Gefährlicher BissGiftige Spinne breitet sich in Deutschland aus

Der so genannte Ammen-Dornfinger, eine giftige Spinne, breitet sich jetzt auch immer weiter in Deutschland aus.
Der Ammen-Dornfinger, eine Giftspinne, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum - jetzt breitet sie sich aber immer mehr in Deutschland aus.
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Inhalt
  1. Welche Folgen kann der Biss haben?
  2. Woran erkenne ich die Bisswunde?
  3. Was tun, wenn die Spinne zugebissen hat?
  4. Wie kann ich mich vor dem Spinnenbiss schützen?
  5. Wie sieht der giftige Ammen-Dornfinger aus?
  6. Wieso breitet sich die Spinne immer weiter aus?

Spinnen sind für die meisten von uns der reinste Horror, obwohl sie uns ja eigentlich nichts tun. Beim giftigen Ammen-Dornfinger, der sich gerade vor allem in Berlin und Brandenburg ausbreitet, sieht es da aber schon ganz anders aus: Sein Biss kann sogar zum Kreislaufkollaps führen. Also Vorsicht!

Sie ist die einzige Spinnenart in Deutschland, die uns Menschen gefährlich werden kann. Mit ihren Kieferklauen durchdringt sie sogar Kleidung und bohrt sich tief in unsere Haut, um ihr Gift abzugeben.

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Welche Folgen kann der Biss haben?

Beißt der Ammen-Dornfinger zu, fühlt sich der Schmerz an der verwundeten Stelle etwa so stark an wie bei einem Wespenstich. Doch bei Schmerzen bleibt es nicht immer: Dazu können auch noch Fieber, Schwindel, Schüttelfrost oder Erbrechen auftreten. Auch eine Blutvergiftung ist möglich oder der Kreislauf versagt. Allergiker können außerdem Herzrasen bekommen.

Diese Symptome sollten nach drei Tagen abgeklungen sein, die Schwellung und Rötung an der Bissstelle kann aber noch länger anhalten. Ein weiterer Grund zum Aufatmen: Todesfälle oder bleibende Schäden sind bisher nicht bekannt.

Woran erkenne ich die Bisswunde?

Die betroffene Stelle besteht aus zwei kleinen Löchern, die etwa fünf Millimeter auseinander liegen.

Was tun, wenn die Spinne zugebissen hat?

Auf keinen Fall in Panik geraten! Versuche, Ruhe zu bewahren und kratze nicht an der Bisswunde. Da die Folgen des Nervengifts nur schwer absehbar sind, solltest du auf jeden Fall direkt zum Arzt gehen und falls möglich sogar die Spinne mitnehmen, damit sie genau identifiziert werden kann. Wird dir schwindelig, sollte sofort der Notarzt gerufen werden.

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Wie kann ich mich vor dem Spinnenbiss schützen?

Am besten hohes Gras meiden und lieber auf den Wegen bleiben, wie der Naturschutzbund (NABU) Brandenburg rät. Besonders häufig tritt die Spinne auf Feldern und am Waldrand auf.

Wie sieht der giftige Ammen-Dornfinger aus?

Zu erkennen ist die Spinne an ihrem rötlich-orangenen Vorderkörper, einem gelben bis grünlichen Hinterleib und den schwarzen Giftklauen. Außerdem gehört sie mit etwa 1,5 Zentimetern Körperlänge zu den größten Spinnen Mitteleuropas, ihre behaarten Beine sind sogar 3 bis 4 Zentimeter lang.

Wieso breitet sich die Spinne immer weiter aus?

Eigentlich lebt der Ammen-Dornfinger im Mittelmeerraum, doch mittlerweile ist er auch in Deutschland angekommen. Dass sich die Giftspinne hier so wohl fühlt liegt am Klimawandel, der die Temperaturen bei uns ansteigen lässt.

Am Tag versteckt sie sich eher und zieht sich zurück, weil diese Spinne vor allem nachtaktiv ist - gerade jetzt während der Reifezeit der Eier und Jungtiere sind sie aber kämpferischer als sonst.

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