Gift in Lachs von zahlreichen Supermärkten gefunden

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Giftstoffe in Lachs? In zahlreichen Lachsprodukten verschiedener Supermärkte wurde Ethoxyquin nachgewiesen.
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Giftstoff in Lachs von Aldi & Co

In Lachsprodukten zahlreicher Supermärkte und Discounter wurden bedenkliche Mengen Ethoxyquin gefunden. Der Giftstoff kann DNA-Schäden verursachen.

Lachs enthält Proteine, wertvolle Fette und gilt allgemein als gesund. Anders sieht es allerdings aus, wenn der Fisch mit Giftstoffen belastet ist. Eine Untersuchung im Auftrag des NDR-Magazins „Markt“ liefert nun erschreckende Ergebnisse, nach denen der Konsum bestimmter Lachsprodukte plötzlich nicht mehr gesund, sondern sogar schädlich sein kann.

Insgesamt wurden 8 Produkte unterschiedlicher Supermärkte und Discounter geprüft, darunter sowohl frisches, als auch tiefgefrorenes Zuchtlachsfilet und geräucherter Zuchtlachs. Das beunruhigende Resultat: Ausnahmslos in allen Proben konnte Ethoxyquin nachgewiesen werden.

Was ist Ethoxyquin?

Bei Ethoxyquin handelt es sich um eine chemische Verbindung, die unsprünglich als Gummischutzmittel entwickelt wurde und heute auch zur Haltbarkeit von Futtermitteln verwendet wird.

Ethoxyquin gilt als gesundheitsschädlich. Als Pflanzenschutzmittel ist Ethoxyquin bereits seit einigen Jahren verboten, als Futtermittelzusatz ist es allerdings weiterhin erlaubt. Über diesen Weg gelangt das Gift in den Fisch, in dem es wohl verbleibt und den wir später verzehren – und das Ethoxyquin gleich mit.

Für Fleisch existieren bereits festgelegte Höchstmengen an Ethoxyquin, für Fisch allerdings bisher noch nicht. In Tierversuchen wurde herausgefunden, dass der Stoff DNA-Schäden und eine Veränderung des Leberstoffwechsels hervorrufen kann.

Ethoxyquin in Lachs: Die genauen Ergebnisse

Am schlechtesten schnitt ein Produkt von Real ab: Das frische Lachsfilet der Marke „Profish“ wies die höchste Menge des giftigen Stoffes auf, gefolgt von Tiefkühl-Lachsfilet der Marke „ja!“ von Rewe, sowie „Rookhus Echter Räucherlachs“ von Aldi Nord.

Der Ethoxyquin-Nachweis zieht sich somit durch sämtliche Zuchtlachsprodukte. Weiterhin wurden Rückstände des Giftstoffes in folgenden Produkten gefunden:

  • „Räucherlachs, mild geräuchert und von Hand gesalzen“ der Marke „ja!“ von Rewe,
  • „Echter Räucherlachs, trockengesalzen“ von „Norfisk“,
  • „Räucherlachs in Scheiben“ der Marke „Tip“ von Real,
  • „Golden Seafood Lachsfilet natur“ von Aldi Nord,
  • „Norwegische Lachsfilets“ der Marke „Gut & Günstig“ von Edeka

Ein Teil der Supermärkte reagiert bereits: Real hat angekündigt, den Echoxyquin-Gehalt nach Möglichkeit reduzieren zu wollen. Das Produkt sei allerdings trotzdem verkehrsfähig. Auch Edeka weist darauf hin, dass der Rückstandsgehalt rechtlich kein Problem darstellt – unabhängig davon versuche das Unternehmen allerdings ebenfalls, den Echoxyquin-Gehalt in Futtermitteln zu verringern.

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(ww4)

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