Gesunde Ernährung hat bei Frauen keinen Einfluss aufs Gewicht

neue studie kein zusammenhang zwischen gesunder ernaehrung und gewicht
Pizza ist ungesund? Laut einer neuen Studie stimmt das nicht.
Foto: Lena Mirisola/Shestock/Corbis

US-Ernährungsstudie hat unerwartetes Ergebnis

Wer gesund isst, bleibt schlank. Diese Weisheit hat unsere Ernährungsentscheidungen bisher nachhaltig beeinflusst. Eine neue Studie behauptet aber: Eigentlich ist es ganz egal, was man isst.

An der Universität von South Carolina wurden rund 5.000 weibliche und männliche Studienteilnehmer zu ihren Sport- und Ernährungsgewohnheiten befragt und vermessen. Dabei wurde deutlich: In den meisten Altersgruppen stand die Ernährung in keinem Zusammenhang mit dem Body Mass Index (BMI) der Studienteilnehmerinnen. Einzig bei den 50-59-jährigen Frauen stieg der BMI, wenn die Ernährung "ungesünder" war - ob der Grund dafür auch wirklich die Essenswahl war, konnten die Forscher aber nicht mit Sicherheit feststellen.

Die Wissenschafter schienen selbst etwas überrascht vom Ausgang der Studie, eine mögliche Ursache für das unerwartete Ergebnis könnten aber die Angaben der Teilnehmer zu ihren Ernährungsgewohnheiten sein - diese seien schließlich immer subjektiv. Trotzdem sei die Einteilung von Nahrung in "gesund" und "ungesund" problematisch: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung macht dieses Schwarz-Weiß-Denken nämlich gar keinen Sinn.

Kann man jetzt also nach Lust und Laune drauflos essen? Wahrscheinlich eher nicht. Auch wenn das Was laut der Studie nicht mehr so wichtig scheint, ist das Wieviel wohl immer noch von Bedeutung. Ein Zusammenhang zwischen Bewegung und BMI wurde übrigens in der Studie nachgewiesen - auf die Sporteinheit sollten wir also besser nicht verzichten.

Kategorien: