Giulio Berruti: „Perfekte Frauen sind nichts für mich“

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Giulio Berruti
Foto: Getty Images

Star-Interview mit Giulio Berruti

Italiens heissester Export Giulio Berruti ist Schauspieler, Arzt und Naturbursche in einem. Was ihm jetzt noch fehlt: seine Traumfrau – aber bitte mit Macken!

Die fünfköpfige Damenriege, die sich vor der Interviewsuite von Giulio Berruti (29) im „Bayerischen Hof“ in München tummelt, wirkt leicht erhitzt. Vom Zimmermädchen bis zur PR-Agentin ist offenbar niemand gegen den Charme des italienischen Newcomers immun. Auch meine Coolness ist sofort dahin, als sich die Tür öffnet und der Schauspieler mich begrüßt – mit smartem Lächeln und Augen so blau wie sein Jeans-Outfit. Im Gespräch beweist er allerdings schnell, dass er weit mehr ist, als nur ein schöner Körper, den er in der Musicalkomödie „Walking on Sunshine“ so herrlich freizügig vorführt. Dieser hübsche Mann hat ehrgeizige Pläne – und einige überraschende Talente.

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JOY: Bei dem Film bekommt man sofort Lust auf Urlaub: Sonne, Strand, Liebe. Dazu diese 80er-Jahre-Musik!

Giulio Berruti: Die macht einfach gute Laune, nicht wahr? Ich liebe diese Hits von Roxette, George Michael und Co., denn sie passen perfekt zur Story. Unser oberstes Ziel war, dass die Komödie einfach Spaß machen soll. Das Leben ist ja schließlich schon ernst genug. Daher nimmt der Film sich selbst auf die Schippe und ist ganz bewusst ein wenig kitschig!

Apropos, hat es Spaß gemacht, selbst zu singen?

Total! Sogar so sehr, dass ich weiterhin Gesangsstunden nehme. Wahrscheinlich wäre ich insgeheim doch gerne ein Rockstar! (lacht) Nur tanzen ist nichts für mich, da habe ich null Talent. Zum Glück blieben mir Choreografien oder Ähnliches im Film erspart.

Eigentlich sind Sie ja ausgebildeter Zahnarzt. Wie kamen Sie denn zur Schauspielerei?

Während des Studiums nahm ich ein paar kleinere Rollen an, um meinen Eltern nicht auf der Tasche zu liegen. Mit der Zeit wurden die Parts immer größer. Trotzdem praktizierte ich nach meinem Abschluss erst mal ein Jahr als Arzt, aber mir fehlte etwas. Auch wenn ich als Zahnarzt viel mit den Händen arbeiten konnte, was mir sehr wichtig ist. Ich bastle in meiner Freizeit nämlich auch Möbel aus Holz oder Autoteilen. Aber ich habe auch das Bedürfnis, mich verbal auszudrücken. Das geht als Zahnarzt ja nur bedingt (lacht).

Man sagt diesem Berufszweig nach, dass sie bei Frauen zuerst auf die Zähne schauen. Stimmt das?

Ja, der Blick dafür ist einfach antrainiert! Ich achte aber auch auf die Augen und den Humor, denn lachende Frauen finde ich wunderschön. Das Wichtigste ist aber, dass sie nicht perfekt, sondern echt ist: Eine Frau sollte sich immer selbst treu bleiben und auch zu ihren Schwächen stehen. Dann macht es bei mir „BOOM!“.

Rezeptpflichtig: Dieser Blick lässt alle Frauen dahinschmelzen!

Ihre Filmfigur Rafael muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden. Ist Ihnen das auch schon mal passiert?

Zumindest so ähnlich. Ganz ehrlich: Es ist möglich, zwei Frauen gleichzeitig zu lieben. Ich nehme meine Beziehungen zwar immer sehr ernst und wenn ich verliebt bin, dann gibt es für mich nur die Eine. Trotzdem kann es passieren, dass man sich auch mit einer anderen Person verbunden fühlt. Dagegen kann man nichts tun, außer eine respektvolle Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Sie sind unumstritten der Hingucker des Films. Fühlen Sie sich geschmeichelt, wenn Sie Rollen aufgrund Ihrer „äußeren Qualitäten“ bekommen, oder stört es Sie?

Es ist total okay für mich, wenn ich in manchen Rollen Mr. Nice Guy oder den stereotypen Frauenschwarm gebe. Aber ich will auch Projekte ausprobieren, die ganz anders sind. Momentan drehe ich einen Film über den Afghanistankrieg, in dem ich einen krebskranken Soldaten spiele. Ich will Filme machen, die das Publikum bewegen, eine Botschaft vermitteln. Das gibt mir noch etwas mehr, als nur der gut aussehende Typ zu sein.

Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?

Ich bin vielseitig, leidenschaftlich und vor allem bodenständig. Das kommt bestimmt daher, dass ich auf dem Land aufgewachsen bin, inmitten von Enten und Hühnern. Statt mit einer Playstation habe ich auf Baumhäusern und Bauernhöfen gespielt. Wiederum eine Erklärung dafür, warum mich alles Handwerkliche so begeistert. Aber natürlich habe ich auch einige schlechte Angewohnheiten: Ich bin manchmal recht ungeduldig und will, dass die Welt nach meinen Vorstellungen läuft.

Außer dem leidenschaftlichen Temperament, was ist noch typisch italienisch an Ihnen?

Ich mag Wein, gutes Essen und kriege selbst auch eine ganz gute Pasta hin! Obwohl ich ansonsten ein furchbarer Koch bin. Nur an der Mikrowelle bin ich Profi! (lacht)

Wie geht es weiter, wo wollen Sie in zehn Jahren sein?

Mit Frau und Kindern irgendwo, wo ich Bäume und Gemüse anpflanzen kann. Und ich möchte dann als angesehener Schauspieler etabliert sein. Nicht zwangsläufig in Hollywood, viel wichtiger ist mir, dass ich mich mit den Leuten verstehe, mit denen ich arbeite. Trotzdem denke ich, dass ich es in der Traumfabrik schaffen könnte. Nicht, weil ich mich für den talentiertesten Schauspieler unter der Sonne halte. Sondern weil ich bereit bin, sehr hart dafür zu arbeiten und alles zu geben!

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