Ginkgo: Wirkung und Nebenwirkungen der Heilpflanze

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Der Ginko-Baum stammt aus China.
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Gutes aus der Natur

Ginkgo ist eine ursprünglich aus China stammende Baumart, die dort in der traditionellen Medizin eine bedeutende Rolle einnimmt. Wie die Heilpflanze eingesetzt und welche Wirkungen und Nebenwirkungen sie mit sich bringt, erfahren Sie hier.

Ginkgo: Heilpflanze mit Tradition

Neben der Schönheitspflege wird Ginkgo als Heilpflanze für verschiedene Beschwerden eingesetzt. Dabei werden Blüten und Samen, aber vor allem die Blätter verwendet. Die traditionelle chinesische Medizin kennt Ginkgoblätter als wirksames Arzneimittel bei sogenannter Herzenge, Bluthochdruck, als Wundpflaster oder aufgebrüht als Asthma-Tee. Die Blätter der Ginkgo-Pflanze enthalten gesundende Wirkstoffe wie Flavonoide, eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe.

Hinzu kommen Stoffe aus der Gruppe der Terpene, beispielsweise Ginkolide, und verschiedene Pflanzensäuren. Im gewonnenen Ginkgo-Extrakt werden letztere herausgefiltert, da sie hautreizende und allergieauslösende Substanzen sind, im Medikament zu Nebenwirkungen führen und auf Dauer gesundheitsschädigend sein können.

Anwendungsgebiete der Heilpflanze

In der Schulmedizin werden nur die Blätter des Ginkgos verarbeitet, beispielsweise zu Medikamenten gegen Durchblutungsstörungen. Darüber hinaus wird Ginkgo bei Asthma, Bronchitis, Kreislaufstörungen, Hautkrankheiten, Urininkontinenz und Angstzuständen eingesetzt. Eine besonders starke Wirkung soll die Heilpflanze auf Konzentrationsschwächen und Gedächtnisstörungen haben.

Angeblich soll Ginkgo auch Altersdemenz vorbeugen und den bereits eingetretenen Prozess verlangsamen. Auch Migräne, Multiple Sklerose, prämenstruale Beschwerden und Seheinschränkungen wie den Grünen Star sollen Ginkgo-Präparate positiv beeinflussen. Studien belegen allerdings, dass die Heilpflanze entgegen verschiedenen Meinungen keine medizinische Wirkung auf Tinnitus und geistige Leistungsschwächen hat.

Wirkung im Körper

Studien zufolge fördert Ginkgo den Energiestoffwechsel im Gehirn. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass die Heilpflanze Nervenzellen vor Schäden schützt, indem sie freie Radikale abfängt. Außerdem soll Ginkgo die Regeneration bereits geschädigter Hirnzellen fördern. Des Weiteren wird ihm nachgesagt, die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern und die gesamte Durchblutung zu fördern. Allerdings sind auch diese Wirkungen wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Dosierung und Nebenwirkungen

Ginkgo wird ausschließlich als Extrakt in Fertigpräparaten wie etwa Kapseln oder Tropfen verabreicht. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Nebenwirkungen: So können etwa Hautrötungen auftreten. Sehr selten kommt es zu leichten Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Blutungen. Wird Ginkgo hingegen in Verbindung mit Medikamenten, die das Blut verdünnen, eingenommen, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Klären Sie in einem solchen Fall die Einnahme der Präparate mit Ihrem Arzt ab.

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