leichten Ausprägung des Ballens ist die Beweglichkeit im Grundgelenk der Großzehe meist nicht beeinträchtigt. Aber über dem Ballen kann sich ein Schleimbeutel bilden und eine Entzündung hervorrufen. In diesem Anfangsstadium können bequemere Schuhe und Einlagen Linderung verschaffen. Halten die Schmerzen jedoch an, sollte schon in diesem Stadium operiert werden. Manche Ärzte versuchen es mit einer Hallux-Valgus-Nachtschiene, aber sie bringt keine Besserung. Wenn die Aufspreizung zwischen den Mittelfußknochen zunimmt und damit auch der Ballen immer größer wird, muss in jedem Fall operiert werden.

Auch, wenn der Ballen ständig zu Entzündungen neigt und auch in Ruhe schmerzt und wenn das Tragen von Schuhen zum Problem wird, weil man in keine mehr hineinpasst. Bei einer OP wird der erste Mittelfußknochen umgestellt, das heißt begradigt, verschoben und wieder fixiert. Die OP erfolgt in Vollnarkose, dauert etwa 45 Minuten. Wird gleichzeitig der Hammerzeh korrigiert, circa 60 Minuten. Ist der Hallux Valgus beseitigt, ist meist auch der Spreizfuß weg. Nach der OP muss der Patient nicht mehr unnötig leiden. Der Fuß wird quasi lahmgespritzt. Das Betäubungsmittel hält 24 Stunden an, der Patient ist schmerzfrei. Nach dieser Zeit ist das Schlimmste überwunden. Der Klinikaufenthalt ist kurz: Wer zum Beispiel am Freitag operiert wird, kann am Montag schon wieder nach Hause. Anschließend erhält der Patient einen Vorfußentlastungsschuh. Damit darf er in den ersten fünf Tagen nur bis zur Toilette gehen. Den Schuh muss er dann vier Wochen lang tragen. Ist bei der Röntgenkontrolle alles in Ordnung, sollte der Patient in den nächsten zwei bis drei Wochen breite Schuhe tragen. Dann müsste alles überstanden sein.

Vorbeugen und Selbsthilfe

Vorbeugend für starke und gesunde Füße sind die folgenden Übungen. Am besten sollte man jeden Tag mindestens fünf Minuten lang trainieren:

Fußspirale:

Ziel: Beweglichkeit und Stabilität des Mittelfußes. So geht's: Hinsetzen. Eine Hand umfasst die Ferse, die andere den Vorfuß. Den Fuß wie ein Handtuch auswringen. Ferse dreht nach außen, Vorfuß nach innen.

Der C-Bogen:

Ziel: Vorfußgewölbe wird aktiviert. So geht's: Nehmen Sie die Großzehe und die Kleinzehe am Grundgelenk in je eine Hand, und drehen Sie sie nach innen. Dabei soll eine Bogenbrücke entstehen.

Fuß-Picasso:

Ziel: Kräftigung der langen Fußmuskeln. So geht's: Schneidersitz. Stift zwischen die Zehen klemmen, Ferse mit der Außenkante am Boden. Vorderfuß mit Stift zum Boden drehen, "malen". Ferse nicht mitbewegen!

Turmspringer:

Ziel: Stabilisierung der Ferse. So geht's: Mit beiden Vorfüßen auf der untersten Treppenstufe stehen. Fersen abwechselnd langsam heben und senken. Nicht bis auf die Zehenspitzen, das fördert den Spreizfuß.

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